Echte Alfisti gehen mit ihren Automobilen immer eine Liebesbeziehung ein. Manchmal ist sie qualvoll, meist jedoch glücklich, aber so gut wie immer ein bisschen mit Herzschmerz verbunden. Ganz selten so dramatisch wie mit Romeo und Julia, was uns aber gleich zur Giulia von Alfa Romeo führt.

Verschiedene Varianten

Einem Kult-Auto aus den 1960er Jahren. Gebaut als Limousine, Kombi, Coupé (Sprint/GT) und Cabriolet (Spider und als viersitzigen GTC). Betörend waren die Formen schon damals und sie sind es bei heute geblieben. Grande Amore von 1962 bis 1978.

Nur ein Diesel bei der Alfa Romeo Giulia

Die auf den Hinterrädern angetriebenen Giulias waren alle mit Benzinmotoren mit zwei obenliegenden Nockenwellen ausgestattet. Von 1.300 ccm bis hin zum 2-Liter mit bis zu zwei Doppelvergaser-Anlagen. Als Ausreißer betrachten wir den 50 PS-Diesel von Perkins, der ab 1976 für die Giulia Nuova Limousine ausschließlich für den italienischen Markt angeboten wurde.

Konkurrenzlose Technik

Technisch war die Giulia ihrer Zeit voraus. Ausgestattet mit einem Fünfgang-Getriebe, vier Scheibenbremsen und einem Vollaluminium-Motor nahezu konkurrenzlos. Heute sind die 1600er-Motorisierungen am meisten gesucht. Aus steuerlichen Gründen wurden in Italien in großen Stückzahlen die 1,3-Liter mit 78 PS verkauft, somit sind diese einfacher zu bekommen. Insgesamt wurden von der Giulia allein als Limousine mehr als ein halbe Million Exemplare gebaut.

Klassiker

Um mit einer Giulia wirklich glücklich zu werden, gilt es, ein paar Tipps zu berücksichtigen. Schwachpunkte sind bei der Giulia Schweller, Radläufe, Abschlussbleche und Türunterkanten. Im Motorraum gilt es die Zylinderkopfdichtung zu prüfen und auf die Gummis der Vergaserflansche zu achten.

Das Fahrverhalten einer Giulia ist auch heute noch purer Genuss. Das von Alfa Romeo vielbeschworene „cuore sportivo“ in Reinform. Das leider viele Jahre vernachlässigt wurde und nun mit der neuen Giulia eine Renaissance feiert. Bis zu 510 PS stark, unverkennbar mit dem Scudetto genannten Kühlergrill versehen, wird die Sport-Limousine von Alfa Romeo neu definiert.

Oder auch die Vernunft siegen lassen und die von Auto360.de getestete Alfa Romeo Giulia Veloce mit 210 PS wählen. Ein tolles Auto mit der ganz besonderen Note.

Franz-Josef Seidl

Franz-Josef Seidl

Fotograf bei FJS-Foto
Franz-Josef Seidl - gelernter Fotograf, ist seit 1994 als freischaffender Bildjournalist, Portrait- und Modefotograf in fast aller Welt unterwegs. Seit 2008 gibt es das Fotostudio "HAUSEN 11" in Kirchheim bei München, in dem Portraits-, Fashion-, Beauty-, Business-, und Bewerbungsfotos entstehen. Darüber hinaus fotografiert Franz-Josef Seidl Produkte wie Autos und Motorräder. Einen Namen hat sich Franz-Josef Seidl auch als Theater-Fotograf gemacht. Dafür wird er in alle bekannten Opern- und Theaterhäuser eingeladen. FJS-Foto ist mit seiner Kamera in vielen DAX-Unternehmen Deutschlandweit sowie als Reportagefotograf weltweit tätig.
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