Innerhalb von 20 Jahren 109.000 Mitarbeiter and 290 Standorten in 35 Ländern aufzubauen, zeugt von einer willensstarken Schaffenskraft mit einer Vielzahl von Innovationen für die Automobilindustrie

2017 erzielte der im französischen Nanterre bei Paris ansässige Konzern einen Umsatz von knapp 17 Milliarden Euro. Damit gehört Faurecia weltweit zu den zehn größten Automobilzulieferern.

 

Historischer Rückblick

Aus dem Übernahmeangebot im Dezember 1997 der PSA-Tochter ECIA  an den Autositzhersteller Bertrand Faure entstand kurze Zeit später der neue Automobilzulieferer Faurecia. Erstmals präsentierte sich das damals noch an weltweit 100 Standorten mit 30.000 Mitarbeitern tätige Unternehmen 1998 auf dem Pariser Autosalon.

Mit einer Reihe von strategischen Akquisitionen, darunter Sommer Allibert in 2000, EMCON Technologies in 2010, Amminex in 2017 sowie HUG Engineering AB in 2018 übernahm Faurecia Schritt für Schritt eine führende Rolle in den den drei Geschäftsbereichen Seating, Interiors und Clean Mobility ein. Das Ergebnis: Jedes dritte Auto weltweit enthält Technologie von Faurecia.

Die wichtigsten Meilensteine von Faurecia

Zusammen mit PSA wurde 1999 für den Peugeot 607 der erste Dieselpartikelfilter entwickelt. Heute enthält mittlerweile jedes vierte Auto weltweit Abgassysteme von Faurecia. Im Jahr 2007 präsentierte Faurecia mit dem Luxus Concept Car „Premium Attitude“ eines der ersten Fahrzeugkonzepte, die auf einer bahnbrechenden Vision für den Innenraum der Zukunft basierten.

Zudem konnte Faurecia ab 2012 als weltweit erster Zulieferer die komplette Ausstattung der Mercedes S-Klasse mit von Hand genähten Sitzbezügen aus Echt- und Kunstleder realisieren.

Zukunftsstrategien Cockpit der Zukunft und emissionsfreie Mobilität

Auf der Mondial Paris Motorshow 2018 zeigte Faurecia neue Trends für smarte Fahrzeuginnenräume und nachhaltige Mobilität. Dazu gehören unter anderem die adaptive, vorausschauende und personalisierte Innenraumbeleuchtung in Kooperation mit Hella. Des Weiteren eine polymorphe Instrumententafel als neuer Wegweiser für den Fahrkomfort der Zukunft. Last but not least innovative Sound-Bubbles mit speziellen Software-Algorithmen für ein optimal ausbalanciertes räumliches Klangerlebnis.

Nachrüstungslösung für Dieselfahrzeuge

Das seit 2016 zu Faurecia gehörende dänische Unternehmen Amminex hat mit BlueFit eine Hardware-Nachrüstlösung für die Reinigung von Dieselabgasen entwickelt. Damit kann der Emissionsstandard von Euro 6 unter realen Fahrbedingungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen werden.

In der Testphase mit einem herkömmlichen mittelgroßen Dieselfahrzeug mit einem 1,5-Liter-Motor der Euro-5-Norm wurden ohne vor dem Einsatz von BlueFit NOx-Werte in Höhe von 800 mg (Sommer) und bis zu 1.300 mg (Frühling) ermittelt. Nach der Nachrüstung wurden nur noch 40 mg NOx gemessen.

„Wir freuen uns sehr über die Testergebnisse und Leistung von BlueFit unter realen Fahrbedingungen“, so Tue Johannessen, Chief Technology Officer von Amminex. „Damit zeigen wir, dass eine Nachrüstung von bestehenden Euro 5-Dieselfahrzeugen das NOx-Problem ohne negative Auswirkungen auf Fahrbarkeit und Leistung lösen kann.“

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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