Auf Basis eines Jeep Renegade testet GKN Automotive im schwedischen Arjeplog ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring.

Dieses Zweigang-Getriebe erlaubt das Schalten im Kraftschluss, was den Vorgang eines handelsüblichen Doppelkupplungsgetriebes entspricht. Dadurch steigt nach Angaben von GKN Automotive die Reichweite des Fahrzeugs und zugleich das Antriebsmoment beim Start.

Damit verbunden sind eine bessere Beschleunigung und eine höhere Endgeschwindigkeit. Außerdem sinken durch die koaxiale Bauart der E-Achse die Energieverluste. Die Fähigkeit des Antriebs zu Torque Vectoring erlaubt zudem eine außergewöhnliche Stabilität und Fahrdynamik.

GKN testet Elektroantrieb mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring

GKN testet Elektroantrieb mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring

Technologieträger Jeep Renegade GTD19

Im GTD19-Testwagen arbeitet eine elektrische Antriebsachse von GKN mit zwei Gängen plus Torque Vectoring an der Vorderachse. Im GTD19 ersetzt ein 120 kW starker Elektromotor den Verbrenner des Jeep Renegade. Er bietet ein maximales Achsmoment von 3.500 Nm, ermöglicht bei Bedarf bis zu 2.000 Nm für jedes Vorderrad.

Das Twinster-System hilft nicht nur beim Beschleunigen zu guter Traktion, sondern hilft auch missliebiges Untersteuern zu korrigieren. Das Drehmoment kann via Torque Vectoring vorrangig an das kurvenäußere Rad übertragen was, was eine sichere Kurvenfahrt ermöglicht.

Da der Antrieb deutlich kompakter baut als bekannte Systeme, lässt sich das koaxiale eTwinster-Zweigang-System vergleichsweise problemlos in vorhandeneFahrzeugplattformen integrieren. Der Antrieb ermöglicht Front-, Heck- oder Allradantrieb. Er eignet sich für Elektro-Stadtautos der Einstiegsklasse ebenso wie für Plug-in-Hybride mit Allradantrieb sowie vollelektrisch angetriebene Supercars.

Beim GTD19 wurde der Antrieb ohne größere Veränderungen in die vorhandene Struktur des Jeep Renegade integriert. Dazu gehört neben dem – erstmals – GKN-eigenen Elektromotor auch der Wechselrichter. Die gesamte Software wurde von GKN so geschrieben, dass Schaltvorgänge im Kraftfluss sowie eine optimale Drehmomentverteilung zwischen den Achsen möglich werden.

GKN testet Elektroantrieb mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring

GKN testet Elektroantrieb mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring

Über GKN Automotive

Bei GKN Automotive handelt es sich um den Anbieter von Antriebstechnik und Aggregaten für den Automobilbereich. Als global agierendes Unternehmen, das über 90 Prozent aller Autobauer weltweit beliefert, ist GKN an 53 Standorten in 27 Staaten tätig und beschäftigt über 29.000 Mitarbeiter. GKN Automotive entwickelt, baut und liefert eine umfangreiche Palette an Antriebstechnologien für den Einsatz in unterschiedlichsten Automobilen – von günstigen Kleinstwagen bis hin zu den anspruchsvollen Premiumfahrzeugen mit ausgeklügelter Fahrdynamik.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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