Porsche feierte am 8. Juni 2018 den 70. Geburtstag mit der Zulassung des ersten Porsche 356

1948 wurden die ersten Sportwagen, die Ferry Porsche, Sohn von Professor Ferdinand Porsche, entwickelt hat, noch in Österreich gebaut. Die Gemeinde Gmünd in Kärnten war der Geburtsort des Porsche 356 und in der ehemaligen Produktionsstätte lädt heute ein Museum zum einem Besuch ein. Der Umzug nach Stuttgart-Zuffenhausen erfolgte zwei Jahre später in die Produktionsstätte der Karosseriewerke Reuter.

Der Käfer im Sportwagenkleid

Das Ur-Modell wurde bis 1955 gebaut, der 356 A bis 1959, der 356 B bis 1963 und der 356 C bis 1965. Abgelöst wurde die Baureihe vom Porsche 911 respektive dem 912, der als Einstiegsmodell der bis heute gebauten Sportwagen-Serie fungierte.

Das typische Boxer-Klingeln des VW Käfers war auch dem Porsche 356 gemein. Kein Wunder, basierte der Sportler doch in großen Teilen auf dem in Wolfsburg gebauten Millionenseller. Zudem wurden unter der vom Käfer-Designer Erwin Komenda gezeichneten Karosse viele Serienteile des Volkswagens verbaut. Dazu gehörten unter anderem das Getriebe, die Bremsen, Vorder- und Hinterachsfederung und die Lenkung.

Sportliche Erfolge des Porsche 356

Die ersten sportlichen Ehren ließen nicht lange auf sich warten. Bereits 1951 starteten die ersten Porsche 356 in Le Mans. Sportversionen gab es auch in Serie. 1955 erschien der der erste Porsche Carrera oder auch 1500 GS mit 100 PS, der nach dem berühmten Langstreckenrennen Carrera Panamericana benannt wurde. 1956, 1957 und 1958 gewannen solche 356er die Gran-Turismo-Klasse bis 2 Liter beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring.

Apropos Versionen. Neben dem klassischen Coupé wurde der Porsche 356 von Beginn an auch als Cabriolet angeboten. Das A-Modell wurde ab 1958 als Convertible D (Version des Speedsters) und als Hardtop mit nicht abnehmbarem Dach gebaut. Ein Hardtop gab es im Zubehör ab 1957 für das Cabrio und den Speedster. Mit dem Typ B löste der Roadster das Convertible D ab.

Tipps für Sammler

Vor wenigen Jahren war ein Porsche 356 durchaus erschwinglich zu nennen. Heutzutage erreichen manche Exemplare exorbitante Preise von weit über einer halben Million Euro. Wer aber sucht, der findet auch hübsche 356er, die noch deutlich unter 100.000 Euro liegen.

 

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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