München eifert New York nach. Erstmalig wurde außerhalb der USA ein Cadillac House installiert. Nicht nur ein Showroom der US-Nobelmarke, sondern auch ein Treffpunkt für Kunstliebhaber. Am 13. Juli 2017 fand die Ausstellungseröffnung statt, unter anderem in Anwesenheit von Patrick Moore, dem Direktor des weltweit einzigartigen Andy Warhol Museum in Pittsburgh.

“Andy Warhol hat das amerikanische Leben porträtiert. Die Partnerschaft zwischen The Andy Warhol Museum und Cadillac, einer in Warhols Werk erscheinenden amerikanischen Markenikone, fühlt sich für uns komplett stimmig an,“ sagt Patrick Moore. Wir freuen uns sehr, Teil einer Ausstellung zu sein, die den fortwährenden Einfluss Warhols auf die zeitgenössische Kultur durch die Linse einiger der einflussreichsten Stilbildner in heutiger Zeit betrachtet.”

„Letters To Andy Warhol zelebriert Warhol’s einzigartigen Individualismus und Cadillac als eine seiner kulturellen Inspirationen für seine bedeutenden Werke“, sagt Florian Spinoly, Director Marketing, Product und PR bei Cadillac Europe.

Das Original Cadillac House

Das Cadillac House in München ist angelehnt an das im Stadtviertel SoHo beheimatete und im letzten Jahr eröffnete Original. In SoHo ist es eine Mischung aus multifunktionaler, kreativer Begegnungsstätte, Galerie, Ausstellungsraum, Runway und Café und präsentiert, im Einklang mit der Cadillac-Markenphilosophie, Inspirierendes aus Kunst, Mode, Kultur und Kullinarik.

In München bekommen die Besucher vom 14. Juli bis 27. August 2017  zwei klassische  Cadillac-Modelle aus der  Historie der Premiummarke sowie das aktuelle Modellportfolio geboten. Zudem besteht die Möglichkeit zu Testfahrten mit den Automobilen der Marke, unter anderem auch mit dem von Auto360.de getesteten CT6.

Details zur Ausstellung

Letters to Andy Warhol geht auf eine Zusammenarbeit zwischen Cadillac und dem Andy Warhol Museum, Pittsburgh/Pennsylvania, zurück. Im Mittelpunkt stehen bisher kaum gezeigte Briefe aus den Archiven des Warhol Museums, die an oder von Andy Warhol geschrieben wurden.

Unter anderem sind Exponate von Modeschöpfer Yves Saint Laurent, Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger und dem Museum of Modern Art zu sehen. Letzteres lehnte ein Ausstellungsgesuch des aufstrebenden Künstlers vor rund 60 Jahren mit folgenden knappen Worten ab:

„Sehr geehrter Herr Warhol,

letzte Woche hat sich unser Sammlungskomitee zum ersten Mal getroffen, um über die Herbstsaison zu beraten. Bei dieser Gelegenheit konnten wir auch Ihre Zeichnung mit dem Titel „Shoe“  begutachten, die Sie dem Museum großzügigerweise als Schenkung angeboten hatten. Nach eingehender Beratung müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir es nicht in unsere Kollektion aufnehmen werden.“

Zusätzlich multimedial interpretiert werden die Briefe durch Exponate namhafter bildender Künstler, Designer und Musiker, darunter John Lennons Sohn Sean  (Love and Warhol), Chiara Clemente (Kurzfilm Screen Stories mit Sienna Miller, Francesco Clemente, Zac Posen, Aimee Mullins, Nick Rhodes und David LaChapelle), Derek Blasberg (Polaroids) und J.J. Martin und Brian Atwood (Kinderbuch Bobby’s Brilliant Heels).

Aus eigenem künstlerischem Antrieb entstandene und Cadillac thematisierende Werke von Andy Warhol, die seine besondere Beziehung zu ikonischen, amerikanischen Marken unterstreichen, komplettieren die Ausstellung, darunter Four Male Costumed Full Figures und Cars (1950), Cadillac (1962), Seven Cadillacs (1962) und Sign (Keep Out) (1976 – 1986).

Die Andy Warhol Ausstellung läuft bis zum 6. August, vom 3. bis 10. August findet eine Talenthouse Vernissage und vom 10. bis 27. August die Stroke – A Daring Preview – Ausstellung statt. „Stroke“ ist Deutschlands einfluss- und erfolgreichste Messe für aufstrebende zeitgenössische Kunst.  Der Eintritt in das Isarforum auf der Museumsinsel an der Ludwigsbrücke in München ist immer frei.

 

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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