VW Crafter

Vor einem knappen Jahr war ich in der Ecke um Almeria das erste Mal mit dem neuen VW Crafter unterwegs. Im Gegensatz zum Vorgänger ein Eigengewächs aus dem Hause Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover. Gebaut in einem niegelnagelneuen Werk im polnischen Wrzesnia. Neben der Produktionsstätte  in Poznań-Antoninek ist dies der zweite Produktionsstandort der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge in Polen. Das Unternehmen Volkswagen Poznań besteht seit über 20 Jahren. Neben dem Caddy wird dort der Volkswagen Transporter für Märkte weltweit gebaut.

Die Vielfalt der Derivate des VW Crafter

Insgesamt 69 verschiedene Konfigurationen erlaubt der VW Crafter. Nimmt man dann noch das Schwestermodell, den MAN TGE dazu, wird die Vielfalt noch größer. Aber das ist ein anderes Thema. Starten wir bei den drei Längen, die von 5,90 Meter, über 6,80 Meter bis hin zu 7,40 Meter reichen.

Dazu drei Höhenmaße von 2,30 Meter über 2,60 Meter bis 2,80 Meter. Längen und Höhen lassen nun verschiedene Kombinationen zu. Der niedrigste VW Crafter ist der H2, den es nur als L3, ergo in der kürzesten Version gibt. Der H3, der mittelhohe Vertreter, ist in allen drei Längen L3, L4 und L5 zu bekommen. Der höchste Crafter, der H4 ist nur als L4 und L5 bestellbar.

Daneben sind für die diversen Aufbauwünsche Einzelkabinen mit allen Chassislängen sowie die Doppelkabine in L3 und L4 orderbar. Außerdem ist der VW Crafter mit Frontantrieb, Hinterradantrieb und dem Allradantrieb 4MOTION zu bekommen. Last but not least stehen für die Antriebsversionen Front und Hinterrad optional eine Achtgang-Automatik zur Wahl. Ansonsten wird der VW Crafter manuell über ein Sechsgang-Getriebe geschaltet.

Die Motorenpalette

Die Basis bildet immer der 2-Liter-Diesel mit der internen Bezeichnung EA  288Nutz. Drei Mono-Turbos mit 75 kW (102 PS), 90 kW (122 PS) und 103 kW (140 PS) bilden die Basis, an der Spitze steht der 130 kW (177 PS) starke Bi-Turbo.

Das Fahrverhalten

Auf meiner Fahrt Ende September 2017 durch das Burgenland und Niederösterreich war ich wieder einmal von der Handlichkeit des neuen VW Crafter begeistert. Mit der elektromechanischen Lenkung lässt sich der Transporter wie ein Golf um die Ecken zirkeln. Zudem sind nützliche Helfer wie der Seitenwindassistent, der Park- und Anhängerangierassistent sowie der vor allem in engen Gassen hilfreiche sensorgesteuerten Flankenschutz an Bord.

Fazit

Volkswagen Nutzfahrzeuge kann mit dem Crafter viele Kunden gewinnen. Die vier wichtigsten Branchen definierten die Hannoveraner mit den Kurier- und Logistik-Diensten, mobilen Werkstätten, Handwerkern sowie dem Baugewerbe und der Forstwirtschaft. Dazu kommen der Personentransport, Polizei und Militär, Rettungswagen sowie spezielle Anwendungen.

Fotos: Stephan Lindloff

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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