Es ist haarsträubend. Nahezu unglaublich und unfassbar.

BR-Reporter Christoph Arnowski deckt in seinem Bericht für Report München die Ahnungslosigkeit von Politikern auf. Es geht um Biomethan und dessen Verwendung in Bussen, Lkw und Pkw. Der Alternative zur Elektromobilität, die wie eine heilige Kuh durchs Dorf getrieben wird. Ja, es gibt neben batterieelektrischen auch andere Antriebsarten, die erstens effizient, zweitens umweltschonend und drittens ausgereift sind. Dazu kommt eine bestehende Infrastruktur und Fahrzeuge, die mit Biomethan respektive CNG angetrieben werden. Und ja, es gibt genug Bioabfall, wie beispielsweise Stroh, das zur Herstellung von Biomethan verwendet werden kann. Nicht berücksichtigt ist dabei CNG, das von Power-to-Gas-Anlagen stammt und ebenfalls umweltfreundlich ist.

Biomethan im Einsatz in Augsburg

In einem weiteren Beitrag auf BR24 kommen die Verantwortlichen der Stadtwerke Augsburg zu Wort. Seit 2011 fahren die rund 90 Linienbusse aussschließlich mit Biomethan. Dazu Klaus Röder von den Stadtwerken Augsburg: „Wir haben hier eine CO2-Neutralität durch das Biomethan, wir haben eine Stickoxidminimierung, Feinstaub und Rußpartikel spielen ohnehin keine Rolle. Wir haben die ökologisch bestmögliche, nachhaltigste Antriebsart, die momentan verfügbar ist.“

Mehr Förderung für Biomethan

Röder wünscht sich eine technologieoffene Förderung und nicht die einseitige in Richtung Elektromobilität. Für einen Biomethanbus gibt es nur 10.000 Euro vom Staat, für einen mehr als doppelt so teuren Elektrobus etwa 320.000 Euro. Bleibt zu wünschen, dass nicht noch mehr verantwortliche Politiker der  Elektromobilität hinterherlaufen. Und dem Beispiel der Verkehrsbetriebe in Augsburg, Gießen und Oldenburg folgen.

In einem weiteren Artikel von BR Wissen wird die Energie-Alternative Biomethan ausführlich erläutert. Ein Landwirt aus Österreich erzählt in dieser Reportage der BR-Sendung „Unser Land“, wie er das Maisstroh des Körnermais in seiner Biogasanlage verarbeitet.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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