Seit 1982 ist der Opel Corsa eines der wichtigsten Fahrzeuge der Rüsselsheimer. Ab dem Herbst 2019 wird die sechste Generation auf den Straßen zu sehen sein.

Im ersten Schritt ist er als Benziner und Diesel verfügbar, ab dem Frühjahr 2020 dann auch rein elektrisch als Corsa-e. Seit Anfang Juli 2019 ist der Opel Corsa ab 13.990 Euro bestellbar. Mehr als doppelt so viel, immerhin 29.900 Euro werden für den Corsa-e fällig.

Die Designsprache 

Tiefer, breiter und nur um Nuancen länger zeigt sich der neue Opel Corsa im Vergleich zu seinem Vorgänger. Trotzdem wirkt das neue Modell optisch deutlich größer und präsenter. Die CMP-Plattform ermöglichte es dem Design-Team von Friedhelm Engler mit großen Freiheiten zu arbeiten und ein leichtes und aerodynamisches Automobil zu entwickeln.

Ein cw-Wert von 0,29 und eine Gewichtsersparnis in der Spitze um 108 Kilogramm sprechen für sich. Im Gegensatz zu den beiden letzten Generationen wurde nicht nur die Dachlinie gesenkt, sondern auch die Sitzposition.

Die neue Motorengeneration

Drei Benziner, ein Diesel und ein Elektromotor bilden die Antriebsbasis für den neuen Kleinwagen, der wie die jetzige Generation im spanischen Saragossa gebaut wird. Die Einstiegsversion stellt der 1,2-Liter-Saugmotor mit 55 kW (75 PS) dar, der mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe ausgestattet ist.

Ebenfalls mit 1,2 Liter Hubraum, aber mit einem Turbo befeuert, kommen die 74 kW (100 PS) und 96 kW (130 PS) starken Dreizylinder auf den Markt. Der schwächere der beiden Motoren ist serienmäßig an eine Sechsgang-Schaltung gekoppelt. Der stärkere verfügt über eine Achtgang-Automatik, die für die 100-PS-Version optional für 1.660 Euro zu ordern ist.

Der einzig verfügbare Diesel leistet mit einem Hubraum von 1,5 Litern 75 kW (102 PS). Der Elektromotor ist mit 100 kW (136 PS) der bis dato stärkste Opel Corsa der sechsten Generation. Wie wir aus sicherer Quelle wissen, kümmert sich das Team um Volker Strycek bereits um leistungsstärkere Varianten wie einen GSi oder einen OPC. Da heißt es aber noch warten und mit dem noch aktuellen Opel Corsa GSi um die Ecken düsen.

Ausstattungsversionen des Opel Corsa

Die Einstiegsversion mit 75 PS ist der einzige, der “nur” unter der Bezeichnung Corsa angeboten wird. Das gleiche Triebwerk ist zudem für den Corsa Edition für 15.850 sowie dem Corsa Elegance für 17.850 Euro verfügbar.

Ab dem 100-PS-Modell erweitert sich das Ausstattungsangebot um die sportlich ausgelegte GS Line. Diese ist im Übrigen die einzig verfügbare für die 130-PS-Version, die 23.340 Euro kostet. Der Diesel startet als Edition bei 19.350 Euro.

Die Akku-Kapazität des Corsa-e liegt immer bei 50 kW, der Preis startet für den Selection bei 29.900 Euro, der Edition kostet 30.650 und die First Edition bei 32.900 Euro.

Neben vielen Assistenzsystemen wie der adaptiven Geschwindigkeitsregelung und den sensorgeschützten Flankenschutz, der beim Rangieren unter 10 km/h davor warnt, dass eine Fahrzeugseite ein Hindernis streifen könnte, ist für den neuen Opel Corsa auch die neueste Generation der Matrix LED-Leuchten zu bestellen. Im Segment der Kleinwagen ein absolutes Novum.

Ein erstes Fazit

Die optische Begutachtung und die erste Sitzprobe fielen für den neuen Opel Corsa positiv aus. Wir attestieren diesem Automobil eine hohe Wertigkeit, verbunden mit ordentlich Platz und einem dynamischen Design. Mehr werden wir im November 2019 nach der Fahrvorstellung erzählen können.

Fotos: Dani Heyne

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
Dietmar Stanka