Der Toyota Publica war 1961 der erste japanische Kleinwagen, der als Volksauto Geschichte schrieb.

Er bot mehr Platz als die winzigen Kei-Cars und gilt als Trendsetter für kleine familientaugliche Limousinen und praktische Kombis. Aber auch der legendäre Sportwagen Toyota Sports 800 nutzte die Leichtbau-Architektur des Publica.

Der Publica in Deutschland

In Deutschland debütierte der preiswerte Publica 1974 als Toyota 1000. Er bot eine echte Komfortausstattung inklusive eines „5-Tasten-Radio“, während sonst Audiosysteme sogar in der Luxusklasse in der Optionenliste standen.

Der Toyota Starlet

Als neue urbane Stil-Ikone mit Fastback und großer Heckklappe sorgte der Toyota Starlet ab 1978 für Aufsehen. Unvergessen ist er auch durch seine Rolle als Publikumsfavorit im Motorsport bei Rallyes und Rundstreckenrennen. Einen großen Namen machte sich der Starlet zudem als Mängelzwerg bei TÜV und Co. Er bekam fast von Beginn an Bestnoten in Pannenstatistiken und festigte damit den Ruf von Toyota als Zuverlässigkeitschampion.

Der Yaris von 1998 bis heute

Nach 20 Jahren und drei Generationen Starlet präsentierte Toyota den Yaris. Als erster Toyota wurde der Kleinwagen im europäischen Toyota Entwicklungszentrum ED2 designt.  Zum echten Europäer wurde der Yaris aber auch die Produktion im neu errichteten Toyota Werk in Valenciennes/Frankreich.

Das Konzept „Kurz und Hoch“ erlaubte eine erhöhte Sitzposition mit guter Rundumsicht und einem großzügigen Raumangebot. Trotzdem blieb der Fahrzeugschwerpunkt des Yaris ähnlich niedrig wie bei kleinen Sportcoupés. Unter Motorsportlern war der Kleine nicht nur als 2001 eingeführtes Kraftpaket Yaris TS, sondern auch wegen der Markenpokalrennen beliebt.

2012 kam der Yaris als erster in seinem Segment als Vollhybrid auf den Markt. Neben einer effizienten und sparsamen Fortbewegung schrieb Toyota auch in dieser Klasse den Motorsport weiterhin groß.

Als von Toyota Gazoo Racing entwickeltes Fahrzeug bringt der neue Toyota GR Yaris (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,3 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 184 g/km) Motorsporterfahrungen auf die Straße.

Aus 1,6 Litern entwickelt der Dreizylinder starke 192 kW (261 PS) Mit seinem permanentem Allradantrieb ist der GR Yaris das erste derartige Homologationsmodell von Toyota für die Rallye-Weltmeisterschaft seit dem Produktionsende des Celica GT-Four im Jahr 1999.

Vorgänger des aktuellen Rallye-Ablegers war der Yaris GRMN, der seine 156 kW (212 PS) des per Kompressor aufgeladenen Vier-Zylinder-Benziners via Torsen-Sperrdifferential an die Vorderachse schickte.

Aygo, iQ und Sera

Über die Generationen wurde der Yaris größer und deshalb ergänzte Toyota sein Kleinwagenprogramm im Jahr 2005 um den noch kompakteren Aygo. Der 2009 eingeführte kurze Stadtwagen Toyota iQ bot bei nur 2,99 Meter Außenlänge 3+1 Passagieren Platz.

Er sollte dem Smart Konkurrenz machen, kam aber leider über Achtungserfolge nicht hinaus. Dafür glänzte er eine Zeitlang als Aston Martin Cygnet. Der edel gestrickte Kleinstwagen sollte erst exklusiv für Aston Martin Käufer ab knapp 38.000 Euro erwerbbar sein. Er wurde dann aber auch anderen Interessenten angeboten, kam aber auf weniger als 600 verkaufte Exemplare.

Last but not least sei der von uns beschriebene Sera erwähnt. Dieser speziell für japanische Kunden entwickelte Gran Turismo überrascht mit gutem Raumgefühl im Cockpit dank einer Glaskuppel-ähnlichen Kabine sowie spektakulär öffnender Schmetterlingstüren.

Dietmar Stanka
Letzte Artikel von Dietmar Stanka (Alle anzeigen)