Viele Autofahrer werden von den ersten Winternächten eiskalt erwischt. Dabei lässt sich das Auto mit wenig Aufwand winterfit machen. Zehn Tipps, damit die kalte Jahreszeit möglichst stressfrei bleibt.

Tipp 1:

Jetzt ist allerhöchste Zeit, die Winterreifen aufziehen zu lassen. Beim Stöbern in der Garage oder beim Suchen nach dem Beutel mit den passenden Radmuttern kann man dann auch gleich die Frage klären, wo denn im letzten Mai der Eiskratzer und der Handfeger verstaut wurden. 

Tipp 2:

Eiskratzer gehören für Laternenparker zum absoluten Muss., denn bei winterlich tief stehender Sonne und vereisten Scheiben ist die Sicht gleich null. Am besten sind Eiskratzer mit stabilem Handgriff, einer glatten Kante gegen Eis und Reif und einer gezackten für dicke Eisschichten. Eine zusätzliche Gummilippe dient zum Abziehen nasser oder beschlagener Scheiben. Bequemer, aber auf Dauer nicht ganz billig sind Scheibenenteisersprays.

Tipp 3:

Unbedingt ins Auto gehört ein Handbesen, um Schnee von Dach, Kofferraum und Motorhaube zu entfernen.  Empfehlenswert sind auch Handschuhe, damit die Hände beim Eiskratzen und Freischaufeln nicht auskühlen.

Tipp 4:

Gummimatten mit Wabenmuster nehmen Schmutz und Schmelzwasser auf, das beugt schwer zu entfernenden Salzflecken auf dem Teppichboden vor.

Tipp 5:

Batterie checken. Rund zwei Drittel aller winterlichen ADAC-Einsätze gehen auf Startprobleme zurück. Ein kurzer Check vor der kalten Jahreszeit deckt Schwachstellen auf. Punkt eins: der Flüssigkeitsstand. Je nach Batterie kann man diesen von außen  prüfen, die Flüssigkeit in den Zellen muss die Markierung auf dem durchsichtigen Batteriegehäuse erreichen.  Bei Batterien, die sich aufschrauben lassen, müssen die Bleiplatten gut bedeckt sein. Nachgefüllt werden darf nur mit destilliertem Wasser. Ebenfalls überprüfen: Sitzen die Plus- und Minusklemmen fest, haben sich Schmutzkrusten gebildet? Wenn ja: Die Pole abbürsten und danach mit Polfett (gibt es im Zubehörhandel) bestreichen.  

Tipp 6:

Für alle Fälle sollte ein Starthilfekabel an Bord sein. Dann kann man liegengebliebenen Autofahrern Starthilfe geben – oder sich selbst helfen lassen, wenn die Batterie an akuter Schwäche leidet.

Tipp 7:

Das Scheibenwaschwasser braucht nun einen speziellen Reinigungszusatz mit Frostschutz; den nicht zu sparsam verwenden, denn sonst sind bei knackigen Minusgraden die Scheibenwischerdüsen im Nu eingefroren. Auch die Scheibenwischer verdienen einen prüfenden Blick. Ziehen sie Schlieren oder ist die Lippe gar eingerissen, muss Ersatz her. 

Tipp 8:

Zur perfekten Sicht gehören auch saubere Scheiben – und zwar von innen. Die Scheiben sollten regelmäßig gereinigt werden, denn verschmutzte Scheiben beschlagen schneller und schlucken enorm viel Licht. Zum Reinigen nimmt man einen einfachen Haushaltsglasreiniger wie Sidolin. Wer im Auto raucht, sollte einmal die Woche zum Putzlappen greifen. Eine Voraussetzung für beschlagfreie Scheiben  ist eine gute Entlüftung des Innenraumes. Daher: Laub und andere Fremdkörper aus dem Luftschacht vor dem Lüftungsgebläse entfernen. 

Tipp 9:

Kleinere Lackschäden sollte man am besten vor dem salzhaltigen Winter ausbessern und das Blech anschließend einwachsen, um dem Rost keine Chance zu geben.

Tipp 10:

Türdichtungen mit Pflegebalsam (als Pflegestift im Zubehörhandel) behandeln. Bei strengem Frost können sie sonst am Blech festkleben und reißen.

Klaus Justen
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Klaus Justen

Journalist bei Textpool
Klaus Justen hat langjährige Erfahrung in der Automobilbranche und in der Konzeption und Produktion von Print- und Onlinemedien. Er war als Leitender Redakteur bei Automagazinen in der Schweiz und Deutschland tätig und ist Autor für Print- und Onlinemagazine. Spezialgebiet sind neben Auto- und Technikthemen Ratgeberbeiträge rund ums Thema Geld und Auto.
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