Car Sharing wird immer beliebter und ist in vielen Städten eine Alternative zu Taxi, Mietwagen oder öffentlichem Verkehr. Aber es gibt auch häufig Beschwerden von Nutzern, weil Autos völlig verschmutzt oder gar beschädigt sind.

Ein paar Grundregeln, die für alle Car Sharing-Anbieter gelten, hat der ADAC zusammengestellt.

Was tun, wenn das Auto beschädigt ist?

Ist ein Auto an dem angegebenen Ort nicht aufzufinden, sollte sich der Nutzer umgehend mit dem Anbieter in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen absprechen. Das gilt selbstverständlich auch, wenn man vor dem Einsteigen erhebliche Schäden am Fahrzeug feststellt. Gute Nachricht, so die Experten des Automobilclubs: Der Nutzer ist nicht aufgrund der Registrierung automatisch in der Haftung für Schäden. Es muss sein Verschulden vorliegen.

Gleiches gilt auch für Schäden, die (vermutlich) durch Dritte verusacht wurden. Etwa an einem ordnungsgemäß geparkten Car Sharing-Fahrzeug. Der Kunde haftet grundsätzlich nur für Schäden, die er selbst verursacht hat. Wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Schaden außerhalb der Mietzeit durch Einwirkungen Dritter entstanden ist, muss der Kunde dafür nicht aufkommen.

Das Falschparken-Ticket wird durch Gebühren noch teurer

Wird ein Auto im Park- oder Halteverbot oder gar verkehrsbehindernd abgestellt, lässt das Verwarnungs- oder Bußgeld nicht lange auf sich warten. Der Car Sharing-Anbieter kann durch die Ein- und Auslogg-Daten den Verantwortlichen ausfindig machen und leitet das Falschparken-Ticket weiter. Oft versehen mit einem Aufschlag, denn er lässt sich seinen Aufwand durch eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr entlohnen.

Grundregeln für Car Sharing-Nutzer

Vor Anmietung über Preise, sonstige Gebühren und Extrakosten informieren.

Vor jeder Fahrt das Fahrzeug sorgfältig auf Schäden und Mängel checken. Gefundene Schäden müssen dem Anbieter direkt gemeldet oder in einem Handbuch im Auto eingetragen werden. Außerdem sollte man prüfen, ob alle wichtigen Dokumente wie Tankkarte, Parkkarte oder Parkausweis im Auto liegen.

Die Tankregelung vor dem Start klären: Die meisten Anbieter betanken ihre Wagen selbst, räumen den Nutzern allerdings Freiminuten ein, wenn diese das Auftanken übernehmen. Dafür liegen meist Tankkarten bereit.

Den Versicherungsschutz kontrollieren.

Vor der Fahrt über die maximale Kilometeranzahl informieren. Wird diese Grenze überschritten, können Zusatzkosten anfallen.

Was tun nach einem Unfall?

Einen Unfall sofort  melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Keinesfalls ein Schuldanerkenntnis unterschreiben. Meist ist der Nutzer nach den AGB auch verpflichtet, die Polizei in jedem Fall beizuziehen, die aber nicht jeden Bagatellunfall aufnimmt. Gerade dann ist es wichtig, die Adressen von Unfallbeteiligten und  Zeugen zu notieren – und vor allem die Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge.

Klaus Justen
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Klaus Justen

Journalist bei Textpool
Klaus Justen hat langjährige Erfahrung in der Automobilbranche und in der Konzeption und Produktion von Print- und Onlinemedien. Er war als Leitender Redakteur bei Automagazinen in der Schweiz und Deutschland tätig und ist Autor für Print- und Onlinemagazine. Spezialgebiet sind neben Auto- und Technikthemen Ratgeberbeiträge rund ums Thema Geld und Auto.
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