Der Yeti ist tot, es lebe der Skoda Karoq. Die Weltpremiere des neuen kompakten SUV am 18. Mai 2017 in Stockholm war ein weiterer Meilenstein für den tschechischen Autobauer. Der  Run auf dieses automobile Segment ist ungebrochen, dass Skoda, genau wie beim Kodiaq, mit einer großen Nachfrage rechnen kann.

Namensgebung des Skoda Karoq

Nach Kodiaq kommt Karoq und in dieser Nomenklatura soll es laut Skoda weitergehen in dieser automobilen Klasse. Der Name und seine Schreibweise haben ihren Ursprung in der Sprache der Alutiig, einem Ureinwohner-Stamm einer der im Süden Alaskas liegenden Inseln.

Knackige Formensprache

Der neue Skoda Karoq ist ganz im Stil der kristallinen Formensprache der tschechischen Marke knackig kompakt gestaltet. Die Fahrzeuglänge von 4,38 Meter ist knapp genug bemessen, um auch im urbanen Umfeld bestens unterwegs zu sein. Typisch für Skoda ist die perfekte Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Innenraums.

Sagenhafte 521 Liter Volumen stehen im Gepäckabteil mit der feststehenden Rückbank zur Verfügung. Wird die Rückbank umgeklappt erhöht sich die Ladekapazität auf 1.630 Liter. Werden die Sitze komplett entfernt, mutiert der Skoda Karoq mit einem Volumen von 1.810 Liter zum Kleintransporter.

Der Flexibilität setzen die Tschechen mit der VarioFlex-Rückbank ein weiteres Krönchen auf. Die verschiebbaren Rücksitze erlauben nicht nur mehr Beinfreiheit für Fondpassagiere, sondern bei Bedarf auch mehr Stauraum (479 bis 588 Liter).

Konnektivität

Mit den Infotainmentsystemen Columbus und Amundsen hält der WLAN-Hotspot Einzug in den Skoda Karoq. Mit dem teureren Columbus steht auch ein LTE-Modul zur Verfügung. Zudem sind die Skoda Connect Dienste LTE-fähig und dienen auf der Infotainment-Seite der Information und der Navigation, auf der Care-Connect-Seite der Hilfe bei Pannen und Unfällen.

Fahrsicherheit

Ein neues Automobil wie der Skoda Karoq muss selbstverständlich serienmäßig und optional ein Bündel an Assistenzsystemen zur Verfügung haben. Beispielsweise den Spurhalte-Assistenten, die Einparkhilfe, den Stauassistenten, Front-Kollisionswarner, Tote-Winkel-Warner und den vorausschauenden Fußgängerschutz. Mit dem neuen Anhänger-Assistenten lässt sich die Zuglast von bis zu 2 Tonnen zudem leicht rangieren.

Antriebseinheiten

Fünf Motorvarianten, zwei Benziner und drei Diesel, stehen mit einer Leistungsbreite von 85 kW (115 PS) bis 140 kW (190 PS) zur Wahl. Sämtliche Aggregate sind Turbos mit Start-Stopp-System und Bremsenergierückgewinnung. Ein manuelles Sechsgang-Getriebe ist Serie, optional ist das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG. Ausnahme ist der stärkste Diesel, der ausschließlich mit DSG und Allradantrieb ausgestattet ist. Eine weitere Besonderheit hat der neue 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS aufzuweisen. Bei Teillast werden zwei Zylinder abgeschaltet und damit die Effizienz erhöht.

Ausblick

Die Weltpremiere vor großem Publikum wird für den Skoda Karoq auf der IAA in Frankfurt Mitte September zelebriert. Die Markteinführung ist für Ende Oktober, Anfang November geplant. Preise wurden noch nicht genannt. Auto360.de vermutet einen Basispreis von unter 21.000 Euro. Spätestens mit der Fahrvorstellung wird es auf diesem Portal mehr Infos über den neuen Karoq geben. Erste Fahraufnahmen des noch getarnten Karoq sind in diesem Video zu sehen.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
Dietmar Stanka