Für Haustierbesitzer ist das ein bekanntes Szenario: Der Vierbeiner nimmt im Auto Platz und nach der kleinen oder großen Reise gleicht das eigene Fahrzeug einer Kuscheldecke bestehend aus Hundehaaren.

Doch was können Autofahrer tun, um ihr Fahrzeug wieder von den oftmals hartnäckigen Hundehaaren zu befreien? Wir haben die besten Tipps.

Mitsubishi L200 Hundetransporter

Yuki auf der Hundedecke

Auto mit einem Handstaubsauger absaugen

Der erste Tipp ist einfach und doch wirksam: Staubsaugen! Wichtig ist allerdings der verwendete Staubsauger, denn nicht jedes Gerät saugt die Haare auch wirklich zuverlässig vom Bezug. Gut geeignet sind Handstaubsauger, die spezielle Aufsätze besitzen. Die Aufsätze sollten so geformt sein, dass Autobesitzer problemlos in den Ritzen und zwischen den Sitzen saugen können. Mit speziellen Aufsätzen, die individuell für Hundehaare konzipiert wurden, lassen sich die hartnäckigen Härchen noch besser entfernen.

  • Klassischer Staubsauger: Mit einem klassischen Staubsauger entfernen Anwender die meisten losen Haare, die sich auf dem Sitz des Fahrzeugs oder im Kofferraum befinden.
  • Polsteraufsatz: Mit einem speziellen Aufsatz für Polster gelangen Anwender auch in Ritzen und können die Sitze noch besser staubsaugen.
  • Tierhaar-Bürste: Wenn der Aufsatz speziell für Tierhaare konzipiert wurde, dann kann der Staubsauger selbst kleinste Tierhaare aufnehmen.
  • Turbo-Bürste: Bei diesem Staubsauger-Aufsatz ist der Name Programm, denn hier entfernt der Turbo-Modus die Verbindung, die zwischen Polstern und Haaren besteht, sodass der Staubsauger die Haare sehr zuverlässig aufnehmen kann.

Tipp: Nicht immer ist eine Steckdose in unmittelbarer Nähe zum Auto vorhanden. In dem Fall sind Akkustaubsauger eine gute Alternative, wobei hier beachtet werden muss, dass unter Umständen die Leistung geringer ausfällt. Besser ist eventuell ein Verlängerungskabel. Übrigens können Autobesitzer die Entfernung der Hundehaare auch gleich mit dem nächsten Frühjahrsputz des Fahrzeugs kombinieren – so schlagen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in Hybrid Intro Edition

Yuki im Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in Hybrid Intro Edition

 

Hartnäckige Haare mit feuchtem Gummihandschuh entfernen

Wenn die erste grobe Reinigung mit dem Handstaubsauger abgeschlossen ist, folgt eine Reinigung mit einem Tuch. Hierfür eignet sich ein feuchter Gummihandschuh, den Anwender einfach über die Hand ziehen können. So lassen sich auch hartnäckige Haare entfernen. Dieser Schritt kann parallel zum Staubsaugen vorgenommen werden. Der Gummihandschuh sollte nach dem Waschgang im Auto ebenfalls gereinigt werden.

Für die Reinigung mit einem Gummihandschuh gehen Anwender wie folgt vor:

  1. Gummihandschuh auswählen, wahlweise die klassischen gelben Handschuhe oder alternativ Latexhandschuhe.
  2. Handschuhe anziehen und mit lauwarmen Wasser befeuchten.
  3. Anschließend mit sanften Bewegungen über die Polster gehen, sodass die Hundehaare an den Handschuhen haften.
  4. Die kleinen Haarbälle, die sich durch diese Tätigkeit bilden, können Anwender einfach abstreifen.

Falls kein Gummihandschuh zur Verfügung steht, dann sind auch Schwämme oder ein feuchter Waschlappen möglich. Mit dem Handschuh spüren Anwender lediglich am besten die Rundungen und Formen der Sitze und können die Reinigung am effektivsten durchführen. Funktionieren tut es aber natürlich auch mit alternativen Mitteln.

