Mit der Jahresmautkarte sparen, mit der Videomaut mehr Komfort bei der Reise durch Österreich. Fotos: ASFINAG

Für Vielfahrer, die oft in Österreich unterwegs sind, ist der Kauf einer Jahresmautkarte für  Arlbergtunnel, Brenner-, Tauern- oder Pyhrnautobahn eine Überlegung wert.  Denn für diese Streckenabschnitte werden in der Alpenrepublik neben der normalen Vignette zusätzliche Straßenbenutzungsgebühren erhoben (mehr auch hier über das Thema Maut in den Nachbarländern).

Eine solche Jahresmautkarte kostet für die Arlbergschnellstraße inklusive Arlbergtunnel, Brennerautobahn sowie Pyhrnautobahn jeweils 102,50 Euro, für die Strecke über Tauernautobahn mit Tauerntunnel sind es 107,50 Euro. Allerdings reduziert sich der Preis um 40 Euro, wenn man im Besitz einer Jahresvignette für die allgemeine Autobahngebühr (Preis: 86,40 Euro) ist.

Bei der vierten Reise rentiert sich die Jahresmautkarte

Beispiel Brenner: Einmal hin nach Südtirol und wieder zurück schlägt mit 18 Euro zu Buche. Die ermäßigte Jahresmautkarte kostet 62,50 Euro, somit hat man die Kosten für die Jahresmautkarte nach vier Passagen eingespielt. Als weiteren Vorteil hat man den Komfort, nicht mehr an den Zahlhäuschen anhalten zu müssen, sondern auf der Videomaut-Spur durchfahren zu können.

Aber Achtung: Die Karte gilt nur auf einer zuvor ausgesuchten Strecke, und pro Jahresvignette gibt es nur eine ermäßigte Jahresmautkarte. Auch Mogeln, indem man sie an Freunde und Bekannte ausleiht, geht nicht: Das Kennzeichen des Autos wird im Computer der Mautgesellschaft registriert. Wer nur gelegentlich in Österreich unterwegs ist, fährt mit der Kombination aus 10-Tages-Vignette (8,90 Euro) und Einzelticket günstiger.

Komfortabel an der Mautstelle vorbei

Wem es nur vor dem Schlangestehen an den Mauthäuschen graut:  Für Pyhrnautobahn (A9), Tauernautobahn (A10) und Brennerautobahn (A13) sowie für den Arlbergtunnel (S16) und Karawankentunnel (A11) kann man sich bereits vor dem Urlaub Tickets für die Video-Maut kaufen. Das geht via Internet  oder bei den Automobilclubs.

Beim Kauf wird das Kennzeichen des Autos freigeschaltet. Sobald der registrierten Wagen in die automatische Abfertigungsspur fährt, erfasst das System das Kennzeichen, der Urlauber kann ohne Anhalten passieren. Für den Fall, dass  das System Schwierigkeiten hat, das (verschmutzte) Kennzeichen zu identifizieren, empfiehlt es sich, den Kaufbeleg im Auto zu haben.

Videomaut gilt auf allen Fahrspuren

Nach Auskunft der österreichischen Straßengesellschaft ASFINAG müssen inzwischen Besitzer eines Mauttickets nicht mehr durch bestimmte markierte Spuren fahren. Die automatische Abfertigung der Videomaut ist auf allen geöffneten Mautspuren möglich.

Dabei ist es egal, ob es sich um eine mit Mautpersonal besetzte Spur handelt, um eine Fahrbahn mit dem blauen Videomaut-Automaten oder mit dem orangefarbenen Kreditkarten-Automaten. Die Kennzeichen werden auch dort, so heißt es seitens der Gesellschaft, mit Hilfe der Videoerkennung automatisch erfasst und die Durchfahrt freigegeben. Das soll den Verkehr vor den Mautstellen besser verteilen und die separate Videomautspur entlasten.

Eine Einschränkung bei der Fahrspurwahl gibt es jedoch: Mit dem Auto darf man  keinesfalls in die Go-Spur fahren, die ausschließlich für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen reserviert ist, sich immer ganz rechts befindet und entsprechend gekennzeichnet ist.

 

 

 

Klaus Justen
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Klaus Justen

Journalist bei Textpool
Klaus Justen hat langjährige Erfahrung in der Automobilbranche und in der Konzeption und Produktion von Print- und Onlinemedien. Er war als Leitender Redakteur bei Automagazinen in der Schweiz und Deutschland tätig und ist Autor für Print- und Onlinemagazine. Spezialgebiet sind neben Auto- und Technikthemen Ratgeberbeiträge rund ums Thema Geld und Auto.
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