Am 10. Oktober 2018 startete der Carsharing-Anbieter Oply in Hamburg nach München in der zweiten deutschen Stadt. Nach Angaben des in Berlin ansässigen Unternehmens sollen bis Ende 2019 weitere Städte in Deutschland für das nachbarschaftsorientierte Carsharing-Projekt erschlossen werden. Auch eine Expansion in weitere europäische Märkte sei mittelfristig geplant.

Oply in München

Im März 2018 ging Oply mit 100 Fahrzeugen in 41 Nachbarschaften in München an den Start. Weil das flexible und nachbarschaftsbasierte Angebot in München sehr gut angenommen wurde und die gesteckten Ziele übertroffen wurden, wird Oply die zur Verfügung stehende Flotte sowie Fläche noch in diesem Jahr aufstocken.

Das Prinzip Oply

Bei Oply ist jedes Fahrzeug in einer Nachbarschaft zu Hause, in die es nach seiner Nutzung wieder zurückgebracht wird. Damit ist immer ein Auto direkt vor der Haustür, wenn es gerade benötigt wird. Und genau das ist der Plan: Das Unternehmen will in all den Fällen eine echte Alternative sein, in denen die Menschen ein Auto benötigen. Vom Wocheneinkauf über den Umzug bis zum Wochenendtrip und zur Urlaubsreise.

Als erster Anbieter ermöglicht Oply sowohl die spontane Kurzzeitnutzung als auch im Voraus geplante längere Nutzungsdauern. Hierfür stellt das Unternehmen zwei Buchungsoptionen zur Verfügung: FLEX und PLAN.

Mit der FLEX-Buchung können Nutzer kurzfristig Autos ab 6 Euro pro Stunde mieten.. Der Nutzer kann das Fahrzeug jederzeit zurückgeben und muss sich vorab nicht festlegen, wann er das Auto wieder zurück bringt. Mit der PLAN-Buchung sind dagegen längere Nutzungsdauern möglich. Für bis zu 27 Tage und ab sechs Monate im Voraus kann der Kunde „sein“ Auto buchen, auch für Reisen ins Ausland.

Oply stellt vier Fahrzeugkategorien zur Verfügung. Kompakte Stadtautos und Familienwagen, die beide mit Kindersitz ausgestattet sind. Zudem Transporter und Sport-Cabrios. Buchbar sind die Angebote nach der Registrierung über die App und die Webseite https://www.oply.com.

Oply in Hamburg

„Wir sehen auch in Hamburg großes Potenzial, mit unserem neuen zonenbasierten Carsharing-Modell die Lücken zwischen den bisherigen Mobilitätsanbietern zu schließen“, sagt Katharina Wagner, Geschäftsführerin der Oply GmbH. „Unsere Vision ist, dass jeder Hamburger in Zukunft mühelos auf das eigene Auto verzichten kann. Wie in vielen Städten steht auch in Hamburg einem umfangreichen Verkehrsangebot ein nach wie vor hoher Anteil privater Fahrzeuge gegenüber. Die zunehmenden Verkehrsprobleme sind mit Individualverkehr nicht mehr zu lösen. Hier sind neue Konzepte gefragt. Oply ergänzt den Mobilitätsmix aus ÖPNV, Taxi, Fahrrad und Free-Float-Carsharing und stellt den Hamburgern für jeden Anlass ein Auto in der Nachbarschaft zur Verfügung.“

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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