Tricks und Tipps für ein gepflegtes Auto: Diese Hausmittel helfen dabei, Polster und Scheiben sauber zu bekommen oder unangenehme Gerüche zu bekämpfen – und das auch noch für wenig Geld.

Die Sonne scheint, und nach dem langen Winter könnte es wieder so richtig Spaß machen, mit dem Auto unterwegs zu sein. Wenn sich nicht so viel Schmutz auf Polstern und Teppichboden angesammelt hätte, der einem die Freude ein wenig vermiest. Wie Sie Ihr Auto fit für den Frühling machen, haben wir bereits an anderer Stelle bei auto360.de erklärt. Wie Sie Hausmittel einsetzen, damit Ihr Auto wieder glänzt und gut riecht, zeigen die sechs Tipps

Tierhaare mit Gummihandschuh entfernen

Da nützt das schönste Hundekissen oder die ausgebreitete Decke im Kofferraum nichts: Wenn der Hund ein paar mal im Auto mitgefahren ist, sammeln sich die Haare auf Teppichboden, an Seitenverkleidungen und Kunststoffoberflächen. Diese mit dem Staubsauger wieder einzusammeln, kann zu einer mühseligen Angelegenheit werden. Geheimtipp: Die betroffenen Oberflächen leicht mit Wasser einsprühen. Streicht man anschließend mit  einem Gummihandschuh oder einem Fensterabzieher, den man  zum Beispiel für die Duschabtrennung im Einsatz hat, über die Stellen, bleiben die Tierhaare am Gummi haften.

Katzenstreu gegen beschlagene Scheiben

Im Winter hat sich einiges an Feuchtigkeit im Auto gesammelt. Wer eine Klimaanlage im Auto hat, sollte diese laufen lassen, denn sie entzieht der Luft Feuchtigkeit, die Scheiben beschlagen nicht mehr. Wer keine Klimaanlage hat, kann sich anders behelfen.  Entweder einen Luftentfeuchter im Baumarkt kaufen, oder als Katzenbesitzer (nein: als Dosenöffner) ein wenig von der Katzenstreu abzweigen (bitte von der unbenutzten) und in einen alten Socken  abfüllen, zuknoten und  ins Auto legen. Funktioniert prinzipiell auch mit Reis, denn auch der bindet die in der Luft befindliche Feuchtigkeit.

Selbst gemischter Fleckenentferner

Hier mal ein Sandwich während der Fahrt gegessen und Sauce auf das Sitzpolster gekleckert, dort mal mit Schokoladenkeksen gekrümelt. Wer diese Flecken aus dem Stoff wieder heraushaben will, muss ihnen mit Chemie zu Leibe rücken. Das muss aber nicht der im Zubehörshop gekaufte Schaumreiniger sein, auch ein sebstgemixter Fleckenentferner tut es. Dafür 240 Milliliter Essig mit 3 Esslöffeln Backpulver, 3 Esslöffeln Zitronensaft und etwas Geschirrspülmittel mischen. Fleckenmittel mit einer Bürste in die betreffenden Stellen einreiben, danach mit einem feuchten Tuch auswaschen und trocknen lassen.

Scheibenwischer gründlich reinigen

Nach dem Betätigen der Waschanlage schmieren die Scheibenwischer zum guten Schluss doch wieder einen mehr oder weniger starken Schmutzfilm auf die Scheibe? Das kann am Verschleiß der Wischergummis liegen, aber auch schlicht daran, dass sich Dreck zwischen die Lippen gesetzt hat. Den entfernt man am besten mit einem Stück Küchenpapier, das man in Scheibenreiniger oder Brennspiritus getränkt hat. So lässt sich der Schmutz entfernen und die Gummis werden geschmiert. Damit laufen sie wieder sauber über die Windschutzscheibe und machen sie zuverlässig sauber. Wenn das nicht mehr hilft, nicht am falschen Ende sparen, sondern die Wischerblätter austauschen. Gute Sicht vor allem bei schlechtem Wetter ist ein eindeutiges Sicherheitsplus.

Kaffeepulver als Hausmittel gegen schlechte Gerüche

Im Auto müffelt es, man fühlt sich eher an einen Pumakäfig erinnert? Gründliches Lüften ist das eine. Aber der Geruch, der das Fahrzeug über Gebühr alt wirken lässt, muss raus. Stellen Sie über Nacht eine Schale mit frisch gemahlenen Kaffee in das Auto. Der Kaffee neutralisiert die unangenehmen Gerüche.

Lieblingsduft im selbstgemachten Duftspender

Dutbäume sind ein Mittel, den Geruch im Innenraum ein wenig aufzupeppen. Allerdings sind die Gerüche für empfindliche Nasen oft arg künstlich. Wer seinen Lieblingsduft  im Auto genießen will, dem hilft ein einfaches Hausmittel weiter: eine Wäscheklammer aus Holz. Die kann man nämlich mit einem ätherischen Öl seiner Wahl beträufeln. Zitrusdüfte zum Beispiel wirken belebend, das gleiche gilt für Lavendel. Das Holz nimmt das Öl auf und gibt den Geruch wieder an die Umgebung ab. Einfach die Klammer an einem Lüftungsgitter anklemmen, und schon wird der Geruch über den Luftstrom verteilt. Deshalb Vorsicht beim Beträufeln und erst einmal mit einer kleinen Dosis beginnen.

Alternative zur Wäscheklammer ist ein Stoffsäckchen, das man mit getrockneten Blüten seiner Wahl füllt, vielleicht sogar aus dem eigenen Garten. Lavendel oder Rosen bieten sich an, aber auch Kräuter wie Thymian. Noch intensiver wird das Duftsäckchen, wenn man Blüten mit einem ätherischen Öl beträufelt, das unterstützt die neutralisierende Wirkung. Zu Lavendel passt sehr gut Myrtenöl, mit Rosenblättern harmoniert Orangenöl.

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Foto: SueSchi/Pixelio

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Klaus Justen

Journalist bei Textpool
Klaus Justen hat langjährige Erfahrung in der Automobilbranche und in der Konzeption und Produktion von Print- und Onlinemedien. Er war als Leitender Redakteur bei Automagazinen in der Schweiz und Deutschland tätig und ist Autor für Print- und Onlinemagazine. Spezialgebiet sind neben Auto- und Technikthemen Ratgeberbeiträge rund ums Thema Geld und Auto.
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