McLaren 675LT Spider
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Steckbrief McLaren 675LT Spider

Es mag gemein sein, über ein Auto zu berichten, das ausverkauft ist. 500 Stück wurden vom McLaren 675LT Spider gebaut, genauso viele wie vom geschlossenen 675LT. Weg waren sie in zwei Wochen. Im Sommer 2016 nutzte ich die Chance, im Rahmen der Pressevorstellung des McLaren 570GT auf Teneriffa auch den Spider zu fahren, nachdem ich im Jahr zuvor bereits mit dem Coupé in England unterwegs war.

Basics

Der 675LT ist die konsequente Weiterentwicklung des McLaren 650 S. LT, oder auch Longtail hat Tradition bei McLaren. Erstmals verwendet für die schnellste Version des legendären McLaren F1. Das Cockpit ist in allen Konsequenzen auf den Fahrer ausgerichtet. Im  direkten Blick die auf wenige Details reduzierte Informationseinheit mit dem alles überstrahlendem Drehzahlmesser. Rechts und links die Anzeigen des Bordcomputers sowie der Betriebstemperaturen.

Hoch zum Teide

Teneriffa morgens um 8 Uhr. Es ist noch ruhig auf den Straßen, die Urlauber schlafen noch und der Verkehr konzentriert sich auf die größeren Orte der Kanareninsel. Ich rutsche in den ultraleichten Carbon-Schalensitz des McLaren 675LT Spider. Der eins zu eins vom McLaren P1 übernommen wurde.

Überzogen mit Alcantara sind die Sitze passgenau und halten den Körper bombenfest. Was auf meiner Fahrt hoch auf den Teide auch dringend notwendig ist. Die kurvenreiche Bergstraße hoch in die Vulkanlandschaften unterhalb des 3.718 m hohen Gipfels hat es in sich.

Hinter mir faucht und brüllt der TwinTurbo-V8. Schaltvorgänge werden mit einem durchdringenden Knall quittiert. Die dahinter steckende Ignition Cut Technology ist aus der Formel 1 übernommen und kappt bei einem Gangwechsel kurzzeitig den Zündfunken und lässt diesen dadurch noch schneller erfolgen.

Beschleunigung? Ultimativ!

So ist es kein Wunder, dass der Sprint von 0 auf 200 km/h in 7,9 Sekunden erledigt ist. Der raue Asphalt nach den letzten Ansiedlungen liefert den perfekten Grip für den ultimativen Geschwindigkeitsrausch auf der komplett freien Straße.

Ich bin offen unterwegs und der Fahrtwind wird merklich kühler. Waren es unten vielleicht 22 bis 23 Grad, verabschiedet sich das Thermometer vom zweistelligen in einen niedrigen einstelligen Bereich. Klar, ich bin offen unterwegs, aber kalt wird es mir trotzdem nicht.

Dafür sorgt schon die Fahrfreude mit dem mehr als 340.000 Euro teuren McLaren 675LT. Ich denke fast, dass mir selbst Minusgrade nichts ausmachen würden. Die perfekte Synthese zwischen der Maschine und mir ist vollzogen. Wir sind eins in der archaischen Landschaft.

Nach knapp zwei Stunden kehre ich zurück ins Hotel. Am Meer haben sich die Wolken und der Frühnebel verzogen. Die Sonne strahlt mit ihrer ganzen Pracht vom Firmament. Ich stelle den noch immer aus dem Motorraum knisternden McLaren 675LT Spider auf dem Parkplatz ab und strahle mit der Sonne um die Wette. Warum kann nicht jeder Tag mit solch einem Ritt beginnen?

Technische Daten

Im Auto360.de Test: McLaren 675LT Spider

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 8-Zylinder-Benziner

Getriebe: Siebengang-Automatik

Hubraum in ccm: 3.799

Leistung in kW (PS) bei U/min: 496 (675)/7.100

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 700/5.500 – 6.500

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 2,9

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 326

Tankinhalt in l: 72

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 11,7

CO2-Emission kombiniert in g/km: 275

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.546/2.095/1.188

Radstand in mm: 2.670

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.240

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.695

Kofferrauminhalt in l: 144

Bereifung: 235/35 R 19 vorne, 305/30 R 20 hinten

Felgen: 8,5 x 19″ vorne, 11 x 20″ hinten, Alu geschmiedet

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 340.725

McLaren 675LT Spider
Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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