Im September stellte Volkswagen die komplette Produktpalette der Plug-in-Hybride vor.

Schauplatz war die spektakuläre Küste Norwegens in der Nähe der Stadt Molde und die von Brücken überspannte Atlantikstraße. Angefangen beim VW Golf eHybrid und GTE, über den Tiguan eHybrid zum Passat GTE und den Arteon eHybrid als Limousine und Shooting Brake bis hin zu den beiden Touareg eHybrid und R.

VW Golf eHybrid und VW Golf GTE

Im vergangenen Jahr berichtet wir ausführlich über Testfahren mit dem VW Golf eHybrid und VW GTE. Volkswagen legte den Golf eHybrid mit einer Systemleistung von 150 KW (204 PS) mehr auf Komfort aus, während der GTE mit seine Systemleistung von 180 kW (245 PS) den Sportler raushängen darf. Beide Modelle verfügen über einen 13 kWh fassenden Akku, der elektrische Reichweiten von 82 Kilometern (eHybrid) respektive 60 Kilometern beim GTE ermöglichen soll.

Die Schaltarbeit übernimmt stets edas serienmäßiges 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG. Auf längeren Reisen kann für die Einfahrt in ein urbanes Zielgebiet elektrische Energie reserviert werden, um lokal emissionsfrei in der Stadt unterwegs zu sein.

VW Tiguan eHybrid

Der VW Tiguan eHybrid verfügt über das gleiche Antriebs- und Leistungspaket wie der Golf GTE. 180 kW (245 PS) stark soll er über eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometern verfügen. Beim Tiguan kann manuell der GTE-Modus aktiviert werden, bei dem dann ein maximales Systemdrehmoment von 400 Newtonmeter zur Verfügung stehen.

Die Batterie, die im Boden vor der Hinterachse angeordnet ist, wird wie bei allen anderen Plug-in-Hybriden von VW ausschließlich per Wechselstrom geladen. Mithilfe eines Stecker-Ladegeräts an der konventionellen Haushaltssteckdose mit max. 2,3 kW oder an einer Ladesäule bzw. Wallbox mit bis zu 3,6 kW.

VW Passat GTE Variant

Der Passat GTE Variant ist einer von wenigen Kombis seiner Klasse mit Plug-In-Hybridantrieb. Die Kombination aus TSI und Elektromotor  erreicht eine Systemleistung von 160 kW (218 PS). Bis zu 56 Kilometer (WLTP) kann der Passat GTE Variant lokal emissionsfrei im E-Mode gefahren werden. Wann immer möglich, wird der TSI zudem temporär abgeschaltet und vom Antriebsstrang getrennt, um die kinetische Energie, auch Segeln genannt, zu nutzen.

VW Arteon eHybrid und VW Arteon eHybrid Shooting Brake

Die wohl im Moment elegantesten Modelle von VW sind der Arteon und der Arteon Shooting Brake. Als Plug-in-Hybride haben bei eine Systemleistung 160 kW (218 PS) Die elektrische Reichweite reicht bei der Limousine nach Angaben des Herstellers bis zu 59 Kilometer. Mit dem elektrischen Booster wird ein Systemdrehmoment von 400 Nm erreicht. Beide Arteon Modelle beschleunigen in nur 7,8 Sekunden auf 100 km/h und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h.

Angeboten werden der Arteon eHybrid und der Arteon Shooting Brake in den zwei gehobenen Ausstattungslinien Elegance und R-Line. Elegance bietet eine betont edle Konfiguration, während die R-Line stärker auf Dynamik setzt.

VW Touareg eHybrid und VW Touareg R

Unter der Haube steckt neben einem Elektromotor jeweils ein 3-Liter-V6-Benziner. Beide Varianten des Touareg kommen auf  eine elektrische Reichweite von bis zu 47 Kilometern (WLTP). Während der Touareg eHybrid eine Systemleistung von 280 kW (381 PS) erreicht, sind es beim Touareg R satte 340 kW (462 PS). Besonders erwähnenswert sind die Anhängelast von 3,5 Tonnen sowie der Trailer Assist, durch den das Rückwärtsrangieren mit einem Anhänger deutlich erleichtert wird.

Der Touareg ist zudem der erste VW, der im Rahmen der Systemgrenzen bis zu einer Geschwindigkeit von 250 km/h assistiert gefahren werden kann. Dabei reagiert der SUV nicht nur auf den vorausfahrenden Verkehr, sondern auch auf Geschwindigkeitsbeschränkungen und die Straßenführung  wie Kurven, Kreisverkehre und Kreuzungen.

Zudem ist der Touareg ebenfalls der erste Volkswagen, der mit dem neuen Park Assist Plus mit Fernbedienung per Smartphone-App automatisiert ein- und ausgeparkt werden kann.  Besonders leise funktioniert dies bei dem beim eHybrid und dem R im rein elektrischen E-Mode.

Plug-in-Hybride von Volkswagen

Fazit

Eines ist klar und wird von uns Gebetsmühlenartig bei jedem Plug-in-Hybriden erwähnt. Diese Fahrzeuge müssen so oft wie nur möglich an die Steckdose. Am besten an eine, die von der Solaranlage des eigenen Hauses betrieben wird. Ob sich ein Plug-in-Hybrid außerhalb der steuerlichen Betrachtung wirklich lohnt, sollte anhand einer Bedarfsanalyse festgestellt werden. Wie uns VW Mitarbeiter zudem verraten haben, steht die nächste Generation der Plug-in-Hybride bereits in den Startlöchern. Ab 2023 soll nicht nur die Batteriekapazität, sondern auch die Ladekapazität und die Reichweite erhöht werden.

Dietmar Stanka