Seit 50 Jahren ist Toyota 2020 in Deutschland tätig.

Wir schlendern in 5 Teilen durch die Geschichte des japanischen Konzerns. Den Teil 2 widmen wir den 1980er Jahren.

Toyota Corolla 1983

Toyota Corolla 1983

Ein erfolgreicher Mix aus Spritsparern und Sportwagen

Die neuen Generationen der Toyota Corolla und Carina kamen Anfang der 1980er mit spritsparenden Motoren auf den Markt. Zu Beginn der 1980er Jahre sorgten die beiden Modelle für stetig steigende Zulassungszahlen.

Zudem brachte dieses Jahrzehnt einige außergewöhnliche Modelle hervor. Der Corolla erhielt beispielsweise 1983 einen Ableger, den Motorsportfans noch immer feiern. Den Corolla (AE86) Levin, oder „Hachi-Roku“ (japanisch für „acht-sechs“), benannt nach der internen Modellbezeichnung.

Er war das erste Modell, das von einem japanischen 16-Ventiler angetrieben wurde, ein 124 PS starker 1,6-Liter-DOHC-Benziner. Im Gegensatz zu den anderen Corolla Modellen verfügte der AE86 außerdem über Hinterradantrieb. Bis heute genießt das Modell Kultstatus und ist nach wie vor eine feste Größe bei Driftshows und Wettbewerben.

Der gleiche Motor befeuerte zwei Jahre später ebenfalls das Spaßmobil „Mister Two“. So nennen Fans den Roadster Toyota MR2, dessen Abkürzung eigentlich für „Mid-Engine, rear-drive, 2-seater“ steht.

Er wurde zum Marktstart 1985 zuerst mit Targadach und später als komplett offene Version gebaut. Darüber hinaus war er der erste in Serie produzierte japanische Wagen mit Mittelmotor. Dieses Konzept sorgte für eine nahezu optimale Achslastverteilung und einen niedrigen Fahrzeugschwerpunkt, weshalb dem MR2 der Titel „Japanisches Auto des Jahres 1984/85“ verliehen wurde.

Toyota MR2 Mister Two

Toyota MR2 Mister Two

Toyota Supra

Das dritte Sportwagen-Highlight innerhalb eines Jahrzehnts brachte Toyota mit dem Supra auf den Markt. Die erste Generation rollte 1978 in Japan und den USA auf die Straßen. 1982 folgte mit dem Celica Supra 2,8i die nächste Generation im neuen Look.

Das Modell mit ausgestellten Kotflügeln, markanten Klappscheinwerfern und 170 PS wurde als erstes japanisches Auto mit dem Goldenen Lenkrad ausgezeichnet. 1986 hatte sich der Supra schließlich als eigenständige Sportwagenbaureihe etabliert und avancierte mit dem 204 PS starken Sechszylinder-Motor zum bis dato stärksten Toyota. Getoppt wurde die Leistung mit dem ab 1988 ausgelieferten Turbo-Supra mit 235 PS.

Toyota Supra

Toyota Supra

Claim und Logo für die Ewigkeit

Nicht nur mit technischen Innovationen überzeugte Toyota in den 1980er Jahren, sondern auch in Sachen Marketing. Ab 1985 warb das Unternehmen mit „Nichts ist unmöglich“ und schuf damit einen der populärsten Markenclaims aller Zeiten.

Schon ein Jahr später war der Hersteller mit über 94.000 Zulassungen erstmals die Nummer Eins unter den japanischen Automobilimporteuren. Im selben Jahr wurde darüber hinaus der insgesamt 500.000ste Toyota in Deutschland zugelassen.

Zum Ende des Jahrzehnts, 1989, führte Toyota sein neues Logo mit den drei Ellipsen ein, das noch bis heute verwendet wird. Zwei gekreuzte Ellipsen bilden den Buchstaben “T” und symbolisieren gleichzeitig das Herz des Kunden sowie das Herz der Toyota Produkte.

Zusammen mit der dritten Ellipse, die die beiden anderen umschließt, werden die Kennwerte der Unternehmensphilosophie dargestellt: Kundenzufriedenheit, Innovation sowie die Verbindung von Kreativität und Qualität.

Toyota Supra

Toyota Supra

 

Toyota Supra Targa

Toyota Supra Targa

Übersicht über alle Folgen

Teil 1: Toyota kommt nach Deutschland

Teil 3: Toyota – Rallyesport und Umweltschutz

Teil 4: Toyota in Europa – Neue Modelle und Werke

Teil 5: Toyota wird Langstrecken-Weltmeister

Dietmar Stanka
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