Mit den Erstnotierungen an den Börsen von Mailand und Paris am 18. Januar 2021 ist die Fusion von PSA und FCA zu Stellantis endgültig vollbracht.

Die zwei Konzerne führen weltweit insgesamt 400.000 Mitarbeiter und 14 Autohersteller zusammen. Geleitet wird der Autogigant von Carlos Tavares, der bis dato PSA als CEO führte. Das Unternehmen ist an den Börsen unter dem Kürzel STLA und WKN: A2QL01 zu finden.

PSA und FCA Logo

PSA und FCA Logo

Mobile Vielfalt

Mit einer Historie von 125 Jahren beheimatet Stellantis ein umfangreiches Portfolio von Luxus-, Premium- und Pkw für die breite Masse. Dazu Pickups, SUVs und leichte Nutzfahrzeugen sowie spezielle Mobilitäts-, Finanz-, Ersatzteil- und Servicedienste.

Aus Italien stammen die Marken Abarth, Alfa-Romeo, Fiat, Lancia und Maserati. Aus Frankreich kommen Citroën, DS und Peugeot, aus den USA gesellen sich Chrysler, Dodge, Jeep und RAM dazu. Opel ist die darunter die einzige deutsche Marke, Vauxhall der britische Ableger. Free2Move und Leasys ergänzen das Portfolio mit mobilen Diensten. Ferrari selbst ist als eigenständig börsennotiertes Unternehmen nur über eine Beteiligung in diesem Verbund.

Carlos Tavares

Carlos Tavares

Stellantis ist weltweit aufgestellt

Stellantis verfügt bereits über eine starke Präsenz in Europa, Nord- sowie Lateinamerika. Nahezu nicht ausgeschöpft sind die wichtige Märkte China, Afrika, dem Nahen Osten, Ozeanien und Indien. Mit Werken in mehr als 30 Ländern ist das Unternehmen in der Lage, Fahrzeuge und Dienstleistungen in mehr als 130 Märkte zu liefern.

Mit der Fusion strebt Stellantis nach der Anlaufphase jährliche Synergien von mehr als 5 Milliarden Euro an. Diese Zahl soll durch die Umsetzung intelligenter Einkaufs- und Investitionsstrategien, die Optimierung der Antriebsstrang- und Plattformnutzung, die Anwendung modernster Forschungs- und Entwicklungsmethoden sowie die kontinuierliche Fokussierung auf die Effizienz in der Fertigung erreicht werden. Werksschließungen sind in dieser Schätzung nicht vorgesehen.

Opel Werk Rüsselsheim - Pkw-Fertigung

Opel Werk Rüsselsheim – Pkw-Fertigung

Statements

John Elkann, Chairman des elfköpfigen Verwaltungsrats von Stellantis: „Es ist kein Zufall, dass Stellantis genau dann entsteht, wenn unsere Welt eine neue Art von Automobilunternehmen benötigt, die sich für saubere und intelligente Lösungen einsetzen, um die Freiheit der Mobilität für alle zu ermöglichen. Unsere globale Größe und Reichweite bieten uns die Ressourcen, um in modernste Technologien, unverwechselbare Exzellenz und eine unübertroffene Auswahl für unsere Kunden zu investieren. Aber es ist die geografische und kulturelle Vielfalt der Mitarbeiter von Stellantis, die vom ersten Tag an unser größter Wettbewerbsvorteil ist. Sie sind es, die mit ihrer Energie, ihrem Know-how und ihrem konstanten Engagement Stellantis zu dem machen, was es ist. Und sie sind es, die Tag für Tag ein noch großartigeres Unternehmen für diese neue Ära der Mobilität aufbauen werden.“

Stellantis Werk Mulhouse

Stellantis Werk Mulhouse

Carlos Tavares, CEO von Stellantis kommentierte den ersten Tag: „Dies ist ein großer Tag. Ein Jahr, nachdem wir dieses Projekt angekündigt haben, entsteht Stellantis, ungeachtet der beispiellosen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die COVID-19-Pandemie verursacht wurden. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Teams bedanken, die dies möglich gemacht haben, und auch bei der gesamten Belegschaft, die unser Geschäft in diesem außergewöhnlichen Jahr weiter vorangebracht hat.  Dies zeigt die Agilität, Kreativität und Anpassungsfähigkeit unseres Unternehmens, das darauf abzielt, eher großartig als einfach nur groß zu sein und beschlossen hat, viel mehr zu sein, als die Summe seiner Einzelteile. Es ist auch ein weiteres Signal für die Entschlossenheit des neuen Unternehmens, in diesem sich ständig verändernden Umfeld ein führender Akteur in der Automobilindustrie zu sein. Stellantis hat sich dem ‚Streben nach Exzellenz‘ verschrieben und will das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter steigern.“

Fertigung

Fertigung

Fazit

Mit der Fusion von PSA und FCA entsteht der weltweit viertgrößte Automobilkonzern. Vor der der Covid-19-Pandemie verkauften FCA und PSA zusammen mehr als acht Millionen Fahrzeuge. Daraus resultierte ein Jahresumsatz von knapp 170 Milliarden Euro. Nur Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund setzten 2019 mehr Fahrzeuge ab.

Dietmar Stanka