Historischer Rückblick auf den Fiat 124 Spider

Der Fiat 124 war nicht nur das Brot- und Butterauto der Italiener in den 70er-Jahren, die Limousine überlebte in verschiedenen Lizenzversionen sogar bis zum Jahr 2010. In der gleichen Baureihe tummelten sich aber noch das seltene Coupé und das signifikanteste Familienmitglied: der Fiat 124 Spider.

1966 erlebte er sein Debüt auf dem Turiner Autosalon und wurde sagenhafte 19 Jahre lang produziert. Diese Zeitspanne hat das Modell mit nur kleinen optischen Veränderungen und 198 107 gebauten Exemplaren erfolgreich hinter sich gebracht.

Leistungskanone Fiat 124 Spider Abarth

90 PS aus einem 1,4-Liter-Triebwerk waren im Sommer 1966 das Maß der Dinge. Mit der Einführung neuer Motoren mit bis zu zwei Liter Hubraum stieg die Palette bis auf 128 PS. Letztgenannte Leistungsspitze verhalf dem Fiat Abarth 124 Rally zum Sprung in weltmeisterliche Sphären. Die Turiner errangen mit diesem Fahrzeug 1973 den Titel des Vize-Markenweltmeisters im Rallyesport. Das Team Donatella Tomin/Lucia Mamolo wurde im gleichen Jahr Damen-Rallye-Europameister.

Die sportlichen Erfolge wurden aber nicht mit der Straßenversion des Abarth erreicht. Es waren die anfangs 165 PS leistenden und dann bis zu 220 PS starken Wettbewerbsfahrzeuge, die sich vor allem durch mattschwarze Hauben und Kotflügelverbreiterungen von der Serie abhoben.

Die Krönung zum Ende der Lebenszeit des offenen 124 war allerdings der Spidereuropa Volumex. Mit 135 PS schaffte das von Abarth getunte und mit einem Roots- Kompressor aufgeladene Cabrio glatte 190 Sachen. Die Auflage von 500 Stück wurde nur in Schwarz und Weinrotmetallic ausgeliefert, kostete 32 500 Mark und wurde 1984 und 1985 gebaut.

In den USA ein Renner

Rund 170 000 Exemplare wurden jenseits des großen Teichs verkauft. Viele der heute hierzulande angebotenen Klassiker fanden wieder den Weg zurück aus den USA nach Europa. Ob sich der neue Fiat 124 Spider einen ebensolchen Platz in den Herzen der Fans erobern kann, wird sich weisen. Unsere Anerkennung hat er sich im Auto360.de-Test bereits verdient. Den 124 Abarth nehmen wir uns im September vor. Selbstverständlich mit mattschwarzer Haube und einer Power von 170 PS.

Franz-Josef Seidl

Franz-Josef Seidl

Fotograf bei FJS-Foto
Franz-Josef Seidl - gelernter Fotograf, ist seit 1994 als freischaffender Bildjournalist, Portrait- und Modefotograf in fast aller Welt unterwegs. Seit 2008 gibt es das Fotostudio "HAUSEN 11" in Kirchheim bei München, in dem Portraits-, Fashion-, Beauty-, Business-, und Bewerbungsfotos entstehen. Darüber hinaus fotografiert Franz-Josef Seidl Produkte wie Autos und Motorräder. Einen Namen hat sich Franz-Josef Seidl auch als Theater-Fotograf gemacht. Dafür wird er in alle bekannten Opern- und Theaterhäuser eingeladen. FJS-Foto ist mit seiner Kamera in vielen DAX-Unternehmen Deutschlandweit sowie als Reportagefotograf weltweit tätig.
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