Steckbrief Ford Mondeo Vignale Hybrid

In Nordamerika heißt der Mondeo Fusion. Auf das leichte Facelift des Amis im Jahr 2017, das vor allem die Frontpartie betraf, müssen sich die Europäer wohl bis 2019 gedulden. Wir schnappten uns im August 2018, in der größten Hitze des Jahres, den Ford Mondeo Vignale Hybrid. Eine edel ausgestattete Limousine mit hoher Effizienz.

Der einzige Hybrid im Programm

Der Mondeo Hybrid ist im Moment das einzige elektrifizierte Modell von Ford in Europa. Ein klassischer Voll-Hybrid mit einer Leistung von 140 kW (187 PS) und einem stufenlosen Automatikgetriebe, der kurze Strecken rein elektrisch zurücklegen kann. Dazu ist er als Top-Modell Vignale mit 42.800 günstig eingepreist.

Die Kombination Vignale und Hybrid verwandelt den Ford Mondeo in ein luxuriöses Automobil mit Spareffekt. Der Mix macht es aus. Durch die Rekuperation, also die Gaswegnahme oder Bremsen lädt sich die Batterie auf und damit steht der Elektromotor  als zusätzliche Kraftquelle zur Verfügung.

Mittels des sechsstufigen Direktschaltgetriebe, funktioniert wie eine Automatik, beschleunigt der Ford Mondeo Vignale Hybrid in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 187 km/h schnell.

In den zwei Wochen unseres Tests lag der Verbrauch bei rund 6 Litern und damit 1,2 Liter höher als der von Ford angegebene kombinierte Wert. Wir waren aber, der großen Hitze wegen, immer mit Klimaanlage und definitiv nicht immer nur auf Sparflamme unterwegs.

Für wen ist der Ford Mondeo Vignale Hybrid geeignet?

Wer viel Kurzstrecken- oder Pendelverkehr zurücklegen muss, ist mit einem Voll-Hybriden wie dem Ford Mondeo bestens bedient. Wer zudem auf klassische Limousinen mit amerikanischer Formensprache steht, dem dürfte der Mondeo ans Herz wachsen.

Stichwort Vignale: für so wenig Geld gibt es sonst kaum so viel Luxus wie feines Leder, LED-Hauptscheinwerfer, Navi mit Ford Sync3 sowie die Vignale-Sonderleistungen wie beispielsweise eine monatliche kostenlose Fahrzeugwäsche oder den Aufbereitungsservice bei jeder Inspektion. Weitere Features dieses Version sind in unserem Fahrbericht des Ford Kuga Vignale zu finden.

Zudem glänzt die sauber verarbeitete Limousine mit guten Fahreigenschaften und hoher Effizienz. Obwohl die Rücksitze umzuklappen sind, ist der Transport größerer Gegenstände schwierig. Wir probierten es mal mit einem Rennrad, aber dann muss der Kofferraumdeckel fixiert werden, da das Rad nicht ganz reinpasst.

Sehr schade also, dass Ford den Mondeo Hybrid nicht als Turnier, will heißen Kombi, im Angebot hat. Mit solch einer Version könnten wir uns einen größeren Erfolg dieses wirklich gelungenen Automobils vorstellen.

Fazit

Er ist ein Klassiker unter den am Markt erhältlichen Limousinen. Der Ford Mondeo mag zwar etwas in die Jahre gekommen sein, technisch ist er definitiv auf der Höhe der Zeit geblieben. Davon zeugen das moderne Antriebskonzept sowie die umfangreichen Assistenzsysteme und FordSync3 mit sehr guter Sprachsteuerung. Da der Ford Mondeo kommendes Jahr noch sein kleines Facelift erfahren soll, dürfte die Verhandlungsbasis beim Ford-Händler stärken. Das ein oder andere Prozentchen dürfte beim Kauf drin sein.

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Ford Mondeo Vignale Hybrid

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner + Elektromotor

Getriebe: 6-Stufen-Direktschaltgetriebe

Hubraum in ccm: 1.999

Leistung in kW (PS) bei U/min: 140 (187)/6.000

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 173/1.750 – 4.500

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 9,2

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 187

Tankinhalt in l: 53

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 4,2

CO2-Emission kombiniert in g/km: 92

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.871/1.852/1.501

Radstand in mm: 2.850

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: n.v.

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.250

Kofferrauminhalt in l: 429

Bereifung: 235/45 R18

Felgen: 8 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 42.800

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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