Moderne Fahrzeuge sind heute mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen vollgestopft.

Aber wie funktionieren sie wirklich? Welche Nutzen haben sie? Und was passiert, wenn sie ausfallen? Wir erklären in insgesamt vier Folgen alle im Moment verfügbaren Systeme und erläutern den sinnvollen Umgang damit. In Folge 2 geht es um mehr Sicherheit im Straßenverkehr auch für Fußgänger und Radfahrer.

Abbiegeassistent

Abbiegeassistent

Abbiegeassistent

Für Busse und Lkw, aber auch für größer dimensionierte Transporter ist der Abbiege-Assistent extrem wichtig. Denn er erkennt ein sich bewegendes oder stehendes Objekt in der Überwachungszone auf der rechten Seite. Dabei kann es sich um Fußgänger, Radfahrer oder Verkehrsschilder, aber eben auch E-Roller handeln. Dieses System kann definitiv Leben retten und sollte daher ohne Aufpreis in alle größeren Fahrzeuge eingebaut werden.

Notbremsassistent oder Notbremsfunktion

Notbremsassistent oder Notbremsfunktion

Notbremsassistent oder Notbremsfunktion

Je nach Hersteller arbeitet der Notbrems-Assistent oder die Notbremsfunktion in einem Geschwindigkeitsbereich von bis zu 50 km/h und scannt per Radarsensor den Raum vor dem Fahrzeug ab.

So funktioniert es: Erfolgt bei einem drohenden Auffahrunfall auf ein vorausfahrendes oder stehendes Fahrzeug keine Reaktion durch den Fahrer, wird die Bremsanlage vorkonditioniert. Bei Bedarf das System anschließend automatisch eine Vollbremsung ein, um die Unfallschwere zu mindern. Darüber hinaus wird der Fahrer bei nicht ausreichender Pedalbetätigung mit maximaler Bremskraft unterstützt.

Fußgängererkennung

Fußgängererkennung

Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung

Einen Schritt weiter gehen die im letzten Absatz erläuterten Notbremsassistenten, wenn zudem eine Fußgängererkennung integriert ist. Per Ultraschall oder Radar werden Fußgänger erfasst und das Fahrzeug wird ebenfalls abgebremst, um einen Aufprall zu verhindern.

Kreuzungsassistent

Kreuzungsassistent

Kreuzungsassistent

Auf Basis des Ausparkassistenten, der in Folge 3 erläutert wird, warnt der Kreuzungsassistent vor Fahrzeugen, die sich an Kreuzungen, Ausfahrten oder Parkplätzen von der Seite dem eigenen Automobil nähern.

So funktioniert es: Dazu sind zwei Radarsensoren in der vorderen Stoßstange integriert, die den seitlichen Verkehr überwachen. Wie beim Ausparkassistent erfolgt bei erkannter Gefahr und Nichtreagieren des Fahrers im Rahmen der Systemgrenzen ein Notbremseingriff.

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Dietmar Stanka
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