Wir empfinden Limousinen mit einem ordentlichen Gepäckraum als wohltuende Bereicherung in der automobilen Welt. So wie den Hyundai i30 Fastback.

Die dritte Karosserieversion neben dem klassischen Hatchback und dem Kombi ragt in seiner Klasse hervor. Ähnlich wie der Skoda Octavia verfügt er über eine große Heckklappe, unter der ein Ladevolumen von 450 bis zu 1.351 Litern zur Verfügung steht.

Die Formensprache des Hyundai i30 Fastback

Eine Limousine mit dem Charakter eines Coupés und nahezu dem Platz eines Kombis. Die fließenden Linien des Hyundai i30 Fastback sind in diesem Segment eher selten anzutreffen. Diese Besonderheiten stärken den individuellen Auftritt des im tschechischen Nošovice gebauten Südkoreaners, der den klassischen i30 in der Länge um 115 Millimeter überragt, aber 30 Millimeter flacher ist.

Identisch ist der lange Radstand von 2,65 Metern, der genügend Raum für bis zu fünf Passagiere schafft und zudem für ein ausgewogenes Fahrverhalten sorgt. Das Cockpit ist mit seiner klassischen Gestaltung ein Vorbild für Ergonomie und lässt eine schnelle und intuitive Bedienung zu.

Das Fahrverhalten mit dem 1,4-Liter-Turbo-Benziner

Unser Testwagen war mit dem 103 kW (140 PS) starken Turbo-Benziner und dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet, der ein maximales Drehmoment von 242 Nm in Richtung Vorderräder schickt. Während unserer 14-tägigen Testdauer scheuchten wir den Hyundai i30 Fastback in Windeseile über nahezu leere Autobahnen, fuhren dynamisch über Landstraßen und schlichen uns durch den Stadtverkehr.

In allen Situationen vermittelte uns dieses Automobil viel Fahrspaß, Dynamik und gleichzeitig komfortables Reisen. Die Verbrauchswerte pendelten zwischen 6 und etwas mehr als 9 Litern und lagen zusammengerechnet im Schnitt bei etwas mehr als 7 Litern. Mit Sommerreifen und mehr Zurückhaltung beim sportlichen Fahren hätte sich der Spritkonsum den von Hyundai kommunizierten 5,9 Litern deutlich angenähert.

Hyundai spendierte dem i30 Fastback ein deutlich sportlicheres Fahrwerk mit einer elektrisch unterstützten Lenkung mit höchster Präzision und die Möglichkeit, die Fahrdynamik einzustellen. Eco, Normal und Sport sind die Wahlmöglichkeiten, die unmittelbar Leistung und Schaltvorgänge beeinflussen.

Beim Cruisen und in der Stadt empfiehlt sich der sparsame Eco-Modus, auf der Autobahn der Normal-Modus und bei schnell durchzuführenden Überholvorgängen dreht der Sport-Modus die Gänge höher aus und vermittelt dadurch neben mehr Power auch einen höheren Grad an Sicherheit.

Die Ausstattungsumfänge

Neben dem von uns getesteten Hyundai i30 Fastback 1.4 T-GDI ist dieses Modell auch mit dem 1-Liter-Dreizylinder mit 88 kW (120 PS) sowie dem komplett überarbeiteten 1,6-Liter-Diesel mit 100 kW (136 PS) zu bekommen. Als Versionen stehen der Trend ab 22.350 Euro mit 120 PS und 23.250 mit 140 PS zur Wahl.

Der stärkere Benziner wird zudem als N-Line für 25.350, Style für 25.670 und Premium für 27.770 Euro angeboten. Das optionale 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, erhältlich für den 1,4-Liter und den Diesel, liegt bei einem Aufpreis von 1.900 Euro. Der Selbstzünder ist zudem nur als Style für 28.280 und als Premium für 30.380 Euro zu bestellen.

Mit der Premium-Version schickt Hyundai serienmäßig alle verfügbaren Assistenzsysteme ins Rennen. Basierend auf Kameras sind der Spurhalte-Assistent, die City-Notbremsfunktion. die Verkehrszeichenerkennung und der Fernlichtassistent. Mit Radar funktionieren die adaptive Geschwindigkeitsregelung, der autonome Notbrems-Assistent mit Fußgängererkenunng, der Tote-Winkel-Warner und der Querverkehrswarner.

Zudem weist die Premium-Version LED-Hauptscheinwerfer, den schlüssellosen Zugang und Sitze mit einer Stoff-Leder-Kombination auf. Zusätzlich werden über den acht Zoll großen Touchscreen die Audioanlage mit DAB+ sowie Android Auto und Apple CarPlay bedient. Die sinnvolle Navigationseinheit ist für 600 Euro bestellbar.

Fazit

Mit dem Hyundai i30 Fastback kann man sich wohltuend von der Masse abheben. Seine Optik spricht für sich selbst. Die umfangreiche Ausstattung inklusive verdammt viel an Sicherheit ist für diesen Preis ein tolles Angebot. Daneben bereitet der kräftige Motor viel Fahrspaß.

Die Verarbeitung und der Materialmix überzeugen ebenso wie die 5-Jahres-Garantie ohne Kilometer-Begrenzung, die sich mit jeder Wartung in einer Vertragswerkstatt um ein Jahr unbefristet bis zu einer Gesamtfahrleistung von 200.000 Kilometern verlängert.

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Hyundai i30 Fastback 1.4 T-GDI Premium

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DCT

Hubraum in ccm: 1.353

Leistung in kW (PS) bei U/min: 103 (140)/6.000

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 242/1.500

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 9,4

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 205

Tankinhalt in l: 50

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,7

CO2-Emission kombiniert in g/km: 130

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.455/1.795/1.425

Radstand in mm: 2.650

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.514

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.860

Kofferrauminhalt in l: 450 – 1.351

Bereifung: 225/40 R 18

Felgen: 7,5 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 29.670

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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