Die Markteinführung des neuen Ford Ranger Raptor ist für Ende 2022 geplant.

Mit einer Reihe von Informationen und Bildern stellen wir den Pickup mit dem 3 Liter großen EcoBoost-V6 Twin-Turbo und 212 kW (288 PS) schon jetzt ausführlich vor. Unter dem Motto „more powerful, more capable, tougher“ erlebte der neue Raptor am 22. Februar 2022 seine Weltpremiere.

Martialische Optik

Noch nie war ein Ford Ranger, auch wenn er Raptor hieß, so martialisch in seiner Optik. Die weit ausgestellten Radhäuser und die C-förmige Lichtsignatur an der Front unterstreichen die Fahrzeugbreite. Muskulös sind auch die Buchstabenfolge F-O-R-D im Kühlergrill und der robust wirkende Stoßfänger.

Serienmäßig verfügt der neue Ford Ranger Raptor über LED-Matrix-Scheinwerfer und LED-Tagfahrlichter. Unter den ausgestellten Kotflügeln sind 17-Zöller All-Terrain-Reifen im Format 285/70 R17 montiert. Die serienmäßige Anhängevorrichtung ist so angebracht, dass sie den hinteren Böschungswinkel nicht nachteilig beeinflusst.

Das Interieur des neuen Ford Ranger Raptor

Die im neuen Farbton „Code Orange“ gehaltenen Akzente auf Instrumententräger, Verkleidungen und Sitzen setzen sich in der bernsteinfarbenen Ambiente-Beleuchtung des Ranger Raptor fort. Das sportlich konzipierte Multifunktionslederlenkrad ist ebenso wie die Vordersitze beheizbar.

Die Instrumententafel ist 12,4 Zoll groß und komplett digital. Das gilt ebenso für den wie im Ford Explorer und dem Ford Mustang Mach-E senkrecht stehenden 12 Zoll großen Touchscreen in der Mitte des Armaturenbretts. Über diesen Bildschirm werden das Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 4 ebenso gesteuert wie viele andere Funktionen des Raptor.

Der Antrieb

Der 3,0-Liter-EcoBoost-V6-Motor mit Doppelturbo besteht aus hochverdichtetem Grauguss und 75 Prozent steifer als ein Motorblock aus herkömmlichem Grauguss. Der Motor ist von Ford Performance optimiert und leistet 212 kW (288 PS) und verfügt über ein Drehmoment von 491 Nm. Die Kraft wird über das bekannte 10-Gang-Automatikgetriebe übertragen. Jede einzelne Fahrstufe hat zudem eine individuelle Ladedruck-Kennlinie.

Im Vergleich zum 2,0 Liter großen EcoBlue-Dieselmotor mit vier Zylindern und Bi-Turbo-Aufladung des aktuellen Ranger Raptor mit 157 kW (213 PS) bietet das neue Kraftwerk einen signifikanten Leistungszuwachs. Dieses Triebwerk wird für die ab dem Frühjahr 2023 auf die Märkte kommenden Ford Ranger weiter zur Wahl stehen.

Fahr-Modi und Fahrwerk

Den neuen Ford Ranger Raptor kennzeichnen ein permanenter Allradantriebmit einem neuen, elektronisch bedarfsgesteuerten zweistufigem Verteilergetriebe sowie sperrbaren Differenzialen an Vorder- und Hinterachse sowie sieben Fahrmodi. Diese teilen sich auf drei Modi für den Straßenbetrieb und vier für den Offroad-Einsatz aus.

Im Einzelnen sind dies Normal, Sport, Gras/Kies, Stein/Fels, Sand/Schnee, Schlamm/Spurrillen und Baja.

Exklusiv im „Baja“-Modus ist das aus dem Rennsport entlehnte Anti-Lag-System aktiv. Es sorgt dafür, dass hoher Ladedruck über den gesamten Drehzahlbereich anliegt. Geht der Fahrer vom Gas, bleibt die Drosselklappe noch bis zu drei Sekunden geöffnet und sorgt auf diese Weise dafür, dass der Turbolader auf Touren bleibt.

Darüber hinaus verfügt der neue Ranger Raptor über eine Trail Control.  Eine Art adaptive Geschwindigkeitsregelanlage für Offroad-Passagen. Der Fahrer wählt ein Maximaltempo unterhalb von 32 km/h und der Pick-up übernimmt selbstständig das Bremsen und Beschleunigen.

Das Fahrwerk wurde grundlegend überarbeitet und überzeugt unter anderem mit neuen oberen und unteren Querlenker aus Aluminium. er maximale Federweg der Vorderräder legte um 20 auf 256 Millimeter zu, der Federweg der Hinterräder blieb dagegen mit 290 Millimetern gegenüber dem Raptor-Vorgänger unverändert.

Die FOX Live Valve-Stoßdämpfer neuester Generation ermöglichen dank moderner Steuerungstechnologie eine positionsabhängige Dämpfung. Mit einem Durchmesser von 2,5 Zoll sind sie die größten Dämpfer, die bis dato im Ranger Raptor zum Einsatz kommen. Ein spezielles Teflon-Öl reduziert die Reibung im Vergleich zum Vorgänger um rund 50 Prozent.

Mit der im Rennsport erprobten FOX Bottom-Out Control wird ein maximaler Dämpfungsdruck auf den letzten 25 Prozent des Federwegs sichergestellt, um dadurch ein Durchschlagen zu verhindern. Ebenso kann das System die hinteren Dämpfer versteifen, damit der Ranger Raptor bei harter Beschleunigung nicht einknickt.

Fazit

Der neue Ford Ranger Raptor war seinem nordamerikanischen Pendant optisch noch nie so nahe. Dazu kommt ein volumenstarker Motor, wie er ebenfalls noch nicht in einem europäischen Pickup zur Verfügung stand. Bis zum Ende des Jahres heißt es dennoch, ein bisschen Geld auf die Seite zu legen. Schließlich kostet der neue Ranger Raptor in Deutschland mindestens 64.990 Euro netto (77.338 Euro brutto).

Ford Ranger Raptor 2022

Verbrauchs- und Emissionswerte

Die offiziellen Verbrauchs- und Emissionswerte für den Ford Ranger Raptor liegen derzeit nicht vor, da das Typgenehmigungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Das Fahrzeug wird noch nicht zum Verkauf angeboten.

Dietmar Stanka
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