Das Interieur des neuen Ineos Grenadier ist ein Mix aus Klassik und Moderne.

Die Fotos des Innenraums zeigen ein Cockpit mit einer Menge an Schaltern und Drehreglern. Das beginnt in der breiten Mittelkonsole und endet wie bei einem Flugzeug im Dachhimmel. Ineos ist der Überzeugung, dass wie bei dem Design der Karosserie der Schwerpunkt auf Praxistauglichkeit und Nutzen liegt. Hauptverantwortlich für den Innenraum ist die International Automative Components UK. Die Sitze stammen von Recaro Automotive.

Eine klare Beschriftung

Sinn und Zweck einer einfachen Bedienbarkeit ist eine ausgeklügelte Ergonomie. Dies wurde mit einer eindeutigen Beschriftung und einer lockeren und dadurch nicht zu engen Anordnung der Bedienelemente umgesetzt. Es sind zudem bereits Hilfsschalter eingebaut und vorverkabelt, um sonstiges Zubehör, Seilwinden oder Arbeitsleuchten einzubauen.

Ein Gruß an die Gegenwart ist der 12,3 Zoll große Touchscreen und die Integration von Apple CarPlay und Android Auto. Ein spezielles Pfadfinder-Navigationssystem führt auch abseits befestigter Straßen ans gewünschte Ziel.

Strapazierfähige Materialien

Der Grenadier ist mit strapazierfähigen Oberflächenmaterialien auf Langlebigkeit ausgelegt. Die Ablassstopfen im gummierten Boden und abwischbare Polster ermöglichen es, den Innenraum einfach mit Wasser abzuspritzen. Die Wasser- und Fleckabweisenden Recaro-Sitze sollen gleichermaßen Komfort und Seitenhalt bieten.

Unter dem Rücksitz ist ein Trockenlagerungsfach eingebaut und die Ablage in der Mittelkonsole ist abschließbar. Zudem sorgen Seitenfächer im hinteren Ladebereich für weiteren Stauraum.

Statement Michele Orlandi, International Automative Components UK

„Die Verantwortung für den kompletten Fahrzeuginnenraum bietet mehr Freiheiten und ermöglicht die Optimierung von Passform und Funktion durch das Zusammenfügen einzelner Elemente. Ein weiterer Vorteil ist die sofortige Sichtbarkeit aller auftretenden Probleme. Unsere bewährten IAC-Geschäftsprozesse und -Verfahren stellten sicher, dass unsere Programmbereitstellungsteams ein hohes Maß an Konsistenz und Robustheit in unseren Entwicklungen gewährleisteten. Unsere Verantwortung für das gesamte Interieur machte es auch für Ineos und Magna Steyr einfacher, die sich so auf das Gesamtprogramm konzentrieren konnten.“

Statement von Toby Ecuyer, Chefdesigner Grenadier

„Als wir mit den Planungen für den Innenraum des Grenadier begonnen haben, haben wir uns davon inspirieren lassen, wo die Schalter für eine optimale Nutzung in modernen Flugzeugen, Booten und sogar in Traktoren angeordnet sind. Die häufig Benötigten sind in direkter Griffweite, die anderen etwas weiter weg. Der Grenadier befolgt das gleiche Grundprinzip. Das Layout ist funktional, logisch und bedienungsfreundlich konzipiert. Er ist ausgestattet mit allem, was notwendig ist – und mit sonst nichts.“

Die Testphase des Ineos Grenadier

Nach Angaben des Herstellers haben bis zum Sommer 2021 130 Prototypen der zweiten Generation die Hälfte ihrer insgesamt 1,8 Millionen Testkilometer auf Erprobungsfahrten in aller Welt zurückgelegt. Die nächste Etappe führt in die Dünen Marokkos.

Dreh- und Angelpunkt der Tests ist nach wie vor der Schöckl. Der 1.445 Meter hohe Berg liegt in der Nähe von Graz und ist seit vielen Jahrzehnten das Testrevier der Mercedes-Benz G-Klasse.

Ab Oktober 2021 soll der Ineos Grenadier bestellbar sein. Über die Preise wird immer noch spekuliert. Erste Auslieferungen sind ab Juli 2022 geplant. Gefertigt wird der Geländewagen im ehemaligen Mercedes-Benz Werk in Hambach.

Dietmar Stanka