Das Motto des Euro Trek von Skoda ist die Entdeckung nahezu unbekannter Regionen in Europa. Der Skoda Karoq Scout mit 140 kW (190 PS) und Offroad-Paket war unser Gefährt für drei Etappen durch Albanien.

Ein faszinierendes Land mit riesigen Bergmassiven und einer traumhaften Küste. Rund 70 Prozent des Landes werden von Gebirgen eingenommen. Im Norden die Albanischen Alpen, weiter in der Mitte des Landes der Tomorr, die Korabi-Kette im Osten mit dem 2.751 Meter hohen Korab und das Epirus-Gebirge im Süden.

In den fruchtbaren Ebenen wird Gemüse und Obst angebaut. Die Vielfalt ist immens und sie werden quer durchs Land an Verkaufsständen angeboten. Riesige Schafherden, oftmals vermischt mit Ziegen, gehören ebenfalls zum typischen Bild von Albanien. Die Tiere werden von Hirten und deren Hunden begleitet. Die freie Natur ist ihr Lebensraum und als Milchlämmer geben die Tiere Milch für Joghurt und Käse, als Mastlämmer liefern sie leckeres Fleisch.

Die erste Etappe

Der Flughafen von Tirana war der Startpunkt des Euro Trek. Leider blieb keine Zeit die quirlige Metropole zu besuchen. Das Mittagessen unterhalb der Burg Petrelë, die einem Adlernest gleich auf einem spitzen Felsen gebaut ist, entschädigte uns dafür mit einer wundervollen Aussicht.

Gleich hinter der Burg begann das erste von noch vielen Offroad-Abenteuern. Das Straßennetz von Albanien ist zwar schon gut ausgebaut, dennoch prägen staubige Schotterpisten das Hinterland mit den vielen kleinen Gehöften und Ansiedlungen.

Rechts und links stehen Olivenbäume soweit das Auge reicht. Knorrig und verwachsen sind vor allem die älteren Bäume, die bis zu 3.800 Jahre alt sind. Elbasan, eine Stadt mit einer von römisch-osmanischen Stadtmauer war unser erstes Etappenziel.

Die zweite Etappe

Am zweiten Tag passierten wir den Stausee von Banjë. Mit einem Fassungsvermögen von 391 Millionen Kubikmetern Wasser, einer Seefläche von 14 Quadratkilometern und einer 80 Meter hohen Staumauer ist er ein wichtiger Teil der Stromversorgung Albaniens. Vorbildlich wird in diesem Land übrigens 95 Prozent des Strombedarfs aus Wasserkraft generiert.

Unseren Mittagsstopp legten wir im traumhaft schönen Städtchen Berat ein. Rechts und links des Flusses Osum reihen sich an den Hängen hübsche weißgetünchte Häuser mit vielen großen Fenstern. Diese Eigenheit brachte Berat den Beinamen „Stadt der tausend Fenster“ ein.

Entlang des Osum führte uns der Weg in den gleichnamigen Canyon mit einer spektakulären Aussicht. Tief in die Erde eingeschnitten bahnt sich das Gewässer seinen Weg. Nach wenigen Kilometern erreichten wir mitten in den Bergen einen abgelegenen Bauernhof, der mit frischen Äpfeln, Honig, frisch gebackenen Küchlein und Säften zu einem kurzen Stopp einlud.

Nach diesem kulinarischen Höhepunkt fuhren wir bis Gjirokastra. Die „Stadt der tausend Stufen“ ist im alten Teil, der auf dem Berg liegt, frisch restauriert worden. Nach ein paar Schritten durch diesen, ebenfalls wie drei Stadtteile von Berat, zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden Bereich, wird der Beiname schnell klar. Es geht gefühlt immer noch hoch bis zur alles überthronenden Burg.

Die dritte Etappe

Nun heißt es schon fast wieder Abschied nehmen von diesem noch so unbekannten Land im Süden Europas. Von Gjirokastra entlang des Flusses Drino düsten wir mit unseren
Skoda Karoq Scout Tross durch das bergige Hinterland der albanischen Riviera. Oberhalb der Hafenstadt Saranda wurde uns das letzte Mal auf dieser Reise auf der Burg Lëkurësi ein Mittagessen serviert.

Durch die Stadt fuhren wir hinunter zum Hafen, wo bereits eine Fähre auf uns wartete. Einmal rückwärts einparken, dann wurden die Leinen gekappt und wir tuckerten in Richtung der Nachbarinsel Korfu. Mit einem letzten wehmütigen Blick zurück auf das sonnenbeschienene Albanien sagten wir Lebewohl zu diesem uns ans Herz gewachsenen Stückchen Europas.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
Dietmar Stanka