In der sechsten Generation zeigt sich der Mitsubishi L200 mit dem neuen Dynamic Shield Design.

Die Front wirkt mit dem in Chrom abgesetzten Einrahmungen deutlich dynamischer. Der auch in der fünften Generation nach vorne gezogene Abschluss der Doppelkabine ist auch im aktuellen Modell stilbildend.

Exterieur und Interieur

Neu sind zudem die schmalen Scheinwerfer, die leider nur in der 44.190 Euro teuren Top-Version mit LED ausgestattet sind. Unserer Ansicht nach sollte das deutlich bessere Licht auch für die günstigeren Versionen als Option angeboten werden.

Die Ladefläche der von uns getesteten mittleren Variante Plus mit Doppelkabine misst in der Länge 1,52 Meter, in der Breite sind es 1,47 Meter. Wer mehr Volumen benötigt, sollte sich den Club Cab mit den doppelläufigen Türen ansehen. Dann erweitert sich die Länge auf 1,85 Meter.

Während der Club Cab ein 2+2-Sitzer ist, passen in die Doppelkabine mit vier normalen Türen fünf Passagiere rein. Im Interieur sorgen viele Fächer und Ablagen sowie Getränkehalter für reichlich Stauraum. Das Cockpit ist übersichtlich und entspricht mit dem Multifunktionslenkrad den Standards des japanischen Herstellers.

Der Antrieb des Mitsubishi L200

Unser Testwagen war mit der Sechsgang-Automatik ausgestattet, die manuell über die Schaltpaddels bedienbar ist. Der Aufpreis zur manuellen Sechsgang-Schaltung liegt bei 1.900 Euro und die Mehrausgabe ist für höheren Fahrkomfort sinnvoll.

Der 2,2-Liter-Diesel mit 110 kW (150 PS) ist ein Selbstzünder alter Schule. Nach einem Kaltstart schüttelt er sich in Bewegung, um dann leicht hörbar jede Fahrt zu begleiten.

Das Drehmoment von 400 Nm ist für echte Arbeitsleistungen ausgelegt. Großartige Fahrleistungen dürfen aber nicht erwartet werden. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h dauert sagenhafte 13,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 171 km/h. Wer mit Ruhe und Gelassenheit unterwegs ist, erreicht locker einen Durchschnittsverbrauch von rund 8 Litern.

Das differenzialgesteuerte Allradsystem Super Select 4WD-II ist für nahezu alle Offroad-Situationen perfekt. Bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h kann zwischen Hinterrad- und Allradantrieb gewechselt werden.

Der klassische Allradantrieb 4H verteilt die Antriebskräfte im Verhältnis von 40 zu 60 zwischen Vorder- und Hinterachse. Die nächste Wahlmöglichkeit nennt sich 4HLc und ist für losen Untergrund, Schnee, Matsch und steile Anstiege die erste Wahl. In diesem Modus ist das Mittendifferenzial gesperrt und das Drehmoment des Motors wird symmetrisch auf beide Achsen aufgeteilt.

Noch einen Schritt weiter geht die Einstellung 4LLc. Bestens geeignet für Kriechfahrten mit gesperrtem Sperrdifferenzial und Geländeuntersetzung für extreme Bedingungen. Die Bergabfahrhilfe steigert das Wohlgefühl auf schwierigen Passagen. Last but not least erleichtert die Offroad-Traktionskontrolle mit den Fahrmodi für Schotter, Schnee, Sand und steinigen Untergründen das leichte Fortkommen auch im problematischsten Umfeld.

Ausstattungsumfänge

So lobenswert Bluetooth für den Anschluss von Mobiltelefonen ist, so seltsam muten die einzelnen Schritte an, ein Telefonat zu führen. Es genügt nicht ein Druck auf den Namen oder die Nummer im Touchscreen, um anzurufen. Nein! Es öffnet sich ein weiteres Menü, das man die Nummer auch anrufen möchte und danach noch ein weiteres. Wer hat sich das nur ausgedacht?

Das ist aber auch das einzig echte Manko des Mitsubishi L200. Aber weiter zu den Umfängen der Plus-Version. Da finden sich beispielsweise LED-Rückleuchten, eine äußerst sinnvolle Rückfahrkamera, der Spurhalteassistent sowie ein Auffahrwarnsystem mit Fußgängererkennung und Notbremsassistent.

Ergänzt wird die Liste mit 18-Zöllern aus Leichtmetall und 265er Pneus sowie den Licht- und Regensensoren. In der Basis sind bereits eine zweistufige Sitzheizung, ein Audiosystem mit CD-Radio, USB-Anschluss und MP3-Funktion vorhanden. Abgerundet wird das Ganze mit dem Smartphone Link Display mit einer Diagonale von sieben Zoll. Inklusive Android- und Apple-Smartphone-Integrationen und entsprechender

Fazit

Der Mitsubishi L200 ist aufgrund seiner Auslegung mehr ein Arbeitstier als ein Pickup mit Salon-Löwen-Charakter. Echten Naturburschen wird der Komfort anderer Fahrzeuge aus diesem Segment aber nicht fehlen. Mit einem reichhaltigen Angebot an Zubehör lässt sich der L200 individuell ausstatten. Ob mit der äußerst sinnvollen Laderaumbeschichtung bis hin zu einer Laderaumwanne mit Verzurrösen oder einem Hardtop – Wünsche bleiben kaum offen.

Technische Daten 

Im Auto360.de Test: Mitsubishi L200 Doppelkabine Plus

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Sechsgang-Automatik

Hubraum in ccm: 2.268

Leistung in kW(PS) bei U/min: 110 (150)/3.500

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 400/1.750 bis 2.250

Beschleunigung 0-100 km in s: 13,5

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 171

Tankinhalt: 75 l

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l auf 100 km: 7,9

CO2-Emission kombiniert in g/km: 206

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 5.305/1.815/1.780

Radstand in mm: 3.000

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 2.140

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 3.110

Ladefläche in mm: Länge: 1.520, Breite: 1.470

Bereifung: 265/60 R 18

Felgen: 7,5 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 38.190 Euro

Dietmar Stanka