Steckbrief Kia Optima Sportswagon GT

Schnell, schick und äußerst praktisch. Der Kia Optima Sportswagon GT erfüllt diese angesagten Attribute in einem heiß umkämpften Segment. In dem sich unter anderem ein Opel Insignia Sports Tourer und ein Volkswagen Passat Variant tummeln. Mit seinem 2-Liter-Turbo, der mit 180 kW (245 PS) für einen ordentlichen Vortrieb sorgt, fehlt diesem Kombi für die optimale Traktion nur noch der Allradantrieb.

Die Funktionalität

Ein Kombi wie der Kia Optima Sportswagon GT hat funktionell zu sein. Das schlägt sich im Ladevolumen wieder, das bei dem Koreaner eine Spanne von 562 bis 1.686 Liter aufweist. Besonders positiv fiel uns dabei die extrem niedrige Ladekante auf, die das Be- und Entladen äußerst einfach macht.

Beim GT Line und dem von uns getesteten GT reicht zum Öffnen zudem ein leichter Kick unter die Stoßstange, damit sich die Klappe öffnet. Gefallen hat uns auch die Variabilität der im Verhältnis 40/20/40 umklappbaren Rücklehne. Weil dann beispielsweise vier Passagiere mit ihren Skiern transportiert werden können, ohne dass der Sitzkomfort leidet.

Funktionell, respektive ergonomisch sind auch die weiteren Bedieneinheiten gestaltet. Das übersichtlich gestaltete Cockpit lässt keine Fragen offen und kommt ohne störenden Schnickschnack auf. Zudem ist das Interieur des GT mit roten Ledersitzen  und grau abgesetzten Nähten edel gestaltet.

Der Antrieb des Kia Optima Sportswagon

Der 2-Liter-Turbo darf beim im Sportswagon 245 PS auf die Vorderachse schieben. 353 Nm an Drehmoment stehen schon recht früh bei 1.350 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. Jegliche Anfahrtsschwäche wird dadurch im Keim unterdrückt. Das Drehmomentplateau endet bei 4.000 U/min. Dadurch ist der Kraftfluss sauber gestaltet und wird durch die sauber agierende Sechsgang-Automatik bestens transportiert.

Ja, der Bums ist immer da. Sogar im Eco-Modus bringt selbst der kleinste Gasstoß vehement Vorwärtsbewegung mit sich. Fehlt der Allradantrieb? Ein bisschen schon, vor allem da in unserer Testwagenphase Mitte bis Ende Februar viel Schnee und Eis auf den Straßen vorhanden war. Mit einem klugen Einsatz des Gasfußes sind aber auch dank der Traktionskontrolle durchdrehende Räder vermeidbar.

Fahreigenschaften

Ein tiefes Grummeln kommt aus den 10 Lautsprechern der ab dem Spirit serienmäßigen Harman Kardon Audioanlage, wenn man das Gaspedal des Kia Optima Sportswagon GT nach unten drückt. Ja, ja. Es kommt nicht mehr alles aus dem Motor oder Auspuff wie früher. Der Motorsound wird heutzutage künstlich erzeugt. Was aber dem Fahrspaß als solchem nicht abträglich ist.

Bereits die ersten Meter zauberten ein begeistertes Grinsen ins Gesicht. Da geht richtig was ab in diesem Kombi. Die 7,6 Sekunden, die Kia für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h angibt, erscheinen mehr als realistisch. Genauso wie die Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h. Der Kia hängt immer locker am Gas, lässt sich in allen drei Modi zügig bewegen und bereitet echt gute Laune.

Bei allem Fahrspaß gab es einen kleinen Wehrmutstropfen. Der Verbrauch sank selten unter 9 Liter und verpasste damit die von Kia angegebenen 8,2 Liter auf 100 km im kombinierten Verkehr. Wir gehen aber davon aus, dass der GT mit dem neuen WLTP Messverfahren nahe bei den Praxiswerten liegt.

Der Ausstattungsumfang

Der GT ist, was Ausstattung und Motorleistung betrifft, ganz oben angesiedelt. Der Sportswagon ist zudem als 2-Liter-Benziner mit 120 kW (163 PS) und als 1,7-Liter-Diesel mit 104 kW (141 PS) erhältlich. Zudem als der von uns im Sommer 2017 getestete Kia Optima Sportswagen Plug-in Hybrid.

41.790 Euro kostet der Kia Optima Sportswagon GT mindestens. Empfehlenswert ist als Option das Technik-Paket GT. Die Mehrausgabe von 1.990 Euro beinhaltet eine Rundumsicht-Kamera, den Spurwechsel- und Tote-Winkel-Assistenten.

Dazu den Querverkehrswarner, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Frontkollisionswarner, den autonomen Notbremsassistenten und kühlbare Vordersitze sowie den achtfach elektrisch verstellbaren Beifahrersitz.

Ob es notwendig ist, die 790 Euro für eine Anhängerkupplung und die 1.775 Euro für die Standheizung auszugeben, darf sich jeder selbst überlegen. Genauso wie die Investition in das 990 Euro Glas-Panoramadach und die 1.319 Euro teure Sportauspuffanlage mit Doppelendrohr.

Fazit

Der Kia Optima Sportswagon GT hat es echt drauf und bietet seinen Mitbewerber Paroli. Ordentlich viel Platz, ein leistungsstarkes Triebwerk, eine gute Verarbeitung, beste Materialien und die Siebenjahres-Garantie sprechen für den Kombi aus Südkorea. Es fällt tatsächlich schwer, an diesem Auto Kritik zu üben. Denn bis auf das Fehlen der Start-Stopp-Automatik ist uns nichts negatives aufgefallen.

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Kia Optima Sportswagon GT

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Sechsgang-Automatik

Hubraum in ccm: 1.998

Leistung in kW (PS) bei U/min: 180 (245)/6.000

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 353/1.350 bis 4.000

Beschleunigung 0-100 km/h in s: 7,6

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 232

Tankinhalt: 70 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 8,2 l auf 100 km

CO2-Emission kombiniert in g/km: 191

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.855/1.860/1.460

Radstand in mm: 2.805

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.795

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.190

Kofferrauminhalt in l: 552 – 1.686

Bereifung: 235/45 R 18

Felgen: 7,5 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 41.790 Euro

 

 

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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