Der neue Skoda Enyaq iV wird mit fünf Leistungsstufen, drei Batteriegrößen sowie zwei Motoren und Allradantrieb angeboten.

Nach der Weltpremiere am Abend des 1. September 2020 wurde der rein elektrisch angetriebene Enyaq iV einen Tag später als Führungsfahrzeug bei der Tour de France eingesetzt. Eine bessere und direktere Werbung ist kaum möglich.

Die Highlights des Skoda Enyaq iV

Der Skoda Enyaq iV nutzt den Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) aus dem Volkswagen Konzern. Kern des MEB ist die sogenannte Skateboard-Architektur, bei der die Batterie platzsparend im Unterboden verbaut ist. Drei Akkugrößen, fünf Leistungsstufen von 109 bis 225 kW (148 bis 306 PS) sowie Heck- oder Allradantrieb decken zahlreiche verschiedene Anforderungen und Einsatzbereiche ab.

Skoda definiert Reichweiten von bis zu 510 Kilometern im WLTP-Zyklus und eine Anhängelast von bis zu 1.400 Kilogramm bei Steigungen bis zu 8 Prozent. 200 Kilogramm weniger sind es, wenn 12 Prozent erklimmt werden müssen. Diese Werte gelten allerdings nur für den Skoda Enyaq iV RS mit 225 kW (306 PS).

Exterieur und Interieur

Ganz klar ist der Skoda Enyaq iV als SUV geformt. Im Interieur herrschen ähnliche Platzverhältnisse wie im Kodiaq, obwohl er in der Länge knapper bemessen ist als der Octavia. Die markante Front ziert neben dem großen Grill optional das illuminierte Crystal Face.

Dieses verfügt über das über eine animierte Coming/Leaving Home-Funktion verfügt sowie Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer. Die Voll-LED-Heckleuchten umfassen dynamische Blinker und besitzen ebenfalls eine animierte Coming/Leaving Home-Funktion.

Im Inneren dominieren nachhaltig verarbeitete und recycelte Materialien. Die individuelle Konfiguration des Fahrzeugs erleichtert eine neue Angebotsstruktur: Pakete für zehn Themenbereiche sowie wenige Einzeloptionen sind übersichtlich und in wenigen Schritten konfigurierbar. Das Zentraldisplay ist mit 13 Zoll das größte der Skoda-Modellpalette.

Simply Clever Lösungen

Extra für elektrisch angetriebene Fahrzeuge sind ein Ladekabelreiniger, eine Schutzkappe für die Ladedose und ein Fach für das Ladekabel unter dem Kofferraumboden entwickelt worden. Der Eiskratzer befindet sich beim Enyaq iV innen an der Heckklappe.

Die Antriebsvarianten

Einstiegsmodell ist der Skoda Enyaq iV 50 mit einem 109 kW (148 PS) starken Heckmotor und Heckantrieb. Das maximale Drehmoment beträgt 220 Nm. Seine Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Bruttokapazität von 55 kWh, davon lassen sich 52 kWh netto nutzen. Die maximale Reichweite beträgt 340 Kilometer.

Bis zu 390 Kilometer weit kommt der 132 kW (180 PS) starke iV 60 mit seinem 62-kWh-Akku (netto 58 kWh). Das maximale Drehmoment liegt bei 310 Nm.

Der iV 80 verfügt über eine Leistung von 150 kW (204 PS), ein maximales Drehmoment von 310 Nm und mit 510 Kilometern im WLTP-Zyklus über die größte maximale Reichweite.

Seine Batterie mit 82 kWh (netto 77 kWh) kommt auch in den beiden Allradversionen zum Einsatz. Diese leisten mit dem zweiten Elektromotor an der Vorderachse als Enyaq iV 80x 195 kW (265 PS) und als Enyaq iV RS 225 kW (306 PS). Die Reichweite liegt jeweils bei bis zu 460 Kilometern.

Besonderen Fahrspaß soll das Topmodell, der Skoda Enyaq iV RS, bieten. Er beschleunigt aus dem Stand in nur 6,2 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h und damit 20 km/h höher als bei anderen Leistungsvarianten. Außerdem kann der stärkste Enyaq iV einen bis zu 1.400 Kilogramm schweren Anhänger ziehen. Eine schwenkbare Anhängerkupplung mit elektrischer Entriegelung ist als Option erhältlich.

Das Sondermodell Founders Edition ist auf 1.895 Fahrzeuge limitiert und eine Hommage an die erfolgreiche Unternehmensgeschichte sowie die Gründung durch Václav Laurin und Václav Klement vor 125 Jahren.

Eine von der tschechischen Kristallmanufaktur Preciosa gefertigte Plakette mit laufender Editions-Nummer am Multifunktions-Lederlenkrad kennzeichnet die Fahrzeuge dieser Edition. Die Auslieferung des Skoda Enyaq startet im Frühling 2021.

Fazit

Auch Skoda folgt innerhalb des Volkswagen Konzerns logischerweise mit der Elektrifizierung der Modellpalette. Neben dem von uns bereits getesteten Superb iV PHEV und dem kleinen Citigo ist der SUV das dritte Modell mit elektrischem Antrieb. Die Preise stehen noch nicht fest. Wir werden darüber spätestens bei der Fahrvorstellung berichten.

Dietmar Stanka