Die Koreaner erleben mit dem Hyundai i30 N auf dem deutschen Markt viel Freude.

Rund 25 Prozent aller verkauften i30 trugen seit dem Verkaufsstart das Logo N des Kompaktsportler mit 275 PS. Ach so, es wird nur noch der Performance angeboten, weil sich die schwächere Version mit 250 PS überhaupt nicht rentierte. Seit Anfang 2019 wurde das Angebot um den Fastback erweitert. Ein hübsches Automobil, wie wir ja bereits im Fahrbericht im März 2019 feststellten.

Individueller Auftritt

In der Klasse der kompakten Sportler ist der Hatchback erste Wahl. Wie schön, dass es mit dem Hyundai i30 N Fastback ein Alternative gibt. Die übrigens nahezu genauso praktisch ist, wie das klassische Pendant des i30 N. Denn unter die hoch aufschwingende Heckklappe passen zwischen 450 und 1.351 Liter hinein.

Ein weiterer Vorteil ist die um immerhin 3 Zentimeter niedrige Dachlinie und die um 12 Zentimeter gestreckte Karosserie. Die großen 19-Zöller mit den speziell für den i30 N entwickelten 235ern Pirelli P Zero füllen die Radhäuser perfekt aus. Die Kühlung der großzügig dimensionierten Bremsanlage werden von den aerodynamisch optimierten Lufteinlässen erfüllt.

Das Shadow Grey unseres Testwagens ist ausschließlich dem Hyundai i30 N Fastback vorbehalten. Ein Farbton, der dem Kompaktsportler ungemein steht. Eine weitere eindeutige Identifikation ist die durchgehende Leiste des Reflektors am hinteren Stoßfänger sowie die Grafik der LED-Rückleuchten. Die ebenfalls wie die LED-Scheinwerfer zum Serienumfang gehören.

Das Fahrverhalten des Hyundai i30 N Fastback

Hyundai hat bei der Entwicklung des i30 N Fastback drei Kernelemente in den Fokus gestellt. Kurvenverhalten, Rennstreckentauglichkeit und Leistungsfähigkeit. Wir können eindeutig bestätigen, dass diese durchwegs erfüllt worden sind. Die 202 kW (275 PS) des 2-Liter-Turbobenziner mit 353 Nm an Drehmoment haben mit dem hohen Gewicht von rund 1,5 Tonnen leichtes Spiel.

Klappensteuerung für einen sonor klingenden Sound und der für sieben Sekunden zur Verfügung stehende Overboost für eine Drehmomentsteigerung auf 378 Nm sind weitere Attitüden, die der Dynamik dienlich sind. Zudem gesellt sich noch die Launch Control, die eine nahezu schlupflosen Start des Fronttrieblers ermöglicht.

Ein sehr gutes Werkzeug der Fahrdynamik ist das N Grin Control System. Darüber werden die adaptiven Stoßdämpfer, die Lenkung, diverse Parameter des Motors, das ESP sowie die in dieser Klasse einmalige Zwischengas-Funktion Rev Matching gesteuert. Unser Tipp: Den individuellen Modus wählen und alles bis auf die adaptiven Stoßdämpfer auf Sport+ stellen.

Fazit

Bei der nächsten Ausgabe des Hyundai i30 N Fastback sollte eine deutliche Gewichtsabnahme im Vordergrund stehen. Das würde dem zu hohen Spritverbrauch entgegenwirken und die gute Agilität erhöhen. Ansonsten ist dieser kompakte Sportler ein feiner Wagen mit umfangreicher Ausstattung sowie guter Verarbeitung und optimiertem Handling.

Fotos: Angelika Emmerling

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Hyundai i30 N Performance Fastback

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe mit Zwischengasfunktion Rev Matching

Hubraum in ccm: 1.998

Leistung in kW(PS) bei U/min: 202 (275)/6.000

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 353/1.450 bis 4.700

Im Overboost-Mode in Nm bei U/min: 378/1.750 bis 4.200)

Beschleunigung 0-100 km/h in s: 6,1

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 250

Tankinhalt in l: 50

Kraftstoffverbrauch kombiniert auf 100 km in l: 7,8

CO2-Emission kombiniert in g/km: 178

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.455/1.795/1.419

Radstand in mm: 2.650

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.595

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.950

Kofferrauminhalt in l: 450 – 1.351

Bereifung: 235/35 R 19 Pirelli P Zero mit Hyundai-Reifenkennung (HN)

Felgen: 8,0 x 19″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 33.700

 

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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