Die dritte Generation des erfolgreichen Ford Kuga wurde elektrisiert.

Neben dem Mild-Hybrid namens EcoBlue Hybrid mit 48-Volt-Technologie wird der kompakte SUV mit Plug-in-Hybrid und ab Ende 2020 auch als Vollhybrid-Modell angeboten.

Mehr Raum im neuen Ford Kuga

Der neue Ford Kuga ist 89 Millimeter länger und 44 Millimeter breiter als die Vorgänger-Generation. Mit diesem Wachstum streckt er sich auf 4,61 Meter und bietet damit einen Radstand von 2,71 Metern. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Für alle Passagiere ist mehr Platz geschaffen worden. Der Gepäckraum gewann 19 Liter und fasst nur 475 Liter.

Die neue Instrumententafel zeichnet sich durch einen 12,3 Zoll großen Bildschirm aus. Die Designer haben das typische Rechteckformat mit einer Freiform-Technologie abgelöst, was eine harmonische Integration in das Cockpit ermöglicht. Mit dem Bedientasten am Lenkrad und den Menüs am mittig angebrachten Touchscreen lässt sich der neue Ford Kuga auch ohne Studium der Bedienungsanleitung intuitiv steuern.

Der Antrieb

Die Basis des Kuga mit Mild-Hybrid bildet der bekannte 2-Liter-Diesel, den wir bereits im Vorgänger getestet haben. Mit der 48-Volt-Technologie wird der Verbrenner bei niedrigen Drehzahlen von einem Elektromotor unterstützt. Genauer betrachtet ist dies ein per Keilrippenriemen angetriebenen Starter-Generator mit einer Leistung von 11,5 kW (16 PS).

Die auch Belt-driven Integrated Starter/Generator (BISG) genannte Einheit ersetzt die konventionelle Lichtmaschine. Je nach Motordrehzahl steuert der Generator bis zu 50 Nm an Drehmoment bei, die der Diesel dann nicht leisten muss. Das bringt den kombinierten Verbrauch laut der neuen Abgasnorm WLTP auf 5,1 Liter (NEFZ: 4,4 l) und den CO2-Ausstoss pro Kilometer auf 135 Gramm (NEFZ: 113 Gramm).

Die Aufladung der luftgekühlten 48 Volt-Lithium-Ionen-Batterie mit 10 Ah erfolgt automatisch durch das Bremssystem beim Ausrollen oder beim Abbremsen des Fahrzeugs durch Rekuperation.

Bei unserer ersten Ausfahrt überzeugt der neue Ford Kuga EcoBlue Hybrid mit einem flotten Anzug und einer sehr guten Abstimmung des Fahrwerks. Geschaltet wird der Mild-Hybrid immer mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Die optional erhältliche Achtgang-Automatik ist bei den Selbstzündern dem 1,5-Liter mit 88 kW (120 PS) und dem 2-Liter mit 140 kW (190 PS) vorbehalten.

Ausstattungsversionen

Der Ford Kuga EcoBlue Hybrid ist in allen Varianten von Cool & Connect, Titanium, Titanium X, ST Line, ST Line X bis hin zum Vignale erhältlich. Gestartet wird bei 33.050 Euro, unser Testwagen, ein Vignale, kostet 41.400 Euro.

Die mehr als 8.000 Euro Preisunterschied begründen sich mit dem reichhaltigen Ausstattungsumfang des Vignale. So sind unter anderem adaptive LED-Scheinwerfer mit blendfreiem Fernlicht-Assistenten und dynamischem Kurvenlicht, die automatische Leuchtweitenregulierung und LED-Nebelscheinwerfer Serie.

Angenehmes Reisen bereitet die aktive Geräuschkontrolle, die Einparkhilfen sowie ein Head-up Display. Die auf unserem Testwagen montierten 20-Zoll-Leichtmetallräder im 10-Speichen-Design in glanzgedrehter Pearl-Grey-Premiumlackierung sind optional für 1.200 Euro erhältlich.

Zudem ist die Lederpolsterung mit Sitzmittelbahnen und Sitzwangen in Leder inklusive elektrisch einstellbarer Lendenwirbelstütze sowie eine elektrische und sensorgesteuerte Heckklappe an Bord.

Assistenzsysteme

Ford stattet den Ford Kuga EcoBlue Hybrid mit einer Vielzahl von Konnektivitätslösungen und Assistenzsystemen aus. Zum Serienumfang gehören der Fahrspur-Assistent inklusive Fahrspurhalte-Assistent, die Geschwindigkeitsregelanlage und ein Geschwindigkeitsbegrenzer mit Tempolimit-Anzeige.  

FordPass Connect inklusive eCall und der WLAN-Hotspot gehören ebenfalls zur Serienausstattung. Viele der FordPass-Datendienste sind zudem seit Kurzem kostenlos. Darunter die Überprüfung von Füllständen, der Ver- und Entriegeln der Türen und die Ortung des Fahrzeugstandorts.

Weitere Features sind der Pre-Collision-Assist inklusive Auffahrwarnsystem mit Fußgänger- und Fahrraderkennung, ein selektiver Fahrmodus-Schalter und eine geschwindigkeitsabhängig arbeitende elektro-mechanische Servolenkung.

Fazit

Mit einer so noch nicht vorhandenen Auswahl an Antrieben ist der Ford Kuga in der dritten Generation erhältlich. Der Mild-Hybrid inklusive Diesel ist für Vielfahrer definitiv ein interessantes Angebot. Und mit dem Vignale zieht auch ein Hauch von Luxus und Exklusivität in den sparsamen SUV ein. Mehr über die Kuga-Familie folgt im Lauf des Jahres, beispielsweise mit einem ausführlichen Praxistest des Plug-in-Hybrid.

Fotos: Thomas Starck

Ford Kuga Vignale 2,0 EcoBlue Hybrid Seite

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Ford Kuga Vignale 2,0 EcoBlue Hybrid

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Sechsgang-Schaltung

Hubraum in ccm: 1.996

Leistung in kW (PS) bei U/min: 110 (150)/3.500

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 370/2.000 – 2.500

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 9,6

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 194

Tankinhalt in l: 60

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 4,4

CO2-Emission kombiniert in g/km: 115

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.629/1.883/1.680

Radstand in mm: 2.710

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.735

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.245

Kofferrauminhalt in l: 475 – 1.534

Bereifung: 225/60 R18

Felgen: 7,5 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 41.100

Dietmar Stanka