Den neuen Opel Mokka haben wir bereits vorgestellt.

Einmal bei der Weltpremiere in Rüsselsheim und mit einem Fahrbericht des Opel Mokka-e und des Benziners im Februar 2021. Bevor Opel komplett elektrisch wird, schlugen wir noch einmal bei einem Selbstzünder zu. Der Motor ist ein guter Bekannter, der auch im Corsa steht. Ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 81 kW (110 PS) und einem Drehmoment von 250 Nm, das bereits ab 1.750 Umdrehungen pro Minute anliegt.

Innen und außen

Der Opel Mokka der zweiten Generation hat mit der ersten rein gar nichts mehr zu tun. Erstens sieht er komplett anders aus, zweitens ist er mit einer Länge von 4,15 Metern deutlich kürzer und drittens gibt es keinen Allradantrieb mehr. Während wir beim Mokka der Vorgängergeneration noch von einem kompakten SUV sprachen, ist der neue ein Crossover.

Ein bisschen höher gelegt ohne aber auch nur ansatzweise protzig zu wirken und mit dem Opel Vizor Gesicht freundlich in die Welt blickend. Unser Testwagen war zweifarbig lackiert, eine Option die mit einem Aufpreis von 400 Euro gut eingepreist ist. Die schmalen LED-Scheinwerfer und –Rückleuchten sind nicht nur elegant, sondern auch bei allen Varianten serienmäßig.

Ein Blick aufs Armaturenbrett zeigt das Pure Panel, ein digitales Cockpit mit zwei Bildschirmen, die individuell einstellbar sind. Der rechte Bildschirm ist Richtung Fahrer geneigt und ist gleichzeitig ein Touchscreen, auf dem unter anderem das Navigationssystem sowie Audio und Telefon angezeigt werden.

Darunter sind analoge Tasten für die Auswahl der verschiedenen Menüs angebracht und eine Ebene weiter unten wird die Klimaanlage gesteuert. Das Lenkrad verfügt auch über manuell bedienbare Tasten, über die unter anderem die Audioanlage oder das Telefon bedient werden können.

Das Fahrverhalten

Ein Diesel schien und Anfang Dezember 2021 als durchaus adäquat. Auch bei einem kompakten Crossover wie dem Opel Mokka. Dann kam der Krieg in der Ukraine und extrem gestiegene Kraftstoffpreise. Der Diesel teurer als Super E10 und damit die Frage, ob sich der Kauf eines Selbstzünders noch lohnt?

In Anbetracht des gegenüber dem 100-PS-Benziner eklatant höheren Preises von rund 3.000 Euro beantwortet sich die Frage selbst. Dennoch waren wir von der Laufruhe und dem Verbrauch von etwas mehr als 5 Litern auf 100 Kilometern durchaus angetan. Schließlich waren Winterreifen montiert und zudem hatten wir es meistens mit eisigen Temperaturen zu tun.

Tadellos auch die Straßenlage und die Durchzugskraft des Vierzylinder-Diesels mit einem Hubraum von 1,4 Litern. 91 kW (110 PS) mögen auf dem Papier wenig sein, dagegen steht aber das kräftige Drehmoment von 250 Nm. Der Motor ist an eine Sechsgang-Schaltung gekoppelt, die gut abgestimmt ist. Ebenfalls fein justiert ist das Fahrwerk des Opel Mokka. Der Kleine lässt sich wunderbar um die Ecken zirkeln und bereitet viel Fahrfreude.

Noch einmal zum Triebwerk und den Emissionen, die mit großem Aufwand auf ein Minimum reduziert worden sind. Die Abgasnachbehandlung besteht aus einem passiv wirkenden Oxidations-Katalysator/NOx-Adsorber, der AdBlue-Einspritzung, einem SCR-Kat (Selective Catalytic Reduction) und dem Dieselpartikelfilter. Durch die motornahe Platzierung arbeitet das System bereits bei niedrigen Betriebstemperaturen effektiv. Zudem fungiert der NOx-Adsorber quasi als Kaltstart-Katalysator.

Ausstattungsumfänge des Opel Mokka

Mokka, Edition, Elegance, GS Line, Ultimate und Business Edition lauten die Bezeichnungen des neuen Opel Mokka. Der Diesel startet als Edition bei 25.635 Euro, die Spitze bildet der Ultimate mit 33.045 Euro. Unser Testwagen war als Business Edition ausgestattet und hatte unter anderem Komfortsitze und das Multimedia Navi mit zwei sieben Zoll großen Pure-Panel-Bildschirmen an Bord.

Bei den Assistenzsystemen sind unter anderem der serienmäßige Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung zu finden. Dazu kommen die Müdigkeitserkennung, der Spurhalte-Assistent sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage. Für alle Varianten sind unter anderem Bluetooth, eine USB-Schnittstelle, der digitale Radioempfang DAB+ sowie die Wärmeschutzverglasung serienmäßig.

Fazit

Im Moment ist die Empfehlung einen Diesel zu kaufen wohl nicht angebracht. Dennoch attestieren wir dem 110 PS starken Selbstzünder eine hohe Laufruhe und trotz Winterreifen und eisigen Temperaturen einen relativ niedrigen Verbrauch. Schade nur, dass es den Opel Mokka nicht mit einem CNG-Antrieb gibt. Dafür aber mit einem rund 3.000 Euro günstigeren Turbobenziner mit 100 PS. Die dann wohl bessere Wahl in Anbetracht der extrem hohen Preise für Diesel.

Opel Mokka 1.5 Diesel Business Elegance

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Opel Mokka 1.5 Diesel Business Elegance

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Sechsgang-Schaltung

Hubraum in ccm: 1.499

Leistung in kW (PS) bei U/min: 91 (110) 3.750

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 250/1.750

Beschleunigung 0-100 km/h in s: 10,8

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 190

Tankinhalt: 52 l

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,5 l auf 100 km

CO2-Emission kombiniert in g/km:  119

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.151/1.791/1.534

Radstand in mm: 2.557

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.295

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.750

Kofferrauminhalt: 350 – 1105 l

Bereifung: 215/60 R 17

Felgen: 6,5 x 17″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 27.435 Euro

Dietmar Stanka
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