Eine große Halle im Werksgelände von Opel in Rüsselsheim und viel Platz standen für alle Teilnehmer der Weltpremiere des neuen Opel Mokka zur Verfügung.

Der kompakte SUV oder besser Crossover, ist ein witzig und lässig gestyltes Automobil. Genau wie der neue Corsa ist er als Benziner, Diesel und rein elektrisch verfügbar. Einen Allradantrieb wie beim Opel Mokka X sucht man allerdings vergeblich.

Der Auftritt des neuen Opel Mokka

Das attraktive Äußere wird an der Front durch das neue Opel-Vizor Gesicht betont. Der Name erklärt sich von dem umfassenden Rahmen, der sich sozusagen schützend über den Fahrzeuggrill, die LED-Scheinwerfer sowie den neu gestalteten Opel Blitz legt. Mit dem kleinen Knick unterhalb des Opel-Zeichens haben wir eine Sportbrille erkannt.

Auch eine Erklärung für das neue Design, das uns sogar Friedhelm Engler, Chef-Designer von Opel, bestätigte. Der sich übrigens freute, das viele Details der von uns vorgestellten Studie des Opel GT X Experimental in die Serie geflossen sind. Am Heck wurde der Schriftzug Mokka dominant zentral auf der Heckklappe platziert. Ob wir das bei anderen Automarken auch schon beobachten konnten?

Komplette neue Wege sind auch im Interieur zu beobachten. Das Opel Pure Panel, früher auch mal Instrumententafel genannt, integriert zwei Widescreen-Displays. Trotz dieser Digitalisierung wurden wesentliche und dadurch häufig genutzte Bedienelemente in einem analogen Zustand gelassen.

Die Größe des mittleren Bildschirms hängt mit dem Ausstattungslevel respektive dem gewählten Navigationssystems zusammen. Serienmäßig ist mit oder ohne Navi ein 7-Zoll-Touchscreen eingebaut. Mit dem Multimedia Navi Pro sind es dann 10 Zoll und beim Fahrerinfodisplay 12 Zoll.

Motoren und Antriebe

Zwei Benziner mit 74 kW (100 PS) und 96 kW (130 PS), ein Diesel mit 81 kW (110 PS) sowie der Elektromotor mit 100 kW (136 PS) stehen als Antriebsquellen zur Verfügung. Kommt bekannt vor? Ja, genau wie die Plattform CMP teilt sich der neue Opel Mokka die Antriebskomponenten mit dem Corsa.

Während der 1,5-Liter-Diesel ausschließlich mit einem manuellem Sechsgang-Getriebe ausgeliefert wird, ist der stärkere 1,2-Liter-Benziner auch mit einer Achtgang-Automatik bestellbar. Der Preisunterschied liegt bei 1.950 Euro.

In wie weit die Verbrauchsangaben, die Opel beispielsweise für die Benziner kombiniert zwischen 3,8 und 4,8 Liter beziffert, der Realität entsprechen, wird die Fahrvorstellung zeigen. Die Reichweite des Mokka-e mit dem 50 kWh-Akku soll bei bis 324 Kilometern liegen.

Leider ist mit der zunehmenden Konzentration auf die Elektrifizierung in Rüsselsheim das Thema CNG aus dem Blickfeld verschwunden. Wir erinnern uns mit Wehmut an den letzten Opel Astra CNG, der mit herausragenden Verbrauchswerten und einer hohen Dynamik glänzte. Ein Mokka mit CNG-Motor wäre deshalb eine echte Bereicherung.

Die Ausstattungsversionen und Preise des Opel Mokka

Der neue Opel Mokka startet mit 100 PS als Mokka bei 19.990 Euro. Der Mokka-e in der gleichen Version bei 32.990 Euro. Es folgen die Varianten Edition, Elegance, GS-Line, Ultimate und die Business Edition. Teuerstes Modell ist der Mokka-e Ultimate für 41.220 Euro.

Da die Preislisten im Opel Konfigurator geöffnet sind, sparen wir und tiefgehende Beschreibungen aller Möglichkeiten. Zudem werden wir wahrscheinlich Ende 2020 die ersten Fahreindrücke sammeln können und dann auf diverse Optionen hinweisen, die erst bei einem Test auffällig wurden.

Assistenten und Licht

Ein Blick auf die Assistenzsysteme zeigt die gleiche Vielfalt wie bei dem bereits zitierten Corsa. Im Portfolio sind unter anderem der serienmäßige Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung zu finden. Daneben die Müdigkeitserkennung und der Spurhalte-Assistent sowie Geschwindigkeitsregler und –begrenzer.

Optional sind der automatische Geschwindigkeitsassistent (ACC: Adaptive Cruise Control) mit Stopp & Go-Funktion in Verbindung mit dem Automatikgetriebe, der aktive Spurhalteassistent, der automatische Parkassistent, der Tote-Winkel-Warner sowie die 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera erhältlich.

Als Highlight ist, wie schon länger von Opel bekannt, das IntelliLux LED-Matrix-Licht. Serie für den Ultimate und für tatsächlich nur 600 Euro Aufpreis für den Elegance, die GS-Line und die Business Edition zu bekommen. „Normale“ LED-Scheinwerfer gehören übrigens bei allen Modellen zur Serienausstattung.

Ein erstes Fazit

Unser nicht nur heimlicher Favorit ist eindeutig der Opel Mokka 1.2 mit 130 PS als GS-Line. Natürlich genau in der Farbkombination weiß und schwarz mit den roten Applikationen. Natürlich sieht der grüne Mokka-e auch hübsch aus. Bei allen Vorschusslorbeeren werden wir aber tiefere Erkenntnisse erst nach der Fahrvorstellung kundtun.

Dietmar Stanka
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