Wenn man schon einen sportlichen Ableger mit dem Buchstaben N im Portfolio hat, dann muss das auch ausgenutzt werden.

Dachte sich Hyundai und bietet seit dem Frühjahr 2019 den Tucson N-Line an. Diese Ergänzung der bis dato fünf Varianten Pure, Select, Trend, Style und Premium soll den sportlicher orientierten Kunden die Kaufentscheidung für den beliebten SUV, der im tschechischen Werk Nosovice gebaut wird, leichter machen.

Der optische Auftritt des Hyundai Tucson N-Line

Der schwarze Kühlergrill, die dunkel eingefärbten Scheinwerferblenden und das LED-Tagfahrlicht in Form eines Bumerangs sind die vorderen Merkmale der N-Line beim Tucson. Auffällig sind zudem die in schwarz gehaltenen Außenspiegel, die Dachreling und die Seitenschweller. Gerollt wird auf mächtigen 19-Zöllern, die natürlich ebenfalls schwarz lackiert sind.

Das Interieur zeigt sich ebenfalls dynamischer gestylt. Die bequemen Sitze verfügen über sportlich angehauchte Konturen und sind mit einer Stoff-Leder-Kombination bezogen. Zudem ist das N-Line-Logo in der Rückenlehne eingeprägt. Rote Kontrastnähte auf den Sitzen und dem Armaturenbrett, ein schwarzer Dachhimmel, Pedale mit Alu-Aufsätzen und das N-Line-Sportlenkrad und der N-Line-Schaltknauf ergänzen die optischen Eindrücke.

Motoren und Getriebe

Der Hyundai Tucson N-Line ist ausschließlich mit dem 1,6-Liter-Benziner und dem 2-Liter-Diesel erhältlich. Der Benziner mit 177 PS ist entweder mit Front- oder Allradantrieb respektive manuellem Sechsgang-Getriebe oder dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DCT bestellbar. Der Preisstart erfolgt beim 2WD bei 34.550 Euro und endet beim 4WD mit DCT bei 38.350 Euro

Der Diesel mit 185 PS wird immer über alle vier Räder angetrieben. Zur Wahl stehen das manuelle Sechsgang-Getriebe oder die Achtstufen-Automatik. Die Preise liegen bei 41.100 respektive 43.000 Euro. An Bord ist bei diesem Modell immer die von uns im März 2019 getestete 48-Volt-Bordtechnologie. Die gute Effizienz gepaart mit Allrad und der Kraft aus 185 PS und dem Drehmoment von 400 Nm.

Ausstattungsumfänge

Der Hyundai Tucson N-Line ist nur geringfügig günstiger als das Topmodell Premium. Neben den genannten spezifischen Ausstattungsdetails der N-Line wartet der SUV daher noch mit einer Vielzahl weiterer Features auf.

Unter anderem mit dem Navigationssystem und dem acht Zoll großen Bildschirm, auf dem auch das Bild der Rückfahrkamera zu sehen ist. Dazu der digitale Radioempfang DAB+ und das kostenlose Kartenupdate über die gesamte Fahrzeuglebensdauer bis zu 10 Jahre nach Produktionsende der Modellreihe für 7 Jahre kostenfrei.

Android Auto und Apple CarPlay sind ebenfalls an Bord, genauso wie die Sitzheizung vorne und hinten für die beiden äußeren Plätze. Dazu kommen LED-Hauptscheinwerfer, die Einparkhilfe vorne und hinten sowie die im Winter sehr nützliche Lenkradheizung.

Fazit

Dynamischer und schneller wird der Hyundai Tucson N-Line mit dem neuen Package nicht. Er sieht aber ein bisschen anders aus und hebt sich damit ab. Mit der üblichen Preispolitik der Hyundai-Händler lässt sich wohl der eine oder andere Nachlass rausschlagen, damit der Aufpreis der Ausstattungslinie nicht über Gebühr durchschlägt. In jedem Fall ist der Tucson für uns mit der 48-Volt-Bordtechnolgie eine gute Wahl bei der Vielzahl der kompakten SUV.

Fotos: Angelika Emmerling

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Hyundai Tucson 2.0 CRDi 4WD N-Line

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Achtgang-Automatik

Hubraum in ccm: 1.995

Leistung in kW (PS) bei U/min: 136 (185)/4.000

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 400/1.750 – 2.750

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 9,9

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 201

Tankinhalt in l: 62

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,4

CO2-Emission kombiniert in g/km: 142

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.480/1.850/1.650

Radstand in mm: 2.670

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.696

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.230

Kofferrauminhalt in l: 513 – 1.503

Bereifung: 245/45 R19

Felgen: 7,5 x 19″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 43.000

 

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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