Der Zebrastreifen, oder auch Fußgängerüberweg genannt, ist ein wichtiger Aspekt für die Überquerung einer Straße.

So haben Fußgänger und nach § 24 StVO (Straßenverkehrsordnung) auch Benutzer von Rollstühlen, Inline-Skater, Rollschuhfahrer und Rollerfahrer, absoluten Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern. Die einzige Ausnahme sind Schienenfahrzeuge: So brauchen beispielsweise Straßenbahnen an Zebrastreifen nicht anhalten.

Richtiges Verhalten vor einem Zebrastreifen

Auto- oder Motorradfahrer müssen sich einem Fußgängerüberweg mit mäßiger Geschwindigkeit nähern und anhalten, wenn jemand die Straße überqueren möchte. Außerdem gibt es ein Halte- und Parkverbot auf dem Zebrastreifen selbst wie auch im Bereich von fünf Metern vor dem Überweg sowie ein Überholverbot. Bei Nichtbeachtung drohen ein Bußgeld von 80 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister.

Für Radfahrer gelten die gleichen Regeln. Einfach vorbeischlängeln ist nicht erlaubt. Auch sie müssen sich mit mäßiger Geschwindigkeit nähern, den Benutzern von Zebrastreifen den Vorrang lassen und dürfen dort nicht überholen. Wer dagegen mit dem Rad die Fahrbahn auf einem Zebrastreifen überqueren möchte, hat nur Vorrang vor dem übrigen Straßenverkehr, wenn er vom Fahrrad absteigt und schiebt. Fahrend den Zebrastreifen zu überqueren, ist zwar nicht verboten, kommt es jedoch zu einem Unfall, trägt der Radler Mitschuld.

Rechte und Pflichten von Fußgängern

Einfach blind über die Straße laufen, am besten noch auf dem Handy spielen und Kopfhörer tragen, ist leider oftmals ein schlechtes Verhaltensmuster von Fußgängern. Einfache Verhaltensregeln tragen zu einer sicheren Überquerung bei. So sollten sie immer kurz am Fußgängerüberweg warten, bis der übrige Verkehr sie gesehen hat und tatsächlich anhält.

Blickkontakt aufnehmen ist dabei hilfreich. Generell sollte nämlich andersherum auch für Autofahrer erkennbar sein, dass ein Fußgänger die Absicht hat, die Straße zu über­queren. Niemals dürfen sich Fußgänger blind darauf verlassen, dass ein Fahrzeug auch tatsächlich anhält. Nicht unterschätzt werden sollte auch das Verhalten von Kindern, die oftmals an Zebrastreifen einfach über die Straße rennen und darauf vertrauen, dass die Autos entsprechend reagieren.

Dietmar Stanka