Es war ein schwerer Start für die IAA Mobility in München.

Baustellen durchzogen und durchziehen auch weiterhin die Landeshauptstadt, sodass die Blue Lane eher wie ein Witz wirkte. Die Open Spaces, angesiedelt an berühmten Plätzen der Stadt waren dagegen ein perfekter Zuschauermagnet. Auch draußen in den Riemer Messehallen waren neben Presse- und Fachbesuchern viele interessierte Menschen unterwegs. Insgesamt wurden mehr als 400.000 Besucher gezählt.

Die Höhepunkte der Messe

Die IAA Mobility 2021 stand eindeutig im Zeichen der Elektromobilität. Wären da nicht der CNG-Club oder auch das Münchner US-Autohaus GeigerCars vor Ort gewesen, konnte fast der Eindruck entstehen, als ob es nichts anders mehr an Antriebsarten geben wird. Weit gefehlt natürlich.

Natürlich werden weiterhin Benziner und Diesel angeboten. Beispielweise in Kombination mit einem Elektromotor als Mild- oder Vollhybrid. Oder auch mit Wasserstoff betrieben, wie der BMW X5 mit Brennstoffzelle. Oder aber auch die vielen neuen Modelle des Münchner Automobilherstellers mit der 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie. Daneben gab es auch die neuen 2er Coupés mit Benzin- und Dieselantrieb zu bewundern.

Die rumänische Dependance von Renault war mit dem Dacia Jogger, einem MPV mit bis zu sieben Sitzen in München zu sehen. Unter der Haube die konventionelle Motorenpalette die unter anderem den Duster antreibt. Auch mit auf der IAA war der kleine, rein elektrisch angetriebene Dacia Spring, über den wir bereits berichteten. Mutter Renault zeigte den Mégane E-Tech sowie eine elektrische Hommage an den Renault 5 aus den 1970er Jahren.

Smart in groß

Das Smart Concept 1 hat mit dem Urgedanken eines winzigen Stadtflitzers nichts mehr zu tun. Die Studie ist ein Fünfsitzer mit einer Länge von 4,29 Metern und zeigt Anleihen an Crossover-Modelle. Bei Volkswagen stand auf der ersten Etage oberhalb des eigentlichen Messestands der neue T7, der wohl auch künftig hauptsächlich mit einem Diesel die Produktionsbänder in Hannover verlassen wird. Auch wenn er erstmals auch als Plug-in-Hybrid zu bekommen ist. Elektrisch wird der ID. Life, ein Kleinwagen, dessen Markteinführung aber noch ein bisschen dauern wird.

Die Daimlers zeigten unter anderem die elektrische E-Klasse namens EQE. Sozusagen die Business-Klasse des EQS mit nahezu allen wesentlichen Funktionen des größeren Bruders. Der CEO der Daimler AG, Ola Källenius, äußerte sich zufrieden mit der IAA Mobility: „Die IAA in München sei „ein klares Signal für den Wandel der Branche: eine neue Messe, mit neuem Konzept, in einer neuen Stadt – und endlich auch wieder mit Gästen vor Ort“.

Unser Fazit

Wären da nicht die Chaoten und Demonstranten unterwegs gewesen, hätte die IAA deutlich mehr glänzen können. Es ist eh ein seltsames Unterfangen gewesen, dass vermeintliche Umweltschützer gegen diese Messe protestierten. Schließlich präsentierten sich Startups mit neuen Konzepten für den urbanen Verkehr und außerdem 75 Fahrradmarken. Last but not least ist zu erwähnen, dass 67 Prozent der Besucher jünger als 40 Jahre waren. Auch hier ein klares Bekenntnis dieses Teils der Bevölkerung für ein umfassendes individuelles Mobilitätskonzept mit dem Automobil.

Dietmar Stanka