Kia Soul Turbo
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Steckbrief Kia Soul Turbo

Für mich war der Soul bereits beim Start vor neun Jahren die ultimative Kiste der automobilen Welt. Das erste Meisterstück von Chefdesigner Peter Schreyer für den koreanischen Fahrzeugbauer und 2009 ausgezeichnet mit dem red dot design award. Als Kia Soul Turbo steigt das polarisierende Automobil in die sportlichen Kreise der Kompaktfahrzeuge auf. Unter der Haube ist ein 1,6-Liter-Benziner mit 150 kW (204 PS) eingepflanzt, der den Kia Soul Turbo in 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.

Die coole Kiste

Obwohl nur 4,14 Meter lang, wirkt der Kia Soul Turbo riesengroß. Was er innen auch ist. Die Platzverhältnisse erinnern eher an einen wesentlich größeren SUV, als an einen Kompaktwagen. Der Transport einer aufrecht stehenden Waschmaschine ist in dem zwischen 354 und 994 Liter fassenden Kofferraum problemlos machbar.

Das aufgeräumte Cockpit ist ergonomisch und übersichtlich. Im Kia Soul Turbo ist zudem das Navigationssystem mit dem 8 Zoll großen Touchscreen eingebaut, das bestens mittig in den Armaturenträger integriert ist.

Kraftquelle

Gleich vorneweg. Bei 196 km/h ist Schluss mit dem Vorwärtstrieb des Kia Soul Turbo. Mag sein, dass es schneller gehen würde, schließlich rennt ein Kia cee’d GT mit der gleichen Maschine locker bis 230 km/h. Es mag der kubischen Form geschuldet sein und dem damit empfindlich hohen cw-Wert von 0.34. Trotz fehlender Topspeed, die ja ehrlicherweise nur noch selten auf Dauer erreicht werden kann, ist der Kia Soul Turbo herrlich agil.

Geschaltet wird der Kia Soul Turbo mit dem hauseigenen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DCT. Drei Fahrmodi, Eco, Normal und Sport sind für mehr oder weniger Krafteinsatz aber auch Spritverbrauch verantwortlich. In den zwei Wochen unserer Testphase bei Auto360.de verbrannte der Kia Soul Turbo im Schnitt 7,5 Liter.

Viel drin und viel dran

28.390 Euro mögen kein Pappenstiel sein. Was der Kia Soul Turbo allerdings serienmäßig alles mitbringt, relativiert diesen Preis deutlich. Einzig die Metallic-Lackierung für 550 bzw., 750 Euro, das Panorama-Glasdach für 990 Euro sowie Deko-Streifen für 115 bzw. 150 Euro und die Zusatzkonservierung Kia Protection Plus für 110 Euro sind aufpreispflichtig.

Neben dem bereits erwähnten Navi sind beim Kia Soul Turbo LED-Nebelscheinwerfer, Tote-Winkel- und Querverkehrswarner, ein JBL-Soundsystem, ein mit Leder bezogenes und unten abgeflachtes Multifunktions-Sportlenkrad, der Spurhalte-Assistent sowie Xenon-Scheinwerfer Serie.

Fazit

Der kleine Kraftprotz ist eine geile Nummer. Lackiert in Wild Orange Metallic wie der Testwagen von Auto360.de spiegelt er seine Wildheit auf eine besonders sympathische Art und Weise wieder. Bestens ausgestattet und sehr gut verarbeitet, ist der Kia Soul Turbo ein echtes Unikat. Dazu kommen die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie und das ebenso lange währende Navigationskarten-Update. Ein Gimmick sei noch erwähnt. Die herausnehmbare LED-Kofferraumleuchte, die dann als Taschenlampe fungiert. Genial geklaut von Skoda. Ich frage mich nur, wieso andere Hersteller diese wunderbare Idee nicht ebenfalls kopieren.

 

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Kia Soul Turbo

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DCT

Hubraum in ccm: 1.591

Leistung in kW (PS) bei U/min: 150 (204)/6.000

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 265/1.500 – 4.000

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 7,8

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 196

Tankinhalt in l: 50

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,9

CO2-Emission kombiniert in g/km: 156

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.140/1.800/1.618

Radstand in mm: 2.570

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.364

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.890

Kofferrauminhalt in l: 354–1.512

Bereifung: 235/45 R 18

Felgen: 7,5 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 28.390

Kia Soul Turbo
Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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