Das Gemeinschaftsunternehmen H2 Mobility Deutschland und seine Partner Air Liquide, Daimler, Linde und Shell haben am 14. Juni 2017 in Frankfurt und Wiesbaden zwei neue Wasserstoff-Tankstellen offiziell in Betrieb genommen. In Hessen gibt es nun insgesamt fünf Betankungsmöglichkeiten für emissionsfreie Brennstoffzellen-Autos.

Ausbau der Wasserstoff-Tankstellen

Die Partner gehen damit den notwendigen und wichtigen Schritt in Richtung eines flächendeckenden H2-Versorgungsnetzes. Die neuen Standorte liegen verkehrsgünstig unmittelbar an den Autobahnen A661 und A66 und bilden wichtige Knotenpunkte für Fahrten zwischen Nord-und Süddeutschland.

Die neue Wasserstoff-Station in der Hanauer Landstraße 334 in Frankfurt wurde von H2 Mobility, die Station in der Borsigstraße 1 in Wiesbaden von der Daimler AG errichtet. Die H2-Tankstellentechnik stammt von den Air Liquide beziehungsweise Linde. Beide Stationen werden von Shell betrieben.

Förderung durch den Bund

Damit Wasserstoff-Mobilität zur Erfolgsgeschichte wird, bedarf es einerseits eines attraktiven Angebots an Brennstoffzellen-Fahrzeugen sowie andererseits einer entsprechenden Versorgungs-Infrastruktur. Insgesamt sind damit nun 30 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland fertiggestellt, gefördert durch den Bund über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff-und Brennstoffzellentechnologie (NIP).

Der Bund hat sich mit 1,6 Millionen Euro am Bau beider Stationen beteiligt. Bis 2018 sollen es 100 Stationen sein. Die Grundlage für den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland hat das Demonstrationsprojekt Clean Energy Partnerschaft (CEP) mit der Festlegung von gemeinsamen Standards und Normen gelegt.

Die beiden jüngsten Wasserstoff-Stationen in Wiesbaden und Frankfurt entsprechen dem neuesten Stand der Technik. Ihre Bedienung durch den Autofahrer ist intuitiv, das Betanken ähnelt dem konventioneller Fahrzeuge .In drei bis fünf Minuten ist ein Brennstoffzellen-Fahrzeug betankt. Je 40 solcher Pkw können ab heute in Frankfurt und Wiesbaden täglich bedient werden.

Brennstoffzellenfahrzeuge

Der Betrieb eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Fahrzeugs verursacht weder lokale Schadstoffe noch Kohlendioxid(CO2)-Emissionen. Im Moment ist das Angebot an solchen Automobilen noch begrenzt. Toyota ist mit dem Mirai vertreten, Hyundai mit dem ix35 FuelCell und ab Herbst 2017 kommen der Honda Clarity sowie der Mercedes-Benz GLC dazu.

Ausblick

Derzeit befinden sich weitere 27 Wasserstoff-Stationen in Deutschland in Planung oder in Bau. Im Rahmen der H2 Mobility sowie auf Initiative der Partnerunternehmen folgen noch in diesem Jahr zum Beispiel Stationen in Kassel, Bremen und Wendlingen. Weitere Stationen im Raum Stuttgart, Karlsruhe und München sind geplant.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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