1951 stellten die Ulmer Kässbohrer Fahrzeugwerke den S 8 vor, der den Markennamen Setra für selbsttragend erhielt.

Der erste in Serie gefertigte Omnibus mit selbsttragender Karosserie, Heckmotor und direktem Antrieb auf die Hinterachse wurde anlässlich der „Internationalen Automobil Ausstellung“ IAA in Frankfurt präsentiert.

Erfolg mit der neuen Bauweise

Die ersten Setra Omnibusse verhalfen dem Prinzip der selbsttragenden Bauweise zu einem großen Erfolg. Der Favorit der Kundschaft war der S 10, der zweite Setra-Typ nach dem S 8. Er hatte mit maximal zehn Sitzreihen einen längeren Fahrzeugkörper als sein Vorgänger sowie einen vergrößerten vorderen Überhang.

1959 konnte mit der Einführung des Setra Baukastensystems die Produktion effizienter gestaltet werden. Jeden Tag wurden auf Basis dieses Modul-Prinzips vier Busse hergestellt.

Setra S 150

Setra S 150

Die kantige Baureihe 100

Die zweite Setra-Baureihe war 1967 gleichzeitig der Schritt zur Industrialisierung des Omnibusbaus bei Kässbohrer. Die neuen Modelle wurden nach dem zweiten Setra Baukasten aus zahlreichen Gleichteilen gefertigt. Optisch waren die Omnibusse der Baureihe 100 deutlich kantigerer. Außerdem zeichneten sich durch höheren Komfort,  einen vergrößerten Fahrgastraum und eine erweiterte Innenstehhöhe aus.

Setra S 215 HD

Setra S 215 HD

Die Kässbohrer Setra Baureihe 200

Neun Jahre später startete die Baureihe 200 mit sechs Typen. Damals wurde der Fokus auf Wertbeständigkeit und Zweckmäßigkeit gelenkt. Zudem war eine völlig unabhängig arbeitende Lüftung und Heizung für Fahrer und Cockpit einschließlich einer intensiven Entfrostung der Frontscheibe an Bord.

Setra Baureihe 300

Setra Baureihe 300

Integralspiegel bei der Baureihe 300

Nach einer Entwicklungszeit von sechs Jahren wurde 1991 die Baureihe 300 in Ulm präsentiert. Zu den auffälligsten Merkmalen der neuen Busse gehörten die markante Schwinge hinter dem Cockpitbereich sowie das völlig neuentwickelte Integralspiegelsystem.

Die beheizbaren und von innen verstellbaren Spiegelarme erhöhten durch eine optimale Sicht die Verkehrssicherheit. Ein weiteres wesentliches Merkmal war das ergonomisch gestaltete Cockpit.

Aus dem Basismodell wurden in modularer Bauweise zudem die drei Varianten TopClass, ComfortClass und MultiClass entwickelt. Sie alle hatten den gleichen Aufbau, das gleiche Fahrwerk, jedoch unterschiedliche Fahrgasträume.

Setra S 415 HD

Setra S 415 HD

La Linea in der Top Class 400

Das Design der ab 2001 erhältlichen TopClass 400 wurde durch die La Linea genannte, chromfarbene Schwinge geprägt. Die vierte Setra-Baureihe fand 2004 mit der ComfortClass 400 und 2005 mit den Überlandlinienbussen der MultiClass 400 ihre Fortsetzung. Insgesamt standen mehr als 20 Bus-Typen zur Wahl.

Setra S 531 DT TopClass 500

Setra S 531 DT TopClass 500

ComfortClass 500

Nach einer vierjährigen Entwicklungszeit wurde 2012 die Setra ComfortClass 500 eingeführt. Mit dieser Baureihe setzt die Ulmer Marke der Stuttgarter Daimler AG neue Bestmarken in Wirtschaftlichkeit, Wertigkeit, Komfort und Sicherheit.

Die neuen Premium-Reisebusse wurden im Windkanal entwickelt, woraus der eine strömungsoptimierte Form entstand. 2014 folgten die eleganten Fahrzeuge der TopClass 500. Das aktuelle Spitzenmodell, der Doppelstockbus S 531 DT, wurde 2019 in den Markt eingeführt.

Setra TopClass S 516 HDH

Setra TopClass S 516 HDH

Dietmar Stanka