Corvette Grand Sport und Nina

Bowling Green, Kentucky. Das freundliche Städtchen im Süden des US-Bundesstaates liegt inmitten saftigen Weidelandes, auf dem Pferde am Gras zupfen.  Knapp 70 Meilen nördlich von Nashville gelegen, werden an diesem Ort zudem motorisierten Pferdchen zum Laufen gebracht. Chevrolet baut dort die Corvette, wie auch unsere Corvette Grand Sport, und zudem ist Bowling Green der Sitz des National Corvette Museums.

Vette City Bowling Green

Ein Blick auf die Historie der Corvette Produktion zeigt uns, dass das Werk in „Vette-City“, wie Bowling Green auch genannt wird, bereits der dritte Standort ist. Das erste Modell erblickte das Licht der Welt Flint/Michigan, im Norden von Detroit. Bereits ein Jahr später ließ General Motors die Corvette in St. Louis/Missouri bauen. Seit 1991 werden die Corvette und zeitweise auch der mittlerweile eingestellte Cadillac XLR in einem ehemaligen Werk von Chrysler gebaut.

Das National Corvette Museum wurde im Winter 1991/92 eröffnet. Es ist eine Kultstätte für jeden Sportwagenfan. Das Museum mit dem markanten gelben Kegel und einer roter Spitze ist von der gleichnamigen Foundation ins Leben gerufen worden und wurde privat finanziert. Der Rundgang beginnt selbstverständlich mit der Ur-Corvette aus dem Jahr 1953 in creme-weiß und untypisch für amerikanische Autos: von einem Sechs-Zylinder mit gerade mal 150 PS befeuert.

Aus Sechs werden Acht

Mir erzählte Roc Linkov, der Event Manager des Museums und Instruktor für Corvette-Fahrsicherheitstrainings bei meinen Besuch: „Da Ford im Anfang 1954 den Thunderbird direkt mit einem Acht-Zylinder-Motor ausgerüstet hat, stand das Überleben der schwachbrüstigen Corvette damals auf der Kippe. So war Ford zumindest indirekt dafür verantwortlich, dass Chevrolet im September 1954 den V8 in die Corvette einpflanzte und damit einen Siegeszug einleitete, der seines Gleichen sucht.“

Vater der Corvette

Den weiteren Fortbestand der Chevrolet Corvette ist in erster Linie dem Engagement von Chef-Ingenieur Zora Arkus-Duntov zu verdanken, der sich bei GM für das Überleben dieses Sportwagens einsetzte. 1956 wurden die ersten Corvettes bei Rennen eingesetzt und brachen gleich Rekorde. So setzte der Zora Arkus-Dontov selbst eine bahnbrechende Bestleistung in Daytona Beach, als er mit einer modifizierten und 240 PS starken Corvette einen Durchschnitt von 150,583 Meilen pro Stunde fuhr. Zora Arkus-Dontov wird im Museum entsprechend gewürdigt. Seine in Stein gemeißelten Verdienste und seine private Corvette sind eines der wenigen Exponate, die permanent zu sehen sind.

Neben einer Vielzahl serienmäßiger Varianten von Corvettes aus allen Baureihen, ist das Museum besonders stolz, Rennwagen und Prototypen zeigen zu können. Pace-Cars vom Indy-500-Rennen sind ebenso vorhanden, wie die 1-millionste Corvette. Selbstverständlich kann sich jeder echte Fan im Museums-Shop von Kopf bis Fuß einkleiden und sich aus einer Vielzahl sonstiger Souvenirs und Automodellen die passenden heraussuchen.

Franz-Josef Seidl

Franz-Josef Seidl

Fotograf bei FJS-Foto
Franz-Josef Seidl - gelernter Fotograf, ist seit 1994 als freischaffender Bildjournalist, Portrait- und Modefotograf in fast aller Welt unterwegs. Seit 2008 gibt es das Fotostudio "HAUSEN 11" in Kirchheim bei München, in dem Portraits-, Fashion-, Beauty-, Business-, und Bewerbungsfotos entstehen. Darüber hinaus fotografiert Franz-Josef Seidl Produkte wie Autos und Motorräder. Einen Namen hat sich Franz-Josef Seidl auch als Theater-Fotograf gemacht. Dafür wird er in alle bekannten Opern- und Theaterhäuser eingeladen. FJS-Foto ist mit seiner Kamera in vielen DAX-Unternehmen Deutschlandweit sowie als Reportagefotograf weltweit tätig.
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