Bei der zweiten Neuauflage des GP Ice Race im österreichischen Zell am See wagten sich unter anderem  Formel-E-Pilot Daniel Abt und DTM-Champion René Rast mit ihren Audi-Rennfahrzeugen auf rutschiges Terrain.

Beim GP Ice Race am ersten Februar-Wochenende in Zell am See-Kaprun boten nahezu 150 Teilnehmer spektakulären Motorsport. Die acht Wettkampfklassen reichen von modernen R5-Rallyeboliden bis hin zu klassischen Automobilen, Buggys und zum Skijöring, bei dem Skiläufer von Rennwagen gezogen werden. Auto360.de bietet einen Überblick mit tollen Fotos der Veranstaltung.

Audi und DKW

Daniel Abt brannte mit seinem Audi e-tron FE06 aus der FIA Formel E einige spektakuläre Runden in den Schnee und zog beim traditionellen Skijöring den Freestyle-Skistar Benedikt Mayr am Seil hinter seinem Formel-E-Boliden.

„Bene ist Profi-Skiläufer, ich fahre Rennen, also hatten wir die Idee, hier wieder etwas zusammen zu machen“, sagte Abt. „Inzwischen ist diese Veranstaltung mit tollen Rennwagen verschiedener Marken und Epochen zu einem Hotspot der Motorsport-Szene geworden. Die Fahrer haben gemeinsam einen schönen Tag ohne Wettbewerbsdruck und bieten den Fans eine gute Show.“

Bei schwierigen Bedingungen um den Gefrierpunkt teilte sich der zweimalige DTM-Champion René Rast mit dem Franzosen Benoît Tréluyer das Steuer seines Audi RS 5 DTM. Da der DTM-Audi im Vorjahr auf Eis wenig Traktion hatte, waren die Felgen um zwölf Zentimeter verschmälert worden, sodass deutlich schmalere Spikereifen montiert werden konnten. „Nachdem wir die Abstimmung auf den tiefen Untergrund und die speziellen Reifen angepasst hatten, machte mein Einsatz im DTM-Audi auf Schnee den Fans eine Menge Freude“, berichtete Rast.

Komplettiert wurde der spektakuläre Auftritt der Marke Audi von Stig Blomqvist. Der ehemalige Audi-Werksfahrer, der 1984 auf dem Audi die Rallye-Weltmeisterschaft gewonnen hatte, pilotierte den historischen Audi Sport quattro.

Ebenfalls einen Klassiker bewegte Benoît Tréluyer: Der FIA-Langstrecken-Weltmeister von 2012 zog beim Skijöring mit einem historischen DKW F91 den Slalom-Weltmeister von 1987, Frank Wörndl, der mit den original Olympia-Skiern von Willy Bogner aus dem Jahr 1960 antrat.

Skoda präsentierte das „Ice Race of Champions“

Die Tschechen kamen mit drei Rallye-Champions plus einen Vizemeister nach Zell am See. Filip Mareš aus der Tschechischen Republik ist aktueller Junior-Champion der Rallye-Europameisterschaft, während Martin Koči (Slovakei) und Fabian Kreim (Deutschland) die Meisterschaft in ihrer jeweiligen Heimat gewannen.

Die drei Cracks traten beim „Ice Race of Champions“ mit dem Allrad-angetriebenen und nahezu 290 PS starken Skoda Fabia Rally2 evo gegeneinander an. Nach zwei packenden Wettkampftagen siegte Kreim vor Wagner.

VW beim GP Ice Race

Volkswagen war unter anderem mit dem  Elektro-Rennwagen und Rekordjäger ID.R in Zell am See unterwegs. Der Beetle R sorgte mit Tanner Foust am Steuer mit seinen 560 PS und Allradantrieb für Aufsehen. Das Erprobungsfahrzeug für einen rein elektrischen Tourenwagen im Gewand eines VW Golf pilotierte Benjamin Leuchter. Ebenfalls mit VW auf dem Eis, die Schweizer Rennfahrerin Jasmin Preisig.

Strietzel Stuck im Formel-1-Renner

Die deutsche Rennfahrer-Legende Hans-Joachim “Strietzel” Stuck umrundete die Strecke in Zell am See in seinem Formel-1-Boliden aus dem Jahr 1976, einem Jägermeister March-Cosworth 741. Der Renner war mit Doppelbereifung mit Spikes an der Hinterachse unterwegs, um die 480 PS auf die Piste zu bringen. Der V8-Motor lieferte brüllenden Sound bei 11.200 Touren.

Dietmar Stanka

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