Vom Bulli zum Rockton und weiter zum T7

Die Geschichte des VW-Busses begann 1947 in den Niederlanden. Der Generalimporteur von Volkswagen, Bernardus Marinus „Ben“ Pon senior, hatte durch die Begegnung mit dem sogenannten Plattenwagen, der im VW-Werk in Wolfsburg zum Transport eingesetzt wurde und auf einem Käfer-Fahrgestell montiert war, die Idee zu einem Kleinbus. Der Rockton war damals noch in weiter Ferne.

1950 verließ der erste VW-Bus, auch liebevoll Bulli genannt, die Produktionsstätte in Wolfsburg. Durch den großen Erfolg wurde die Fertigung 1956 in das neu gebaute Werk in Hannover verlegt.

Nach einer heute unvorstellbar langen Bauzeit von 17 Jahren kam 1967 der T2 auf den Markt. Deutlich kantiger als der Ur-Bulli und daher auch mit mehr Platz im Innenraum. Dessen Nachfolger, der T3, behielt weiter das Konzept des Heckmotors bei. Der wieder ein Stück gewachsene Bus wurde zum Ende seiner Bauzeit 1992 auch mit dem Allrad-Antrieb Syncro gebaut.

Vom Heckantrieb zum Frontantrieb

Mit dem 1990 eingeführten T4 wechselte das Antriebskonzept an die Front. Der bis 2003 war erstmalig mit zwei verschieden langen Radständen bestellbar. Mit der T5 begann auch die Ära des Rockton. Der geländegängige Allradler basiert auf dem Transporter und ist dementsprechend spartanisch ausgestattet.

Nichtsdestotrotz ist der Volkswagen Transporter Rockton auch in der seit 2015 erhältlichen sechsten Baureihe des Bulli ein cooles Fahrzeug. Lange wird es den T6 wohl nicht mehr geben. Bereits 2020 soll die siebte Generation auf Basis der Modularen Querplattform MQB die Welt erobern. Mehr Pkw als vorher, noch mehr Varianten als je zuvor und dazu modernste Assistenzsysteme sowie die totale Vernetzung.

Für Volkswagen ein wichtiger Schritt, denn die Mitbewerber sind stärker denn je. Als Beispiele gelten die Mercedes-Benz V-Klasse sowie das Bus- und Transporter-Trio von Citroen, Peugeot und Toyota. Die alle mit einer großen Auswahl an Versionen dem T6 die Show stehlen wollen. Seien wir also gespannt, wie Volkswagen Nutzfahrzeuge aus Hannover in weniger als drei Jahren kontert.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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