Steckbrief Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid

Vor gut vier Jahren testeten wir letztmals den Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid. Damals noch mit dem 2-Liter-Benziner, der den SUV eher mühsam nach vorne bewegte. Szenenwechsel: Ende August 2017 im Bergischen Land in der Mitte Deutschlands. Die zweite Generation des in Europa meistverkauften Plug-in Hybrid stand zu ersten Ausfahrten bereit.

Der neue Auftritt des Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid

Die neue Front ist echt cool designt. Dynamic Shield nennt Mitsubishi diese Formensprache, die sich durch einen Frontgrill mit Wabenmuster sowie verchromten Elementen auszeichnet. Am Heck setzt sich Chrom ebenfalls durch, das Dach wird mit einem Spoiler verlängert, der die Aerodynamik verbessert. Gefertigt wird der Outlander im Werk Okazaki, dessen Umgebung zu schönen Ausflügen in die Geschichte der Samurai einlädt.

Das Interieur wird von hoher Ergonomie bestimmt, die eine Bedienung des neuen Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid ganz einfach macht. Bereits in der Basisausstattung verfügt der SUV über einen sieben Zoll großen Touchscreen für das Infotainment Smartphone Link Display Audio. Über Android Auto und Apple CarPlay können ausgewählte Apps von Smartphones und die Navigation einfach gespiegelt werden.

Unter der Haube

Der etwas träge 2-Liter-Motor ist von einem neuen 2,4-Liter ersetzt worden, der nach dem Atkinson-Prinzip arbeitet. Dieses ermöglicht einen höheren Wirkungsgrad, respektive eine höhere Energieeffizienz und mehr Leistung. In Zahlen ausgedrückt stehen nun 99 kW (135 PS) zur Verfügung, die den Outlander deutlich lockerer in die Puschen bringen.

Zum Verbrenner gesellen sich als weitere Leistungsträger zwei Elektromotoren. Der vorne montierte mit 60 kW (82 PS), der hintere für den permanenten Allradantrieb mit 70 kW (95 PS). In der Summe sind ergibt das eine Systemleistung von 162 kW (220 PS). Ordentlich viel Power um den gut 2 Tonnen schweren Mitsubishi Plug-in Hybrid in 10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Oben ist wie beim Vorgänger bei 170 km/h Schluss, rein elektrisch geht der SUV bis 135 km/h schnell.

Das Fahrverhalten

Das Bergische Land ist prädestiniert für einen Plug-in Hybriden. Es geht rauf und runter, was zum einen Energie kostet, aber auf der anderen Seite durch Rekuperation wieder zurückgewinnt. Im Falle des Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid in fünf Stufen. Der Ganghebel des automatisierten Getriebes kann zum Vortrieb entweder in der Fahrstufe D oder B positioniert werden.

Wir empfehlen B, weil dann die Bremswirkung mit Hilfe der Schaltpaddels am Lenkrad in fünf Stufen beeinflusst werden kann. Von ganz straff bis eher nicht vorhanden. Wir werden diese Wirkung zum Ende des Jahres in einem größeren Einzeltest genauer erläutern und filmisch darstellen.

Richtig viel Schmackes erzeugt der Mitsubishi Plug-in Hybrid im Sport-Modus. Erlebt auf den kurvigen Straßen im Bergischen, die der SUV trotz seiner schieren Masse locker durcheilt. Zudem sorgt das ursprünglich für die Rallye-Ikone Evo entwickelte Allradsystem “Super All Wheel Control” für eine herausragende Traktion. Neben dem Normal- und dem Sportmodus kann zudem Snow gewählt werden, um auch bei winterlichen Bedingungen das Handling zu stabilisieren.

Die Ausstattung

Wir schicken gleich mal ein Wow durch den Äther. 18 Zoll große Leichtmetallräder, eine Rückfahrkamera, der digitale Radioempfang DAB+ sowie eine Sitzheizung gehören bereits zum Basisumfang des Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid. Der normalerweise 37.990 Euro kostet. Ein durchaus marktüblicher Preis für ein Fahrzeug mit diesem Antriebskonzept.

Wären da nicht die saftige Prämien, die Mitsubishi im großen und der Staat im kleinen Stil auslobt. 1.500 Euro Förderprämie und weitere 6.500 Euro vom Hersteller. Die lassen den Preis auf 29.990 Euro sinken, ein unschlagbares Angebot für einen SUV mit Allrad- und Elektroantrieb.

Mit dem Plus steigt der Preis auf 44.990 und fällt im gleichen Atemzug um die bereits erwähnten 8.000 Euro auf 36.990 Euro. Zusätzlich hat der Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid Plus eine elektrische Heckklappe, Parksensoren vorne und hinten, den Tote-Winkel-Warner sowie den Ausparkassistenten und LED-Hauptscheinwerfer an Bord.

Nochmals 6.000 Euro mehr und wir landen mit dem Top bei 49.990 Euro minus, na klar, 8.000 Euro. Ergo gibt’s für 41.990 einen komplett ausgestatteten Outlander. Unter anderem mit edlem Leder und dem Fahrerassistenzpaket, das unter anderem die Fußgängerkennung mit Notbrems-Assistenten, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung und den Spurhalte-Assistenten beinhaltet. Zudem gibt es zum Marktstart Anfang September 2018 noch eine aufgewertete Intro-Edition auf Basis des Plus.

Fazit

Wir werden uns den Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid Ende 2018 noch einmal genauer ansehen und auf seine Alltagstauglichkeit prüfen. Klar gilt für dieses Auto, wie für all seine von außen zu ladenden Kumpels, dass man sich nur dann für solch ein Fahrzeug entscheiden sollte, wenn man entweder zuhause und/oder am Arbeitsplatz über eine Ladestation verfügt. Ansonsten wird man mit solch einem Automobil auf Dauer nicht glücklich.

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid Top

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: Vierzylinder-Benziner + 2 Elektro-Motoren

Getriebe: Stufenlos

Hubraum in ccm: 2.360

Motorleistung in kW (PS)

– Benzinmotor: 99 (135)

– Elektromotoren: 60 (82) + 70 (95)

– Systemleistung: 162 (220)

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min:

– Benzinmotor: 211 bei 4.500

– Elektromotoren: 137 + 195 Nm

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 10,5

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 170

Tankinhalt in l: 45

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 1,8 + 14,8 kWh

CO2-Emission kombiniert in g/km: 40

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.695/1.800/1.710

Radstand in mm: 2.670

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 2.015

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.390

Kofferrauminhalt in l: 451 – 1.590

Bereifung: 225/55 R18

Felgen: 7 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 49.990 – 8.000 Prämie = 41.990

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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