Das Chevrolet Corvette Z06 Cabrio sollte eigentlich Z07 heißen. Schließlich werden das „Einstiegsmodell“ Stingray sowie die mittlere Version Grand Sport als C7 bezeichnet. Was nichts anderes zu bedeuten hat, dass die seit 1952 gebaute Corvette in der siebten Generation unterwegs ist. Übrigens ist diese Corvette Z06 das erstmals als Cabrio im Portfolio.

Die erste Begegnung mit der Corvette C7 Stingray als Cabrio hatte ich Ende April 2014 in Kalifornien. Hier ein paar Auszüge meiner Erlebnisse im Sonnenstaat:

Erlebnis Kalifornien

Mag ja sein, dass der gemeine Europäer die Corvette für einen Spritschlucker hält. Stammtischparolen halt, sinnlos dahingeplappert, aber nie selbst erlebt und erst recht nicht erfahren.

Der erste Blick verharrt auf ihrem Körper, dem Lust und Leidenschaft aus jeder Pore strömt. Ihre Grundform nie verleugnend und daher eine Ikone wie das deutsche Pendant ewiger Sportlichkeit aus Zuffenhausen. Jedoch mit einer längeren Historie.

Ikone Corvette

Vorgestellt in New York geriet die C1 im ersten Anlauf zum Klassiker. Seitdem folgen sämtliche Corvettes dem gleichen Prinzip: Motor vorn, Antrieb hinten, seit 1957 mit dem Small-Block-V8 als Antrieb.

Die langen Kotflügel tragen auf beiden Seiten das Bild des Stachelrochens, des Stingray, der sich als Namenszusatz der Corvette seit der zweiten Generation, gebaut von 1963 bis 1967, etablierte. Jetzt feiert er eine Renaissance. Zu Recht, wie die stechend scharfen Formen der C7 beweisen.

Ins Interieur, vormals öfter mal gescholten, hat hohe Qualität Einzug gehalten. Die verwendeten Materialien – Leder, Mikrofaser-Veloursleder, Aluminium und Karbonfaser – sind herausragend in Handarbeit veredelt. Die Basis der passgenauen Sportsitze bildet ein Leichtbau-Magnesiumrahmen.

Sparsamer Supersportwagen

Übrigens einer der vielen Gründe, warum ein Corvette Cabrio trotz voluminösem 6,2-Liter-Motor nicht mal 1,6 Tonnen Leergewicht auf die Waage bringt. Cruisen über amerikanische Interstates senkt den Spritverbrauch auf fast schon unglaubwürdige sechs Liter. Verantwortlich sind unter anderem die Zylinderabschaltung,  die den aus einem V8 einen Vierzylinder macht sowie die hochmoderne Benzindirekteinspritzung.

So bleibt der Stingray seinem Namen treu. Schließlich gleiten auch echte Rochen die meiste Zeit im Energiesparmodus. Dazu muss der Eco-Modus gewählt werden, eine von fünf Einstellungen für die Corvette C7, neben dem Tour-Modus für lange Autobahnfahrten, dem Weather-Modus für Regen oder Schnee, Sport für die schnelle Kurvenhatz auf Landstraßen und dem Track-Modus für heiße Runden auf der Rennstrecke.

Dabei sorgt die Magnetic Selective Ride Control von General Motors für spurgenaue Bodenhaftung: In Sekundenbruchteilen werten Sensoren im Fahrwerk die Beschaffenheit der Fahrbahn aus und bügeln jede Unebenheit glatt.

So wurden die Malibu Mountains und ihre Canyons zum Jagdrevier meines Rochens …

und hier geht es zum Steckbrief der Z06.

 

 

Franz-Josef Seidl

Franz-Josef Seidl

Fotograf bei FJS-Foto
Franz-Josef Seidl - gelernter Fotograf, ist seit 1994 als freischaffender Bildjournalist, Portrait- und Modefotograf in fast aller Welt unterwegs. Seit 2008 gibt es das Fotostudio "HAUSEN 11" in Kirchheim bei München, in dem Portraits-, Fashion-, Beauty-, Business-, und Bewerbungsfotos entstehen. Darüber hinaus fotografiert Franz-Josef Seidl Produkte wie Autos und Motorräder. Einen Namen hat sich Franz-Josef Seidl auch als Theater-Fotograf gemacht. Dafür wird er in alle bekannten Opern- und Theaterhäuser eingeladen. FJS-Foto ist mit seiner Kamera in vielen DAX-Unternehmen Deutschlandweit sowie als Reportagefotograf weltweit tätig.
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