Suzuki Swace 1.8i Hybrid Comfort+

Yuki im Suzuki Swace 1.8i Hybrid Comfort+ in der Hundebox

Für die hartnäckigsten Haare

Die Reinigung ist abgeschlossen, aber ein paar kleine Härchen wollen einfach nicht aus dem Auto verschwinden? Auch hier gibt es passende Tipps. Die guten, alten Klebestreifen helfen an der Stelle weiter. Einfach mit der klebenden Unterseite über die Haare fahren. Nachteilig an der Methode ist lediglich der hohe Verbrauch des Klebestreifens, sodass diese Variante – wenn gewünscht – nur noch bei den letzten Härchen angewandt werden sollte.

Als Alternative zum Klebestreifen, aber auf gleiche Art und Weise, kann auch eine Fusselrolle eingesetzt werden. Hundebesitzer oder generell Tierbesitzer haben Fusselrollen nicht selten schon im Besitz, um ihre Kleidung spontan von ein paar Härchen zu befreien. Diese Rolle kann natürlich auch im Auto verwendet werden, wobei gerade großflächig eher andere Maßnahmen empfehlenswerter sind.

Wer keinen Klebestreifen, aber auch keine Fusselrolle im Haus hat, kann es vielleicht mit Lockenwicklern probieren. Mit diesen Utensilien lassen sich nicht nur schöne Locken zaubern, auch Haare im Allgemeinen haften wunderbar an den Lockenwicklern. Die Klebrigkeit der Lockenwickler geht zwar irgendwann verloren, aber für den Notfall ist es durchaus eine Möglichkeit.

Es gibt noch weitere, interessante Möglichkeiten, die allerdings neben den bereits genannten Maßnahmen nur optional zum Einsatz kommen sollten. Wenn nichts anderes funktioniert, sind es aber durchaus noch passende Ideen:

  • Durch statische Elektrizität kann auch ein Luftballon Tierhaare magnetisch anziehen.
  • Durch die grobe Struktur eines Bimssteins können auch damit Tierhaare entfernt werden. Bei Stoffsitzen sollte allerdings lieber auf diese Methode verzichtet werden.
  • Wer Weichspüler mit Wasser mischt und in eine Sprühflasche gibt, kann damit eine Mischung erstellen, mit denen sich die Haare entfernen lassen. Polster einsprühen, kurz einwirken lassen und danach die Haare mit einem Papiertuch abwischen.
  • Audi A3 Sportback 30 g-tron advanced

    Yuki auf der Hundedecke im Audi A3 Sportback 30 g-tron advanced

Hundehaare präventiv bestmöglich vermeiden

Dass der Hund überhaupt so viele Haare im Auto hinterlässt, hängt natürlich vorrangig mit der Hunderasse zusammen. Doch bei jedem Tier können Hundehalter bereits präventiv einiges tun, um die Menge an Hundehaaren zu verringern. Gerade im Fellwechsel, aber auch im Alltag, ist das Bürsten und Kämmen sehr wichtig. So wird nicht nur die eigene Wohnung oder das eigene Haus sauber gehalten, sondern gleichzeitig auch das Auto.

Decken im Auto auslegen

Ein weiterer Tipp bezieht sich ebenfalls auf eine präventive Maßnahme. Ehe der Vierbeiner auf die Rücksitzbank hüpft oder im Kofferraum oder auf dem Beifahrersitz Platz nimmt, können Hundehalter einen Decke auslegen. Eine Decke lässt sich nach dem Exkurs mit dem vierbeinigen Schatz einfach in der Waschmaschine waschen.

Wer die Decke nicht in die Waschmaschine geben möchte, kann sie stattdessen auch absaugen oder ausklopfen. Alternativ einfach das Flusensieb nach der Wäsche reinigen und einen Waschgang mit hoher Temperatur einstreuen. Auch spezielle Hundekörbe für das Autofahren sind natürlich ideal.

Dietmar Stanka