Der neue Ford Puma Hybrid Rally1 wird mit nichtfossilen Kraftstoffe und Hybrid-Technologie in die Rallye-Weltmeisterschaft geschickt.

Der neue Turbo-Allradler geht ab dem 20. Januar bei der Rallye Monte Carlo erstmals an den Start. Craig Breen aus Irland, der Franzose Adrien Fourmaux und der Brite Gus Greensmith sollen alle 13 geplanten Läufe des aktuellen Jahres bestreiten. Für den Saisonauftakt bei der berüchtigten „Monte“ konnten M-Sport und Ford den neunfachen Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb gewinnen, der diese Rallye siebenmal gewann.

Der nagelneue Ford Puma Hybrid Rally1

Der neue Puma Hybrid Rally1 ist das erste Wettbewerbsfahrzeug von Ford mit elektrifiziertem Antrieb. Technologisch setzt er auf dasselbe Grundprinzip, das auch im Serienmodell Ford Puma EcoBoost Hybrid zum Einsatz kommt. Mit dem Hybridsystem wird wie auch im Serienauto Energie beim Bremsen oder bei der Gaswegnahme zurückgewonnen.

Diese Rekuperation speist eine 3,9 kWh große Batterie. Die darin gespeicherte Energie unterstützt den rund 279 kW (380 PS) starken 1,6-Liter-EcoBoost-Vierzylinder-Turbo in mehreren Intervallen für jeweils drei Sekunden mit einem Zusatzschub von 100 kW (136 PS).

Damit erreicht die Systemleistung des 1.260 Kilogramm leichten Allradlers temporär über 368 kW (500 PS). Dies ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in sagenhaften 3,2 Sekunden. Geschaltet wird mit einem sequenziellen Fünfgang-Getriebe. Der Allradantrieb verteilt die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse im Verhältnis von 50:50. Für eine optimale Traktion sind an der Vorder- und an der Hinterachse Differenzialsperren im Einsatz.

Emissionsfrei und ein CO2-neutraler Kraftstoff

Während der Reparaturpausen im Service-Park kann die Batterie des Puma Hybrid Rally1 an der Steckdose aufgeladen werden. Dadurch kann das Rallyeauto auf Verbindungsetappen, beispielsweise im öffentlichen Straßenverkehr oder auf speziell markierten Abschnitten, elektrisch fahren.

Für eine komplette Akkufüllung genügen rund 25 Minuten. Für einen CO2-neutralen Fußabdruck sorgt auch der spezielle Treibstoff, der ab dieser Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft für die Rally1-Topklasse zum Einsatz kommt. Er besteht aus einer Mischung aus synthetischen und biologisch hergestellten Komponenten.

Für Ford spiegelt der Puma Hybrid Rally1 das rückhaltlose Bekenntnis zur Elektromobilität wider. Dazu Mark Rushbrook, Direktor von Ford Performance: „Wir bei Ford bekennen uns ganz klar zur elektrisierten Zukunft des Automobils. Wenn wir den Puma Hybrid Rally1 von M-Sport Ford den gnadenlosen Streckenverhältnissen und Wetterbedingungen der Rallye-WM aussetzen, dann bringt uns dies auch bei der Entwicklung faszinierender Elektroantriebe für unsere Serienfahrzeuge weiter und kommt damit am Ende dem Kunden zugute.“

25-jähriges Jubiläum der Partnerschaft von M-Sport und Ford

Seit 1997 blicken Ford und das nordenglische Rallye-Team auf sieben gemeinsam errungene WM-Titel und mehr als 1.500 absolvierte Wertungsprüfungen zurück. In diesen 25 Jahren wurden ikonische Rallye-Fahrzeuge wie der Ford Focus RS WRC oder auch der Fiesta WRC zu Rallye-Ikonen. M-Sport Ford hat zudem einige Rekorde aufgestellt. Darunter auch der für die meisten Zielankünfte mit 208 Punkten in Folge in der Konstrukteurswertung.

Ford Puma Hybrid Rally1 mit Adrien Fourmaux

Das Fahreraufgebot von M-Sport Ford für die Rallye-WM-Saison 2022

Craig Breen/Paul Nagle (IRL/IRL)

Erster WM-Lauf: Rallye Portugal 2009. Gefahrene WM-Rallyes: 69. Wertungsprüfungs-Bestzeiten auf WM-Ebene: 22. Bislang errungene Fahrer-WM-Punkte: 288.

Adrien Fourmaux/Alex Coria (F/F)

Erster WM-Lauf: Rallye Monte Carlo 2019. Gefahrene WM-Rallyes: 26. Wertungsprüfungs-Bestzeiten auf WM-Ebene: 1. Bislang errungene Fahrer-WM-Punkte: 45.

Gus Greensmith/Jonas Andersson (GB/S)

Erster WM-Lauf: Wales-Rallye Großbritannien 2014. Gefahrene WM-Rallyes: 58. Bislang errungene Fahrer-WM-Punkte: 91.

Sébastien Loeb/Isabelle Galmiche (F/F)

Erster WM-Lauf: Spanien-Rallye Katalonien 1999. Gefahrene WM-Rallyes: 180. Wertungsprüfungs-Bestzeiten auf WM-Ebene: 925. Bislang errungene Fahrer-WM-Punkte: 1.727. Fahrer-WM-Titel: 9.

Dietmar Stanka
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