Citroen, Peugeot, Toyota und ab dem Sommer 2019 auch Opel. Ein gemeinsamer Transporter. Und ein Bus. Und ein Kastenwagen.

Und das mit verschiedenen Fahrzeuglängen. Weil ja so viele verschiedene Bedürfnisse zu erfüllen sind. In diesem vor allem in Deutschland von Mercedes mit der V-Klasse und in erster Linie mit dem T6 von Volkswagen beherrschten Segment. Wir haben uns ausführlich mit dem Citroen SpaceTourer in XL beschäftigt. Der Bus für die Familie, den Sportler oder einen Shuttle-Dienst.

Die XL-Version des Citroen SpaceTourer

Mit 4,60 Metern ist der Citroen SpaceTourer XS als kompakter Van ein stadttauglicher Gefährte. Die mittlere Länge M respektive liegt bei 4,95, der von uns getestete XL streckt sich 5,30 Meter. Die Ladevolumina betragen 1.978, 2.381 und 2.932 Liter. Ordentliche Werte für die bis zu neun Personen fassenden Kleinbusse. Wobei unser in der Ausstattungslinie Shine ausgeführte Testwagen, sieben mit Leder bezogenen Einzelsitze aufwies.

Der Citroen SpaceTourer spannt zwischen den beiden hoch angesetzten Scheinwerfern zwei Chrombändern die sich mittig zum Doppelwinkel, dem typischen Markensignet von Citroen erheben. Fein sind die beiden Schiebetüren, die sich bei unserem Testwagen schlüssellos elektrisch öffneten und auch wieder schlossen.

Das Cockpit ist ergonomisch aufgebaut, das serienmäßige Navigationssystem wird auf einem 7 Zoll kleinen Touchscreen dargestellt. Über diesen Bildschirm werden zudem die Funktionen des Audiosystems inklusive DAB-Radio sowie Bluetooth und Apple CarPlay und Android Auto gesteuert.

Ein typisches Gimmick aus dem Hause PSA zeigt sich auch im Citroen SpaceTourer. Zur Überwachung des hinteren Innenraums ist neben dem Rückspiegel ein kleinerer Spiegel angebracht. Wünschenswert wären aber zusätzliche Funktionen der beiden Außenspiegel zur besseren Sicht in den Nahbereichen neben dem Fahrzeug.

Die Antriebskräfte

130 kW (177 PS) und eine Achtgang-Automatik bilden die Basis des Vortriebs mit dem Citroen SpaceTourer, mit dem wir über zwei Wochen und mehr als 2.000 Kilometer unterwegs waren. Schnelle Autobahn-Fahrten wechselten sich mit einigen Passagen über teilweise kurvenreiche Landstraßen sowie Stadtfahrten ab.

Die Verbrauchswerte variierten ebenso wie die befahrenen Strecken. Im lockeren Crusing-Modus und auch bei vorausschauenden Fahrten im urbanen Umfeld erreichten wir problemlos 7 bis 7,5 Liter.

Anders sah es auf freien Autobahnen aus, wo wir mit dem Kleinbus mit dem Format einer Schrankwand gerne auch mal um die 11 Liter benötigten. im kombinierten Mix waren es unter dem Strich etwas mehr als 8,5 Liter. Durchaus angemessen für den 1,9 Tonnen schweren Citroen SpaceTourer.

Das auf Komfort und Dynamik ausgelegte Fahrwerk ist perfekt für den bequemen Transport von Personen ausgelegt. Aufgebaut auf der modularen Plattform EMP2 des PSA-Konzerns, stand viel Platz, optimale Wendigkeit und hohes Kofferraumvolumen an den ersten Stellen des Lastenheftes.

Mit dem 177 PS starken Citroen SpaceTourer lassen sich nur Menschen und Sportgeräte optimal transportieren. Mit seiner Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen ist er auch als Zugfahrzeug für Boote, Pferdeanhänger oder Wohnwagen bestens geeignet.

Die Ausstattungsvarianten

Neben dem SpaceTourer, der in den Versionen Feel, Shine, Rip Curl, Business und Business Louge erhältlich ist, steht zudem die Transporter-Version Jumpy Kombi zur Wahl. Damit sind die Angebote ähnlich aufgebaut, wie bei den Mitbewerbern aus Hannover und Stuttgart.

Will heißen, der Jumpy ist ideal für den Handwerker oder Lieferdienst. Feel und Business für den etwas anspruchsloseren Transport für Güter oder auch Personen. Der Rip Curl ist eine gute Wahl für den Freizeitsportler und der Shine mit deutlich mehr Komfort und Ausstattungsumfängen für Familien und VIP-Fahrten.

Mit 34.5300 Euro ist der Business mit dem kurzen Radstand XS und dem 116-PS-Diesel das Einstiegsmodell der Baureihe. Diese Version ist unter anderem mit einer Audioanlage mit Bluetooth und USB-Anschluss, Klimaanlage, sowie einer Schiebetür auf der rechten Seite ausgestattet.

Mit dem Feel, der ab 35.650 Euro mit dem mittleren Radstand M und dem 95-PS-Diesel beginnt, kommt mehr Variabilität ins Spiel. Unter anderem mit einzelnen Rücklehnen in der zweiten Sitzreihe sowie der Möglichkeit diese auf Schienen zu verstellen, umzuklappen oder auch zu entfernen.

Der Shine bietet unter anderem mit einer Klimaautomatik, dem Citroen Connect Navigationssystem inklusive Digitalradio DAB+, Sitzheizung vorne, Head-up-Display, Xenon-Scheinwerfern, rechts und links elektrisch zu öffnenden Seitentüren, schlüssellosem Zugang sowie Glasdach mehr Luxus, Komfort und Sicherheit. Zum jetzigen Zeitpunkt fehlt leider die Option LED-Hauptscheinwerfer zur ordern. Möglicherweise werden diese mit dem Facelift angeboten.

Fazit

Die Alternativen sind vielfältig geworden. Citroen, Peugeot, Toyota und nun auch Opel sind mit ihren Produkten konkurrenzfähiger denn je. Die reichhaltige Auswahl zwischen reinen Transportern und hochwertigen Kleinbussen mit VIP-Charakter steht den der Platzhirschen Mercedes und VW fast nicht nach.

Dazu gesellen sich Camper oder Fahrzeuge für spezielle Einsatzzwecke wie die Feuerwehr, Taxis oder auch Rettungswagen. Deshalb sehen wir den Citroen SpaceTourer als adäquaten Mitbewerber in dem relativ kleinen Umfeld der Kleinbusse.

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Citroen SpaceTourer Shine XL

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Achtgang-Automatik

Hubraum in ccm: 1.997

Leistung in kW (PS) bei U/min: 130 (177)/3.750

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 400/2.000

Beschleunigung 0-100 km/h in s: n.n.

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 185

Tankinhalt: 70 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 5,5 l auf 100 km

CO2-Emission kombiniert in g/km: 146

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 5.309/1.920/1.950

Radstand in mm: 3.275

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.845

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.800

Ladevolumen in l: 2.932

Bereifung: 225/55 R 17

Felgen: 7 x 17″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 53.150

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
Dietmar Stanka

Letzte Artikel von Dietmar Stanka (Alle anzeigen)