Steckbrief Mitsubishi Eclipse Cross

Mitsubishi Motors kann feiern. Der japanische Automobilhersteller, Teil eines großen Mischkonzerns und im Fahrzeugbereich zu 30 Prozent im Verbund der Renault Nissan Mitsubishi Allianz hat 2017 in Deutschland mal wieder mehr Autos verkauft. Und das trotz der im Gegensatz zu anderen Herstellern recht kleinen Produktpalette. Nun kommt ein weiteres Derivat dazu, das weiteres Wachstum verspricht. Der Mitsubishi Eclipse Cross, ein SUV oder auch eine Art von Coupé oder auch ein Crossover.

Die optische Ausstrahlung des Mitsubishi Eclipse Cross

Ja, so soll es sein, so muss es sein. Mut zu einer Formensprache, die nicht dem Mainstream entspricht. Zugegeben, die Idee, einen SUV wie ein Coupé wirken zu lassen, hatten auch schon andere Fahrzeugbauer. Mit mehr oder weniger unterschiedlich attraktiven Ergebnissen. Auch die geteilte Heckscheibe ist keine neue Erfindung. Wie so oft ist es die Kombination vieler Einzelteile, die das Ergebnis positiv beeinflussen.

Gerade bei Fahrzeugen dieser Klasse ist Flexibilität gefordert. Der Mitsubishi Eclipse Cross überzeugt mit einer Rückbank deren Längsrichtung und Rücklehnen verstellbar ist. Das Ergebnis ist ein variables Ladevolumen, das sich zwischen 378 und 485 Litern bewegt. Werden die Rücksitze komplett umgeklappt, entstehen bis zu 1.159 Liter.

Die Antriebsquelle

Für den Moment müssen sich die Interessenten des neuen Mitsubishi Eclipse Cross mit einem Motor begnügen. Der 1,5-Liter-Turbobenziner ist eine Eigenentwicklung von Mitsubishi Motors und leistet 120 kW (163 PS). In der Frontantriebsvariante ist er an eine manuelle Sechsgang-Schaltung oder ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe gekoppelt. Der Allradler verfügt ausschließlich über das CVT.

Freunde des Selbstzünders müssen sich noch ein paar Monate gedulden. Im Laufe des Jahres wird ein 2,2-Liter-Diesel mit 110 kW (150 PS), neu entwickelter Achtgang-Automatik und Allradantrieb das Angebot des Mitsubishi Eclipse Cross ergänzen.

Erste Fahreindrücke

Unsere Ausfahrten mit dem neuen Mitsubishi Eclipse Cross fanden Mitte Januar im Frankfurter Raum statt. Anstatt der angekündigten schweren Regenfälle blinzelte die Sonne im wieder mal zwischen den riesigen Wolkengebirgen durch. Der Fotos wegen sollte es ein weißes Auto sein. Deshalb fand der erste Ausritt hoch in den Taunus mit einem handgeschalteten Mitsubishi Eclipse Cross statt.

Der erste Eindruck setzte sich durchwegs fort. Der Turbo braucht Drehzahl, um sich ordentlich nach vorne zu bewegen. Ganz anders die CVT-Variante. Mit der elektronisch auf acht Stufen ausgelegten Automatik hat das Triebwerk immer eine durchzugsstarke Drehzahl bereit, die sich sogar in Zahlen eindeutig belegen lässt. Anstatt wie der Handschalter 10,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu benötigen, sind es mit dem CVT nur 9,3 Sekunden.

Das Fahrwerk ist mit einer vernünftigen Spreizung aus Sportlichkeit und Komfort ausgelegt. Auf den durchwegs feuchten Straßen spielte der variable Allradantrieb seine Stärken voll aus. Die Fahrdynamikregelung Super All Wheel Control verfügt über eine aktive Giermomentregelung, die in ähnlicher Form auch im Lancer Evolution zum Einsatz kam.

Die Kraftverteilung zwischen der Vorder- und der Hinterachse wird entsprechend der Straßenverhältnisse und des Tempos gesteuert und bei Bedarf mit radselektiven Bremseingriffen auf die einzelnen Räder justiert. Dadurch steigen die Fahrsicherheit und gleichzeitig die Höhe der Kurvengeschwindigkeit.

Die Ausstattungslinien

Der neue Mitsubishi Eclipse Cross startet in Deutschland als Einstiegsversion Basis bei 21.990 Euro. Darüber sind der Plus für 25.490 Euro, die zeitlich begrenzte Intro Edition für 28.990 Euro sowie die Version Top für 30.990 Euro angesiedelt. Mit dem CVT erhöhen sich die Preise ab der Variante Plus auf 27.190, 30.690 respektive 32.890 Euro. Der Allradantrieb inklusive CVT kostet nochmals 2.000 Euro mehr.

Genial finden wir den Einführungsrabatt von 3.000 Euro, der für den Moment noch unbegrenzt ist. Das führt uns gleich zu unserer Empfehlung, dem Mitsubishi Eclipse Cross Intro Edition mit Allradantrieb. Normalerweise 32.690 Euro teuer, fällt der Preis mit dem Rabatt auf günstige 29.690 Euro.

Im Package der Intro Edition sind zudem Bi-LED-Hauptscheinwerfer mit Reinigungsanlage, die beheizbare Frontscheibe, ein Head-up-Display, ein beheizbares Lenkrad sowie die Popo- und Rückenheizung für die beiden hinteren Sitze. Im Bereich der Sicherheit kommen der Ausparkassistent, die Einparkhilfe vorne und hinten, eine Rückfahrkamera mit 360-Grad-Blick sowie der Tote-Winkel-Assistent dazu.

Fazit

Klar ist, dass der Mitsubishi Eclipse Cross den Zeitgeist trifft. Die weiter steigenden Zulassungszahlen in diesem Segment sprechen für einen Erfolg dieses sportlich-eleganten Automobils. Preislich ist dieses Coupé-SUV, wie es der Hersteller selbst bezeichnet, auch ohne den Einführungsrabatt relativ günstig. Noch ein Punkt, um einen durchschlagenden Erfolg zu prognostizieren.

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Mitsubishi Eclipse Cross 4WD Intro Edition

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: CVT-Getriebe

Hubraum in ccm: 1.499

Leistung in kW (PS) bei U/min: 120 (163)/5.500

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 250/1.800 – 4.500

Beschleunigung 0-100 km/h in s: 9,8

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 200

Tankinhalt: 60 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 7,0 l auf 100 km

CO2-Emission kombiniert in g/km: 159

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.405/1.805/1.685

Radstand in mm: 2.670

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.595

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.150

Kofferrauminhalt in l: 378 – 1.159

Bereifung: 225/55 R18

Felgen: 7 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 32.690 Euro

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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