Mit einer Namensänderung und einem neuen Standort will ein Berliner Start-up den Carsharing-Markt neu aufmischen.

Einmal mit dem neuen Namen Miles, statt wie bisher drive by und mit einer Kilometer-, statt einer Minuten-Abrechnung. Und neben Berlin mit 150 Fahrzeugen, ist nun Hamburg mit weiteren 150 an der Reihe.

Stressfreie Kilometer bei Miles

Es kann manchmal ganz schön stressig werden, wenn die Zeit im Stau oder auf der nach der Suche nach einem Parkplatz davonläuft. Ja, die Uhr tickt normalerweise in einem Fahrzeug eines Carsharing-Unternehmens. Schließlich wird Minuten-Takt abgerechnet und ein vermeintlich guter Deal gegenüber einem anderen Verkehrsmittel zerrinnt einem zwischen den Fingern.

Ganz anders bei Miles, dem jungen Carsharing-Unternehmen aus Berlin. Dort wird nach Kilometern abgerechnet, frei nach dem selbstgewählten Motto „Miles not Minutes“. Weg mit den alten Konventionen der Branche, die durch die Bank nach gefahrenen Minuten abrechnet.

Nach Berlin nun auch Hamburg

Der Schritt nach Hamburg war für CEO Timo Nührich eine klare Entscheidung: „Hamburg ist jung und hip und zählt zusammen mit Berlin zu den attraktivsten Carsharing-Städten Deutschlands. Für uns ist es ein konsequenter Schritt hierher zu kommen. Leider gibt es auch hier Staus und überfüllte Straßen. Ein Problem, das wir mit unserem Konzept für mehr Sicherheit und weniger Stress im Verkehr lösen wollen. Am Ende geht es uns schließlich darum, eine lebenswerte Stadt noch lebenswerter zu machen.“

Miles startete in Hamburg mit 100 Toyota Yaris Hybrid sowie 25 Toyota C-HR Hybrid. Dazu noch 5 VW Crafter und 20 VW T6. Zum Start in der Hafenstadt werden insgesamt 10.000 Nutzern Freifahrten geschenkt. Wer sich unter www.miles-mobility.com/hamburg anmeldet erhält täglich ein Guthaben von je 10 Euro.

Wer ist Miles?

Ende 2016 wurde das Unternehmen in Berlin gegründet. Das junge Team ist unabhängig von Autoherstellern oder Autovermietungen und kann daher Flotte und Preise situationsgerecht anbieten. Neben Pkw wie den Audi A1 oder den Fiat 500 gibt es auch größere Fünftürer wie den Audi A3. Zudem verschiedene Transporter vom VW Caddy, über den T6 bis hin zum Renault Master und dem VW Crafter. Außerdem die neue Hybrid-Flotte in Hamburg.

Mit eine Reihe verschiedener Tarifmodelle schafft Miles größtmögliche Flexibilität. Drei Fahrzeugkategorien und vier verschiedene Basisangebote werden mit buchbaren Zusatzkilometern, Fahrzeugreservierungen und dem Parkmodus ergänzt.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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