Mit dem Across und dem Swace präsentierte Suzuki kürzlich zwei neue Fahrzeuge.

Automobile mit japanischer Herkunft aus dem Hause Toyota. Einmal den Across, der technische Zwilling des RAV4 und zudem der Swace, ein nahezu komplett adaptierter Corolla Touring Sports. Die Kooperation der beiden Autobauer entstand 2019 durch einen gegenseitigen Aktienkauf in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro.

Die Ziele sind einerseits das Kleinwagen-Knowhow von Suzuki mit Toyota zu teilen. Andererseits ist es die große Expertise von Toyota in Bezug auf die Elektrifizierung von Automobilen, die Suzuki helfen soll, die CO2-Werte zu senken.

Suzuki Across PHEV

Der Plug-in Hybrid Across hat einen für Suzuki ungewöhnlich hohen Preis. Satte 56.810 Euro muss man für den allradgetriebenen SUV hinblättern. Zum Vergleich, der Toyota RAV4 Plug-in Hybrid, startet bei, zugegeben nicht ausstattungsbereinigten, 46.292,77 Euro. Da lohnt es sich, genau hinzuschauen, denn die Top-Version des RAV4 liegt bei 58.380,16 Euro.

Optisch unterscheiden sich die beiden Japaner nur unwesentlich. Das Suzuki-Logo hat rundherum und innen das von Toyota ersetzt. Richtig deutlich wird der Auftritt an der Front. Der Suzuki verfügt über einen größeren Kühlergrill, der weit nach unten gezogen erst über dem Unterfahrschutz endet.

Die Scheinwerfer des Across sind schmaler geschnitten als beim RAV4, zudem sind die seitlichen Lufteinlässe mit den integrierten Nebelscheinwerfern deutlich anders designt. Das Plug-in Hybridsystem des Suzuki Across besteht aus zwei Elektromotoren und einem 2,5-Liter-Benziner.

Der E-Motor an der Vorderachse leistet 134 kW (182 PS) und kann den Across mit einem vollen Akku laut Herstellerangaben bis zu 75 Kilometer rein elektrisch fahren lassen. Da die Akku-Kapazität bei 18,1 kWh liegt, kann dies in der Praxis bei sehr effizienter Fahrweise möglich sein.

Der konventionelle Motor leistet 136 kW (185 PS) und an der Hinterachse sorgt ein weiterer E-Motor mit 40 kW (54 PS) für den elektronischen Allradantrieb. In Summe kommt der Across auf eine Systemleistung 225 kW (306 PS). Das treibt den rund 2 Tonnen schweren Allradler in sagenhaften 6 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Suzuki Swace

Ähnlich nah am Original ist der Swace, der ausschließlich als Voll-Hybrid zu bekommen ist. Die stärksten Veränderungen sind ebenfalls an der Front und natürlich bei den Logos zu erkennen. Die Leistung von E-Motor in Kombination mit dem 1,8-Liter-Benziner liegt bei 90 kW (122 PS). Der Preis des 4,65 Meter langen Kombis startet mit einer üppigen Serienausstattung bei 30.559 Euro und damit deutlich näher am Original, das ab 29.029,55 Euro zu erwerben ist.

Unter anderem sind LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, die Lenkradheizung, eine Zweizonenklimaautomatik, beheizbare Vordersitze und eine Ambientebeleuchtung Serie. Zudem ein Multimedia-Audio-System mit einem 8 Zoll großen Bildschirm, DAB-Radio und Bluetooth. Außerdem fast schon obligatorisch Apple CarPlay und Android Auto. Zum Laden von Smartphones ist eine kabellose Ladeschale (Qi-Standard) in der Mittelkonsole verfügbar.

Als umfangreich sind auch die serienmäßigen Fahrassistenzsysteme des Swace zu bezeichnen. Darunter der adaptive Tempomat (ACC), die Verkehrszeichenerkennung, das Spurhaltewarnsystem mit Lenkeingriff, der Ausparkassistent (RCTA) und das Pre-Collision System (PCS), das mit Hilfe von Millimeterwellen-Radar und Monokamera andere Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer erkennt.

Ein erstes Fazit

Wir werden uns die beiden Japaner bald für einen ausführlichen Praxistest vornehmen und dann darüber mit vielen weiteren Informationen, Fotos und Fahreindrücken berichten. Für die Händler von Suzuki sind die neuen Modelle in jedem Fall eine Bereicherung ihrer Fahrzeugpalette.

Dietmar Stanka
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